ACHTUNG: Peter´s Wochenbericht ist ab sofort
hier.

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3.-9. Oktober 2011 Habe, 2 Wochen nach dem Berlin Marathon, den ich in der Gesamtheit nicht voll gelaufen bin, nicht mit einer so guten Zeit in Weimar gerechnet. Weimarer Stadtlauf, in den Zwiebelmarkt eingebettet, mit ca. 300000 Besuchern, dem größten Volksfest Thüringens. Vier Runden durch Weimar. Mit Strecken durch den Park an der Ilm, vorbei an Goethes Gartenhaus, der "Schaukelbrücke" zurück durch das bunte Markttreiben. Ist kurzweilig, aber mit Kopfsteinpflaster und einigen unangenehmen Steigungen nicht einfach zu laufen.

Daniela hat erkältungsgeschwächt kurzfristig auf einen Start verzichtet uns so ohne Zwiebelzopf, mit denen die Schnellsten geehrt werden, dieses Jahr vom Weimar Besuch weitergereist.

26. September-2. Oktober 2011

Kleines Jubiläum beim von uns organisierten und durchgeführten Entfeldener Marathon Training. Bereits zum 10. Mal durften wir uns über rege Beteiligung für den 30 km langen Trainingslauf, durch den schönsten Teil des Aargaus, freuen. Neben gerne gesehenen Stammgästen, waren auch dieses Mal wieder neue Gesichter dabei. Sind dann auf die Resultate in  München, Luzern, New York oder anderswo gespannt, ob unser Long Jog den gewünschten Trainingseffekt erzielt.

Selber habe ich mich noch für einen Start beim Luzern Marathon entschlossen. Mal sehen, was da zum Saisonabschluss rauskommt.

19-25. September 2011 Prächtige Stimmung, tolles Wetter und mal wieder ein Weltrekord beim Berlin Marathon. Mit Daniela gestartet, für die der Marathon, 2 Wochen nach ihrer Alpenüberquerung, viel zu früh war. Wir sind also die ersten 18 Km zusammen gelaufen, ehe sie mich weiter schickte. Habe dann allerdings vor dem wilden Eber, km 28, noch mal auf sie gewartet. Das ist der Luxus, den man sich gönnen darf, wenn man seine Bestzeiten schon gelaufen ist: Fast 10 Minuten einfach mal an der Strecke stehen bleiben (siehe auch http://connect.garmin.com/activity/117259582). So ist freilich keine aussagekräftige Zeit rausgekommen. Aber das Feld von hinten aufzurollen und auf dem letzten vollen Kilometer noch 4:23 laufen zu können ist schon mal ein gutes Gefühl. 
5.-18. September 2011 Die Woche stand natürlich ganz im Zeichen des Transalpin Run, bei dem Daniela im Team mit Brigitte Eggerling einen sensationellen 3. Platz bei den Frauen holte. Das alleine war bei dem hochkarätigen Starterfeld nicht voraus zu ahnen. Bemerkenswert auch, dass sie, je länger der Lauf ging, um so stärker wurden. So hatte das TRANGOWORLD GORE-TEX Team nach der 3. Etappe über 2 Stunden Vorsprung. Aus dem wurde nach 8 Etappen und über 270 Km mit 15000 Höhenmetern ein Rückstand von 38 Minuten. Gar nicht auszudenken, wenn das Rennen noch länger gegangen wäre...

Ich habe die Gelegenheit zu einem kurzen Wettkampf genutzt. Der Döttinger Rebberglauf über 9,3 Km und, nach meiner Uhr, 180 Höhenmeter. Da Wein zum guten Gedeihen viel Sonne braucht, wird er gerne an einem sonnigen Hang angebaut. Dementsprechend heiß war es zum Laufen an einem sehr warmen Septembertag. Da kann ich die 2 Minuten, die ich im Vergleich zum vergangenen Jahr langsamer war, verkraften. Zumal, wenn der Vorjahressieger, Daniela Hagenbuch, eben so langsamer war. Trotzdem sehr schöne Strecke und ausgesprochen angenehme Organisation, die dankenswerter Weise zusätzliche Wasserstellen an der Strecke organisierte.

29 August .-4. September 2011

Als ich mich für die Teilnahme am Zurzacher Quellenlauf entschied, wusste ich nicht, dass es eine neue Strecke gibt. Statt den gut 10 Km hat man einen 10 Meilen Lauf ausgeschrieben. Das war mir auch recht. Konnte ich doch anhand meines eigenen Rechenmodels aus der 10 Meilen Zeit auf meine Marathonzeit schließen. Das bedeutet, die Minuten über 10 Meilen, minus 5, mal 3 ergibt die Marathonzeit. Das hat in der Vergangenheit immer sehr genau gestimmt bei mir.

Hoffentlich dieses Mal nicht. Denn die Zeit in Zurzach betrug 1:22,45. Die sich daraus errechnende Marathonzeit von deutlich über 3:50 wäre dann eine Stunde langsamer als vor 10 Jahren. Ich hoffe dazu wird es nicht kommen. Denn die 10 Meilen waren, wie Jacqueline Keller in ihrem Bericht zutreffend schreibt, „Die längsten 10 Meilen der Welt“.

Leistungsmindernd kann man sicherlich das sehr warme Wetter einbeziehen. Den Rhein entlang, mit wenig Schatten, bei 28 Grad, ist nicht optimales Läuferwetter. Bei solchen Wetter darf der Veranstalter dann auch mal eine zusätzliche Wasserstelle improvisieren.

Die Kilometermarkierungen unterwegs, habe ich nicht so ernst genommen. Die erste, mit Km 4 angeschrieben, war bei 4.82Km, nach meiner Uhr. Hoffte, diese „Verschiebung“ würde sich gegen Ende des Laufes wieder regulieren. Tat sie aber nicht. Kurz vor dem Ziel sagte ich zu einem Mitläufer, wenn jetzt noch ein paar Schlaufen kommen, wird es womöglich noch ein Halbmarathon. So weit ist es dann doch nicht geworden. Aber 17,27 Kilometer ist nun deutlich länger als die 16 Km. Und somit stimmt meine Rechnerei bezüglich meiner Marathonzeit nicht mehr. Zum Glück.

Unabhängig von der Strecke, die nicht nur zu lang war, sondern, meiner Meinung nach, auch eher langweilig, will ich auch die positiven Aspekte der Veranstaltung nicht verschweigen. Gute Organisation, ein wirklich schönes Finisher Shirt und der Eintritt ins Thermalbad, lassen dann doch einen positiven Gesamteindruck zurück.

 

22.-28. August 2011 Die Trainingsaufzeichnung diese Woche ist nicht ganz exakt. Auf einem kleinen Trail zwischen Kölliken und Entfelden kam mir ein Biker entgegen. Ihm ausweichend stolperte ich über eine Wurzel und fiel zu Boden, laut dem Radfahrer hinterher fluchend. Der Weg ist für Reiter und Biker gesperrt.

Die Flugphase des Sturzes muss ich noch dazu genutzt haben, die Uhr zu stoppen, damit der lausige Kilometerschnitt nicht noch mehr runtergedrückt wird. Dummerweise habe ich beim Weiterlaufen versäumt, die Uhr wieder zu aktivieren. So fehlen mir von den ermittelten 112.63 km in dieser Woche, dann doch ein paar hundert Meter.

Und alles wegen einem Biker.

15.-21. August 2011 Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Nach 3 absolvierten Ultraläufen seit Juni, geht es fleißig weiter. Daniela läuft im September noch den Transalpine Run. Der geht in 7 Tagesetappen über 273,73 Kilometer  und führt über ca. 15.436 Höhenmeter im Aufstieg und ca. 14.606 Höhenmeter im Abstieg. Sie wird im bewährten Team mit Brigitte Eggerling dieses Abenteuer in Angriff nehmen. 

Bei mir sind eher die Kurzstrecken angesagt. Soweit man den Berlin Marathon dazu zählen will. Wird sich zeigen, ob ich auf der wohl schnellsten Marathonstrecke auch schnell bin? Mein letzter Start in Berlin liegt bereits 7 Jahre zurück. Die Zeit von 3:18 war damals sensationell, wenn man bedenkt, dass ich im Mai des Jahres die Achillessehne komplett gerissen hatte. Mit dieser Zeit wäre ich fast zufrieden. Auch ohne gerissene Sehne.

8.- 14.August 2011 Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell ich nach dem K78, der dieses Jahr fast ein K80 war, wieder hergestellt bin. Zumindest subjektiv. Am Sonntag nach dem Lauf konnte ich mit Daniela und Silvia bereits einen lockeren Lauf um den Davoser See machen. Das ist nach einem flachen Stadtmarathon eher unwahrscheinlich oder es würde fürchterlich aussehen. Die wechselnde Belastung, mit ausgedehnten Wanderpassagen, werden offensichtlich vom Bewegungsapparat besser verdaut, als über kürzere Distanz die gleiche über kürzere Strecken. 
1.-7. August 2011 Hier mein Bericht vom diesjährigen Swiss Alpine.
18.-31. Juli 2011 Andere genießen ihren Urlaub, ich sitze im Keller und mache Musik. Das Ergebnis hier. Alles handgemacht!
4.-17. Juli 2011 Eigentlich wollte ich das Video von Unserem Lauf- und Wanderweekend schon fertig haben. Bei solchen Arbeiten spürt man die langsame und störanfällige Bearbeitung von speicherintensiven Videos auf relativ alten Rechnern. Oder liegt es daran, dass man mich auf einigen Bildern mit Stöcken sieht und der eigene PC deswegen seinen Dienst versagt? Hoffe es wird noch.

War ein schönes Wochenende in Sörenberg. Wobei der Schwerpunkt beim Wandern lag, was auch gut ist. Diejenigen, die zu Fuß das Brienzer Rothorn erreicht haben, konnten sich unterwegs an dem Anblick prächtiger Steinböcke erfreuen, die oberhalb des Lättgässli sich nicht in ihrer Mittagsruhe stören ließen.

26.. Juni- 3. Juli 2011 Danielas Bericht von Zugspitz Ultratrail.
20.-26.. Juni 2011 Ein Höhepunkt jagt den anderen. Nach meinem Hunderter nun am Samstag Danielas Hunderter. Nur der hatte es in sich. Davon abgesehen, dass statt 100 Hundert und Ein Kilometer zu absolvieren waren, sind auch noch 5670 Höhenmeter zu bewältigen gewesen. Das kann man sich kaum vorstellen. Aber erahnen, dass so was innerhalb des Tageslichtes nicht möglich ist, selbst wenn wir, Ende Juni, die längsten Tage erleben. Also Bergpfade bei Dunkelheit.

Es geht um den Zugspitz, den höchsten Berg Deutschlands. Zum ersten Mal ausgetragen hat sich ein international stark besetztes Feld versammelt, um diese ultimative Herausforderung anzunehmen.

Als ich am Samstag aufstand, war der Startschuss schon längst vorbei, um genau zu sein fast 3 Stunden. Zu nachtschlafender Zeit dann das erlösende Telefonat, Daniela hat das Ziel erreicht!

Als 5. Frau in 16:26 Stunden!

Für mich undiskutabel, daran nur einen Gedanke zu verschwenden teilzunehmen, hatte ich ein No-Sport Programm. Trainieren schon, aber keinen Wettkampf. Nach Biel ist ohnehin (aktive) Pause angesagt. Da traf es sich gut, dass die Musik-Fastivalkalender für mich interessante Musiker im Angebot hatte.

Freitag bei Bob Dylan in Sursee. Eine lebende Legende freilich, ein Jahrhundert Musiker. Ein eher grotesker Auftritt. Kein Wort zum Publikum. Die Kameras, die die Videoleinwände mit spannenden Nahaufnahmen speisen sollten, durften nur aus der Ferne filmen. Musikalisch habe ich kaum Höhepunkte gehört. Wahrscheinlich muss man so einen Auftritt als Gesamtkunstwerk sehen. Und als solches war es dann doch interessant.

Samstag dann in Rapperswil beim BluesnJazz Festival. Sonny Landreth war der Grund meiner Anreise. Das renommierte Rolling Stones Magazin hatte ihn zum besten Slide Gitarristen gewählt und ein gewisser Eric Clapton zum meist unterschätztesten Musiker der Gegenwart bezeichnet. Die hohen Erwartungen wurden übertroffen! Ein musikalisches Feuerwerk, virtuose Gitarrenkunst. Was für ein Erlebnis! Eine Hörprobe ist auf dem Video unseres letzten Entfeldener Marathon Training, bei dem ich Musik von Sonny Landreth unterlegt hatte.

13.-19. Juni 2011 Bericht 100 Km Lauf Biel
6.-12. Juni 2011 Die Spannung vor unseren Höhepunkten der ersten Jahreshälfte steigt. Biel ruft und ich weiß, was auf mich dort zu kommt. Das macht es aber auch nicht besser. Jedenfalls weiß ich schon, welche Schuhe ich nicht trage. Bei einer zügigen Wanderung auf den von Alpnach auf den Pilatus habe ich mir an beiden Füßen Blasen gelaufen. Bleibt zu hoffen, dass die in den verbleibenden Tagen bis zur Nacht der Nächte abheilen. Den Rückweg vom Pilatushabe ich die gelenkschonende Variante Bahn genommen, während Daniela freilich das steile Gefälle heruntergelaufen ist. Für ihren, eine Woche nach Biel, stattfindenden Zugspitz Ultratrail war das ein willkommenes Training. Die Strecke dort misst 101 Km mit 5672 Höhenmetern. Im Vergleich dazu sind die Hundert Kilometer von Biel ein "Blümlilauf". 
30. Mai- 5. Juni 2011

Das von uns zwei Mal jährlich organisierte Entfeldener Marathon Training trägt bei den meisten Teilnehmern Früchte. So konnte ich auf der Rangliste des Zürich Marathon so manchen Läufer sehen, der schon mal mit uns den schönsten Teil des Aargau abgelaufen ist. Übrigens schön, wie die PR Leute  des Zürich Marathon unseren Slogan zu: „Der Lauf durch die schnellste Stadt der Schweiz“ originell abgewandelt haben. Man kann ja nicht immer das Rad neu erfinden...

Den Winterthur Marathon, vergangenen Sonntag, habe ich mit besonderem Interesse verfolgt. Vergangenen Herbst war Boris beim Training dabei. Er wollte sich auf seinen ersten Marathon in Luzern vorbereiten und sich einige Tipps von erfahrenen Läufern geben lassen. Krankheitsbedingt musste er um planen, von Luzern auf Winterthur. Mit 3:54 ist die Premiere gelungen und obendrein sah er unterwegs noch frisch aus (Siehe auch http://glaubenlebenteilen.ch/2011/05/30/geschafft/ ). Glückwunsch!

Hätte nichts dagegen, wenn diese langen Läufe auch bei mir einen sekundären Trainingseffekt hinterlassen würden. Laufe meinen Zeiten vor 10 Jahren nun schon mehr als eine halbe Stunde beim Marathon hinterher. Freilich, ich bin weder jünger noch leichter geworden. Die grauen Haare tragen wohl nicht zur Leistungsminderung zu?

Anderseits muss man zufrieden sein, mit dem was man noch machen kann.  

 

23-29. Mai 2011 Biel, ich komme! Habe mich zum 11. Mal angemeldet, um die Nacht der Nächte zu erleben und zum 7. Mal in Biel die Hundert voll zu machen. Das Ziel ist das Ziel.
15.-22. Mai 2011  Der Bielersee Ultra Marathon war ein besonderer Wettkampf. Die Strecke  um den Bielersee mit der St. Peter Halbinsel ergab genau 50 Km. Mit meinen 4:26 für die Strecke bin ich grundsätzlich zufrieden. Nur hätte ich gehofft, nach bewusst reduziertem Anfangstempo, lockerer Im Fettverbrennungsbereich zu laufen. Sicherlicht trugen die sommerlichen Temperaturen dazu bei, dass die Müdigkeit sich schon bald einstellte. Dazu kam noch ein Sturz, bei dem ich Schürfungen an den Händen und wohl eine Prellung rechten Knie mir zuzog, die dann doch hinderlich waren. Im Ziel musste ich dann ungewohnt lange auf Daniela warten, die mit der sich kurzfristig zu einem Start entschiedenen Cecil lief. Ins Ziel kam jedoch zunächst Daniela. Die Erklärung für die Verspätung: sie hatten einen Abzweig verpasst und sind statt über einen Kanal, Richtung Neuenburger See gelaufen und mit diesem Umweg 7 Km mehr absolviert. Dafür sah Daniela dann doch gut aus im Ziel. Und die weitere Wartezeit auf Cecil konnten wir uns mit seelandbräu.ch gut vertreiben.

Hingewiesen sei an dieser Stelle auf den Bericht unserer Freundin Jacqueline, die einmal mehr sensationell gelaufen ist. Tagessieg und neuer Streckenrekord. Glückwunsch.

2.-15. Mai 2011 Nun hat sich zu unserer Wettkampfplanung mit dem Bielersee Ultra Marathon noch ein Lauf ergeben. Es geht, wie der Name schon sagt, um den Bielersee und das über die in der Schweiz einmalige Distanz von 50 Km. Vier Wochen vor dem Bieler Hunderter und 5 vor Danielas Zugspitzenultra, soll das für uns eher ein langes Training unter Wettkampfbedingungen werden.

Schön, dass sich jemand gefunden hat, der die Lücke, die der alte 50 Km Lauf von Hindelbank nach seiner Einstellung vor ein paar Jahren gerissen hat, mit diesem Lauf, der dieses Jahr zum 3. Mal ausgetragen wird, ausfüllt.

17. April-1. Mai 2011

3830 Höhenmeter verteilt auf 188 Km war die Laufbilanz der vergangenen Woche. Da ist die Frage gestattet, ob es sich dabei noch um Urlaub oder schon Trainingslager handelt. Wie auch immer, wir waren auf Kreta und mussten nicht wie vergangenes Jahr in der Türkei den Highway auf und ab laufen.

Auf Kreta kann man, zumindest in der Vorsaison, gut auf den Nebenstraßen laufen. Die sind wenig befahren. Zudem haben wir einige Wege im Hinterland erkundet, auf denen man mit Sicherheit mehr Schafen und Ziegen als Menschen begegnet und zu den besagten Höhenmetern kommt, die zumindest Daniela für ihre Vorhaben gut gebrauchen kann.

Wird sich erweisen, wie diese intensive Laufwoche, gepaart mit Erholung, sich auf unsere nächsten Läufe auswirken. Gut trainiert sind wir zumindest.

11.-17. April 2011 Zürich Marathon sollte unser Hochzeitstag Marathon werden, den wir gemeinsam absolvieren wollten. Nun kam es anders. Ein Kratzen in Danielas Hals am Vortag waren die ersten Anzeichen für eine Erkältung, die über Nacht, trotz aller Wundermittel, nicht weichen wollte. Vernünftigerweise kam es zum Verzicht und für mich kurzerhand zu einer neuen Situation. Ein echter Wettkampf Marathon. Da gut und zielgerichtet trainiert sah ich dem Vorhaben positiv entgegen. Die Zeit vom Luzern Marathon (3:16,25) sollte auf der flacheren Strecke zu unterbieten sein.

Nur, Marathon ist kein Wunschkonzert. Auch nach über 50 solcherart absolvierten Läufe macht es das nicht einfacher und auch nicht kalkulierbarer. Wenn mir vor dem Lauf jemand meine Endzeit (3:20) gesagt hätte, wäre ich weniger begeistert gewesen. Nach dem Lauf muss ich sagen: mehr lag nicht drin und ich habe alles gegeben. Und ins erste Viertel bei diesem enorm stark besetzten Lauf zu kommen, ist ein kleiner Trost.

4.-10. April 2011 Nun hat auch für Daniela die Wettkampfsaison begonnen, mit dem Start beim Holziker Kreisgeländelauf. Die Wiederholung des Sieges vor 2 Jahren war nie gefährdet, da sie als einzige Frau über die 7,5 km ins Ziel kam. Auch die Zeit ist wenig aussagekräftig, da wir auf dieser Strecke zum ersten Mal unterwegs waren.
27. März.- 3. April 2011 Das von uns organisierte 9. Entfeldnenr Marathon Training ist nun auch schon Geschichte. Diesmal haben wir mal wieder eine neue Strecke ausgesucht, die bei den zahlreichen Teilnehmern positiv aufgenommen wurde. Unter diesem Link ( http://connect.garmin.com/activity/75136852 ) ist sie abgelegt zum Nachlaufen.

Für einen Termin im Herbst haben wir nicht viel Alternativen. Ende September ist für uns ungünstig, da wir selber beim Berlin Marathon starten. Da bleibt nur eine Woche später der Samstag, 1. Oktober. Wird sich zeigen, ob wir eine Woche nach dem Marathon bereits wieder 30 km am Stück schaffen. Zur Not müssten wir aufs Bike ausweichen, was wiederum bedeuten würde, eine flachere Strecke suche zu müssen?

21-27. März 2011

Als Appetithäppchen vor unserem Entfeldener Marathon Training am Samstag, sei auf eine Fernsehsendung am Vorabend  hingewiesen.  Um 22.20 Uhr wird „Der Marathon“ auf SAT 1 ausgestrahlt. Eine Folge der 5 Staffel von Pastewka.

Hatte Gelegenheit, vorab, schon das Werk zu sehen und kann es durchaus empfehlen. Als Gast ist dort ein gewisser Wigald Boning zu sehen. Der dürfte möglicherweise aus anderen Sendungen bekannt sein. Er ist aber in der realen Welt auch ein sehr guter Läufer. Beim Swiss Alpine 2003 lief er beispielsweise 9:52 über die Königsstrecke. Zwei Jahre zuvor musste er sich beim Winterthur Marathon unserem Freund Jürg geschlagen geben, der seinerzeit bei seinem ersten Marathon auf Anhieb unter 3:30 lief, 13 Sekunden vor dem Fernsehstar.

Nun ist Wigald Boning am Freitag im TV zu bewundern und tagt drauf Jürg als dankbarer Helfer amVerpflegungsposten auf unserer Trainingsstrecke. Hoffe, er hat genügend Autogrammkarten dabei.

14.-20. März 2011 Wir haben das Entfeldener Marathon Training etwas weiter nach hinten verschoben, nachdem wir im letzten Jahr noch Anfang März noch durch den Schnee liefen.

Die Verschiebung war nicht nötig, nachdem sich der März schon jetzt sehr frühlingshaft zeigt. Dazu kommt, dass am 26. März der Limmatlauf stattfindet, somit sich die Teilnehmer zwischen Wettkampf oder langem Training bei uns entscheiden müssen.

Aber es geht auch beides.

Wir laufen an diesem Samstag, 19. März, die geplante Strecke schon mal trainingshalber ab. Wer Lust hat kann sich schon da mit dabei sein. Der Start ist 9 Uhr beim Bad Entfelden. Im Gegensatz zum offiziellen Entfeldener Marathon Training bieten wir jedoch selber keinerlei Infrastruktur oder Verpflegung an.

7.-13. März 2011

Eigentlich wollten wir am Sonntag beim Bienwald Marathon in Kandel starten, der Stätte des Triumpfes früherer Tage. Nun ist eine Unpässlichkeit bei Daniela dazwischen gekommen, so dass der Start bei einem Marathon unvernünftig wäre. So haben wir den Zürich Marathon ins Programm aufgenommen. Da kommt das Entfeldener Marathon Training, drei Wochen vorher, auch für uns gerade recht.

Hatte mich schon auf den Ruhetag vor dem Kandel Marathon am Mittwoch gefreut. Vielleicht hätte mich die Muse in meinem Homestudio geküsst. So muss sich der interessierte Besucher unserer Homepage mit Ergebnissen früherer Tage begnügen.

Und für mich gab es statt Ruhetag diese leicht längere, flache Laufeinheit.

28. Februar - 6. März 2011

Der Saisonauftakt beim Reusslauf in Bremgarten kann als erfolgreich betrachtet werden. Wenn auch der alternde Läufer freilich seinen Bestzeiten hinterherläuft, in besagtem Fall jedoch fast eine dreiviertel Minute schneller war, als im Vorjahr, an gleicher Stelle.  
Dem voraus ging allerdings auch ein regelmäßiges Tempotraining, welches dem zarten Pflänzchen Grundschnelligkeit offensichtlich zuträglich war. Man darf gespannt sein, wie diese Übungseinheiten bei meiner (Trainings) -Partnerin anschlagen werden.  

 

21.-27. Februar 2011

Frage des diensthabenden Bademeisters nach meiner 15,7 km langen Laufrunde über den Rütihof (200 HD). Ich mach doch so viel Sport und dennoch hätte ich einen gut sichtbaren Bauch („Ränzli“)?

Die Antwort kommt dann auf den Punkt, dass ich genetisch wohl schlechte Karten habe, einen enormen Trainingsumfang absolvieren muss, um halbwegs mein Gewicht zu halten.

Melancholischer Schlusssatz der Rechtfertigung: Die Welt ist ungerecht.

Spätestens jetzt weiß ich, wie sich Midlife Crisis anfühlt.

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Und das war noch nicht alles. Ein paar Tage später hörte ich in besagtem Bad unter der Dusche die Tochter zum Vater sagen: "Du Papi, der Mann hat aber viel gegessen". Und das just in dem Moment, als ich den Raum betrat. Mir gelang es gerade noch, den Bauch einzuziehen. Aber gesagt ist gesagt und Besoffene und Kinder sagen immer die Wahrheit, wie der Volksmund weiß.

Aus der Midlife Crisis erwächst jetzt eine Depression?

Dann sah ich doch noch den Mann, der sein Haar trocknete. Der zog seinen Bauch nicht ein, der Form und Umfang eines Medizinballes hatte.

Noch mal Glück gehabt.

 

 

7.-20. Februar 2011 Alles neu bei nusseck.ch. Doch es gibt eine Konstante im Leben oder in diesem Fall auf unserer Homepage: Dieser Wochenbericht. Die meist besuchteste Seite bei Nusseck.ch. Man will den alternden Läufer leiden lesen.

Na denn auf ein Neues. Alles beim Alten.

31. Januar- 6. Februar 2011 Bei vorfrühlingshaften Temperaturen kann man mal wieder etwas schneller probieren. Mit Hightech am Armgelenk kann man die Zeiten detailliert  am PC nachvollziehen. Die Haupterkenntnis ist, dass man nicht unbedingt schneller wird, wenn man, wie in meinem Fall sich einen Winterspeck zugelegt hat. Bleibt zu hoffen, dass diese ungewöhnlich frühen, intensiven Trainingelemente dann auch Früchte tragen.
17.-30. Januar 2011 Für die Teilnahme zum Berlin Marathon, den wir dieses Jahr laufen wollen, gilt es neben der sportlichen Vorbereitung, die Hürde der Anmeldung unfallfrei zu überstehen.

Beim Online Anmeldeverfahren gilt es zuerst einen mehrseitigen Fragebogen auszufüllen. Die Beantwortung des selben soll sicher stellen, dass insbesondere Risiken des Herz-Kreislaufsystems ausgeschlossen sind. Erst wenn man die Fragen beantwortet hat, und das mit den "richtigen" Antworten, bekommt man ein Passwort, mit dem man die eigentliche Anmeldung ausfüllen kann. Gute Idee. Nur bei einer 2. Anmeldung, die man gleich im Anschluss ausführen kann, werden keinerlei Fragen zur Gesundheit mehr gestellt. Womit der Sinn des Fragebogens schon mal in Frage gestellt wird.

Die nächste Hürde ist die Zahlung. Kreditkarte ist da üblich. Nur muss die Karte neben der ausreichenden Deckung auch ein Ablaufdatum 2 Monate nach dem Marathon aufweisen. Der ist Ende September. Das sind in meinem Fall fast 11 Monate. Da mussten wir schon Glück haben, damit unter dem Repertoire unserer Karten sich eine findet, die allen Anforderungen gerecht wird.

Irgendwie haben wir die Meldung doch noch zu Stande gebracht. Jetzt müssen wir nur noch trainieren.

10-16. Januar 2011 Alle Jahre wieder sieht man in den ersten Januartagen wieder häufig Jogger. Am vergangen Sonntag sind uns ganze Scharen begegnet. Zu den alten Hasen, die auch im Winter kein Fett ansetzten wollen, gesellen sich alljährlich die "Gute Vorsätze Läufer". Dank der momentan angenehmen Temperaturen schaffen es sogar manche, noch in der 2. Woche des jungen Jahres mit ihren alten Baumwollhosen zu joggen. Spätestens beim nächsten Schnee wird sich dann wieder das Läuferfeld lichten. Wie jedes Jahr.
3.-9. Januar 2011

Im Winter bietet sich zum Laufen ein alternativer Sport an, um vernachlässigte Körperpartien zu stählen. Da ich nicht Sportstudio  wollte und selbst hier im Flachland Schnee liegt, bot sich Langlauf an.

Bis jetzt dachte ich, dies wäre eine Fortbewegung schneller als Schwimmen. Aber nicht so bei meinem Gleichgewichtssinn und Bewegungstalent. Es dauerte eine geschlagene viertel Stunde bis meine GPS-Uhr den ersten absolvierten Kilometer registrierte. Glücklicherweise war ich fast der einzige Gast auf der Loipe. Mit Ski an den Beinen aus der Waagerechten wieder in den Stand zu kommen hat in meinem Fall nichts mit Eleganz zu tun.

Jedenfalls hatte ich 2 Tage nach den 6 Km Langlaufversuch über den Körper verteilt ausgiebigen Muskelkater, womit das Trainingsziel erreicht war.

27. Dezember 2010- 2. Januar 2011 Das Weihnachtsfest war aus zweierlei Gründen erstaunlich. Einerseits mal wieder weiße Weihnachten. Das gab es lange nicht. Zum anderen hat unser Ruf nach einem längeren Training am 25. Dezember beachtliche Resonanz hervorgerufen. Wir waren eine große Gruppe, die durch den Schnee stapfte. Glücklicherweise war die Strecke nicht ganz so lang, wie von Daniela und Jacqueline ursprünglich gedacht. Mir hatte sie, leicht grippegeschwächt, aber voll und ganz genügt. 
20.- 26. Dezember 2010 Wenn das mal keine gute Zeit ist, seine wohlverdiente Laufpause zu nehmen.

Nichts von Klimakatastrophe. Winter, wie in Kindertagen. Nur könnte dem vorweihnachtlichen Tauwetter der Frühling folgen, wenn es nach mir ginge.

5.-19. Dezember 2010 Unter diesem Link ist das Video unserer Reise durch Asien zu sehen. Der Marathon ist nur unvollständig dokumentiert. Nach dem Wolkenbruch hat die Kamera ihren Dienst versagt.

Wie man auf dem Video sieht, sind wir laufend, radelnd und schwimmend unterwegs gewesen. Wer weiss, vielleicht lässt sich das zu einem Triathlon  ausbauen? Anfang Dezember findet ein solcher in Phuket statt.

15.November - 4. Dezember 2010 Auf der Website von Achim Achilles gibt es eine Umfrage, ab wann man sich Marathon-Läufer nennen darf. Vor 10 Jahren hätte ich mein Kreuz bei "unter 3 Stunden" gemacht oder derzeit auf unter 4. Aber irgendwo bei über 5 Stunden hört der Spaß auf. Es sei denn, es handelt sich um einen Bergmarathon oder man läuft als Greis. In beiden Fällen darf es auch etwas länger sein.

Dass ich nun selber die Erfahrung von 5:18 für einem flachen Marathon machen musste, bedeutet eine neue Dimension für mich. Freilich, den Penang Bridge International Marathon 2010, als Ferien-Spass-Marathon, zumal nach einer Verletzung, war nicht gedacht, das körperliche Leistungsvermögen bis zum Letzten auszuschöpfen. Dazu sind die klimatischen Bedingungen im Malaysia viel zu extrem.

Am Wettkampftag dann noch mal wärmer als sonst und extremer Luftfeuchtigkeit, die einem schon in Ruhe den Schweiß aus allen Poren drückt. Sind entsprechend vorsichtig angelaufen, schon zeitig bei jeder Gelegenheit getrunken. Doch schon nach wenigen Kilometern fangen die Beine an zu brennen, wie am Ende eines Ultralaufes. Nach 8 Km die erste Gehpause! Leichter Schwindel, Beine wie Blei. Die Hoffnung, dass es besser würde, bestätigt sich leider nicht. Aus Gehpausen werden kurze Laufpausen zwischen dem Gehen. Das Marathonfeld, 2 Uhr in der Nacht gestartet macht sich auf den Weg zur über 13 Km langen Brücke, die die Stadt Penang vom Malaysischen Festland trennt. Auf einer 6-spurigen nicht enden wollenden Graden zieht sich das Feld sehr weit auseinander. Das Gewitter, was sich schon kurz nach dem Start mit Blitz und Donner angekündigt hat ergießt sich nun auf das Läuferfeld und bringt einen Hauch von Abkühlung. Aber auch so ist an einen Laufschritt nicht zu denken, Nur im zügigen Marsch geht es weiter.

Der Regen geht in Wolkenbruch über. Wir kommen in des Halbmarathon Feld, was schon auf der halben Brücke wieder umkehren kann. Praktisch nur noch Marschierer. Von der Brücke herunter geht es nun auf einer Schnellstrasse Richtung Georgstown. Jetzt sind die Marathonis wieder unter sich. Der Halbmarathon geht schon Richtung Ziel.

Gegen Ende dann doch noch ein paar zusammenhängende Kilometer im Laufschritt. Das Ziel passieren wir nach 5:18 Stunden. Mehr war an diesem Tag nicht möglich.

Fazit: Die kurze Anpassungszeit war viel zu knapp bemessen, zumal wir zusätzlich noch Probleme mit dem Jetlag hatten. Auch wenn das unter ähnlichen Bedingungen, wie vor 3 Jahren beim Singapur Marathon, schon funktioniert hat, müssen wir bei zukünftiger Reiseplanung mehr Akklimatisierung einrechnen. Dafür war dann der Rest unserer Reise in der Nähe von Khao Lak in Thailand sehr angenehm und interessant.

Weitere Bilder und Videos in Kürze.

 

8.- 14. November 2010

Verletzungen kommen zumeist ungelegen. Es sei denn, man schlummert seit Monaten im Kleiderschrank und ist ein entpaarter Socken. Das sind die Strumpfpaare die auf wundersame Weise getrennt wurden.

Obwohl die Waschmaschine immer nach entlegenen Kleidungsstücken abgesucht wird, passiert es nicht selten, dass nur ein einzelner Strumpf den Weg ins Kleiderlager findet. Beim nächsten Umzug landet dieser dann, mangelnder Nutzung im Altkleidersack.

Da ein Umzug nicht ansteht, macht sich eine Verletzung gut, um dem Socken die weite Reise nach Afrika zu ersparen.  Dem Läufer, den es zurück in den Arbeitsprozess drängt, trägt zur Beschleunigung der Heilung, am lädierten Gliedmaß, einen Kompressionsstrumpf. Da die Verletzung glücklicherweise nur einseitig ist, kommt in der kalten Jahreszeit ein Einzelstrumpf, für das unversehrte Bein in Frage. So werden auch vernachlässigte Kleidungsstücke unverhofft wieder unentbehrlich.

1.-7. November 2010

So wie sich meine Beine nach dem Luzern Marathon anfühlen, habe ich alles richtig gemacht. Müdigkeit, Muskelkater, Entzündungsherde zeigen  mir, dass ich alles gegeben habe. Es ging nicht schneller. Wenn da nicht die Geschichte mit dem MP3-Player wäre.

Wer mich kennt oder den Wochenbericht regelmäßig liest weiß, dass ich eine Vorliebe für gitarrenlastige Musik habe, die mir auch schon als legale Stimulans beim Laufen diente. So habe ich mir am Vorabend des Marathons die ultimative Trackliste zusammengestellt. Das sind Lieder, die ich auf dem Heimrechner in einem Ordner habe, nach Belieben ergänze  und bei wichtigen Wettkämpfen auf den portablen Player sende.

Habe bis km 7 gewartet, bis ich dem MP3 startete. Will ja nicht zu früh den Knüppel aus dem Sack lassen. Aber, was ist das?  Keine Musik! Was ist mit dem Ding los? Noch mal neu starten. Wieder nichts. Irgend eine Meldung auf dem Display.  Das ist für den sehschwachen Seniorenläufer in der Bewegung nicht mehr zu erkennen. Pinkeln wäre jetzt nicht schlecht, obwohl ich gar nicht muss. Beim Wasser abschlagen kann ich um so besser „No Songs found“ erkennen.

Habe versäumt die Trackliste vom Computer auf den Player zu kopieren!  Nicht mal Heinz Rudolf Kunze, den ich zuletzt drauf hatte,  ist mehr da. Gelöscht!

Wie schön wäre es gewesen bei Km 36, als mich der 3:15 Ballon überholte, den Regler aufzuziehen und davon zu fliegen…

 

18.-31. Oktober 2010

Der Luzern Marathon sollte der Höhepunkt der Herbstsaison werden. An Hand der Zeit beim Halbmarathon in Weimar, vor 3 Wochen, konnte ich auf eine Zeit von 3:16 kommen. Das bedeutet die Halbmarathon Zeit von 1:33 mal 2 Plus 10 Minuten ergibt eine Marathonzeit von 3:16.

So einfach ist das. Insgeheim hatte ich gehofft, doch etwas schneller zu sein, um die 3:15 zu knacken. Nur beruhen solche Rechenmetoden auf optimalen Verlauf. Schneller geht da kaum. Langsamer natürlich jederzeit…

Die Uhr zeigte bei mir im Ziel 3:16. Gut gerechnet. Nur ein Marathon ist ein Marathon, auch wenn man, wie ich, über diese Strecke schon etliche Mal gelaufen ist. Die 42.195 Km (meine Uhr zeigte 42.77Km), wollen gelaufen sein. Das heißt sein Tempo finden und es durchziehen. Das ist einfacher gesagt als getan. Marathon ist lang und weit. Die tolle Stimmung an der Strecke in Luzern war genial. Laufen muss man trotzdem selber.

Habe unterwegs schon gespürt, dass 3:15 nicht drin liegen. Die Tempomacher, die diese Zielzeit laufen, haben mich bei Km 36 überholt, mit einer Traube Läufern hinterher. Hatte keine Chance denen auf den Fersen zu bleiben. So genoss ich die letzten Kilometer und den genialen Zieleinlauf ins Verkehrshaus mit Gänsehaut und feuchten Augen.

Luzern Marathon kann ich weiter empfehlen!  

 

10.-17. Oktober 2010 Das war eine kulinarische Herbstreise durch Deutschland. Ein kurzer Abstecher in der Pfalz, bei neuem Wein, wie der Federweiße dort bezeichnet wird. Dann weiter nach Weimar, wo der Zwiebelmarkt, als größtes Volksfest Thüringens, deftiges anbietet. Das zu genießen mussten wir uns aber erst durch die 4 Runden des Stadtlaufes kämpfen. Nicht mal die gut Hundert Höhenmeter machen den Lauf so anspruchsvoll. Die Herausforderung liegt eher am schweren Pflaster durch die Altstadt. Mit über einer Minute schneller als im Vorjahr, kann ich aber zufrieden sein, auch wenn ich mehr erhofft hatte.

Ein paar Eindrücke vom Herbst, abseits des Zwiebelmarktes, im den Parkanlagen rund um Weimar sind hier zu bewundern:  ::Teil 1:: :: Teil 2::.

Auf dem Heimweg dann noch ein Abstecher nach Bayern, wo es dann ein leckeres Hefeweizen gab. Oder zwei...

 
 
27. September 2010- 10 Oktober 2010 Herbstzeit ist Erntezeit. Für den Marathon Läufer bedeutet das, die Früchte den Trainings bei einem gelungenen Herbstmarathon zu ernten. Den Teilnehmern  unseres Entfeldener Marathon Trainings, kann ich bestätigen, fit zu sein für den Marathon. Wer sich bei strömenden Regen freiwillig gut 3 Stunden Laufen antut, hat zudem mentale Stärke. Wir sind jedenfalls gespannt auf die Ranglisten der Marathonläufe in München, Luzern und New York und Schwarzwald, sowie Frauenfelder. Und dann noch unser Urlaubsmarathon in Penang.

Für uns steht der Stadtlauf in Weimar über die Halbmarathondistanz auf dem Programm. Für Daniela der einzige "kurze" Wettkampf dieses Jahr, für mich hoffentlich eine Bestätigung meines Aufwärtstrendes.

20.-26. September 2010

Die Trainingsmethoden von Felix Magath scheinen bei seinem derzeitigen Verein nicht zu fruchten. Der Name Schalke 04 hat nun eine neue Bedeutung erhalten. Schalke, 0 (Punkte) 4 (Spiele).

Im Gegensatz zu den Gelsenkirchener Fußballern, scheint bei  mir scheint jedoch der harte Trainingsblock  vor 2 Wochen in Griechenland leicht positive Wirkung zu zeigen. So bin ich beim Rothrister Lauf, am vergangenen Samstag, immerhin 1:20 min schneller als im Vorjahr gewesen. Das ist seit langer Zeit mal wieder ein positiver Trend, auf den es aufzubauen gilt, für die letzten Höhepunkte der Saison, den Weimarer Stadtlauf und den Luzern Marathon.

6.-19. September 2010

Nach dem Lauftraining gehe ich gerne  schwimmen. Im Sommer eine willkommene Abkühlung, in Sommer kann es die durchkühlten Glieder wieder aufwärmen.

Manch aufmerksamen Badegast (Jan), ist es nicht entgangen, dass ich nur kurz zu Wasser bin, da dies in meinem Fall eher zur Regeneration nach dem Lauf gedacht ist. So kann es mitunter vorkommen, dass ich länger die warme Dusche genieße, als zu schwimmen.

Am vergangenen Sonntag war  mein Bad jedoch rekordverdächtig kurz. Das lag an der Verrichtung des Bademeisters.

Da in Hallenbädern normalerweise keine Fischzucht betrieben wird, konnte ich schnell kombinieren, dass es keine Anglerleidenschaft war, die den Bademeister mit einem Kescher, der gemeinhin zur waidgerechten Entnahme von Fischen aus dem Gewässer dient, zu dieser Verrichtung bewog. Es war vielmehr ein Zwischenprodukt der unterbrochenen Nahrungskette eines Badegastes was das Fischernetz füllte und meinem Badevergnügen ein jähes Ende bereitete. Die detaillierte Konsistenz des Treibgutes, wurde mir ungefragt vom Badpersonal kundgetan, was mich dazu bewog, auch am Folgetag die Badeanstalt zu meiden…

 

23. August- 5. September 2010 Felix Magath gilt als einer der härtesten Trainer im Deutschen Fußball, was die körperliche Fitness seiner Spieler anbelangt. Medizinbälle sind regelmäßiges Trainingselement beim Fußballlehrer. Der Erfolg gibt ihm Recht. Seinen Spielern wird im Training alles abverlangt. Neulich war im SPIEGEL zu lesen, dass der neue Star bei Schalke, Raúl gejammert hat, eine Übungseinheit unter Magath sei so anstrengend wie ein Jahr Training unter Bernd Schuster, seinerzeit bei Real Madrid. Doch nach dieser Woche "Ferien" mit Daniela, die wir auf der Griechische Insel Kefalonia verbringen durften, würden selbst Profifußballer die UNO die Menschenrechts-Kommission konsultieren, weil sie die körperliche Belastungstoleranz übersteigen würde.

Der Tagesablauf sah folgendermaßen aus:

Wecken kurz nach Sonnenaufgang. Kurze Morgentoilette, dann erstes Training, vor dem Frühstück. Fast 1 1/2 Stunden Lauftraining, mit mindestens 150 Höhenmetern. Nach Nahrungsaufnahme   sind unter dem Tag ausgedehnte Schwimmeinheiten im offenen Meer angesagt. Mit Paddels an den Händen hat man im Gewässer den Effekt wie mit einem Medizinball.

Am späteren Nachmittag folgt die zweite Laufeinheit. Eher länger als am Morgen, dafür mit mehr Höhenmetern. Da verbietet sich ein Gedanke am nächtlichen Leben teilhaben zu wollen, wenn es am nächsten Morgen so weiter geht. ..

16.-22.  August 2010

Ich muss schon ordentlich kramen, um im Kleiderschrank Zeugnisse eigener Heldentaten jüngeren Datums zu erspähen. Ich meine damit Finisher Shirts von besonderen Läufen. Länge, Weite, Höhe sind damit gemeint.

Dafür hat meine Frau Gemahlin die Option, ihren Kleiderstapel um eine weitere Trophäe zu ergänzen. Das Hemd von Verbier war hart erkämpft und dennoch so elegant, um an einer internen Grillparty getragen zu werden. 

Kommendes Wochenende läuft Daniela einen nächsten Bergultra, der mich und viele ambitionierte Läufer, vermutlich schon wegen des Zeit-Limits, ausschließt. MounitinMan heißt der Lauf.  Und es dürfen, trotz der Einschränkung im Namen, auch Frauen an den Start gehen. Gut 80 Kilometer mit 4920 Höhenmetern stehen auf dem Programm. Dass dies selten Parkwege sind, muss nicht extra erwähnt werden.

Und was  macht der zurückgelassene Gemahl? Trainieren und Bierbrauen.

2.-15. August 2010

Wo der Sommer in seinen letzten Zügen zu liegen scheint, kann man die Planung für die Herbstsaison machen. Wer im Oktober noch einen Marathon plant (z.B. Luzern Marathon am 31.Oktober), kann sich den 25. September vormerken. Da führen wir wieder unser traditionelles Entfeldener Marathon-Training durch. Ein langer Lauf über ca. 30 Kilometer durch den „schönsten Teil des Aargau“, wie es der Werbetexter seinerzeit treffend formulierte. Klar, der Termin passt nicht jedem. Wir freuen uns aber schon jetzt auf unsere „Stammgäste“ und Vielleicht ein paar neue Gesichter.

Eines kann ich versprechen. Im Gegensatz zum letzten Entfeldener Marathon-Training, wird es schneefrei sein. Im vergangenen März, hatte uns der Winter noch voll im Griff. Siehe Video auf YouTube.

 

25. Juli- 1. August 2010 Nach meiner Fersenverletzung im Frühjahr habe ich mich wieder zu regelmäßigem Tempotraining durchgerungen, auch wenn sich das noch nicht in meinen Wettkampfergebnissen widerspiegelt.

Am Mittwoch vergangener Woche waren die Bedingungen dafür ungünstig. Drückende Hitze hat das Freibad gefüllt und jeder, der konnte, hat sich ein schattiges Plätzchen gesucht.

Keine Schwächen zeigen! Training ist Training. Also los, mit voller Ausrüstung. Die gleiche Musik, wie bei der spontanen Tempoeinlage kürzlich. Dazu Uhr, Pulgurt und Wasserflasche.

Musik war immer noch so gut, wie beim letzten Wochenbericht. Aber bei so einer Sauhitze ist man schon nach den Aufwärmkilometern durchnässt. Kurz vor dem Bad Suhr der Knopfdruck. Es geht los zum ersten schnellen Kilometer. Gefühlt werde ich nicht viel schneller.

Pause. Die wird etwas länger, da ich die nächste schnelle Einheit im Schatten beginnen möchte. Dafür ist der Puls noch immer im Bereich Wettkampfbelastung. Wahrscheinlich ein Weidezaun, der ein Störsignal sendet. Dabei sehe ich gar keine Schafe.

Egal. Knopfdruck. Los zum nächsten "schnellen" Kilometer. Trabpause. Puls immer noch sonst wo. Nach der übernächsten Einheit breche ich die Aktion ab. Auf ebener Fläche ein Puls, als würde ich bergauf sprinten. Vernunft muss sein, trotz "Telegraph Road".

Ein paar Längen Ausschwimmen, wie immer.

 Zu Hause ein Blick in die aktuellen Nachrichten. Der Tod des 40 Jährigen Schauspielers Heinrich Schmieder wird gemeldet.

Ein paar Mausklicks weiter die Meldung, dass er als Teilnehmer des  "Bike Transalp", am Morgen leblos in seinem Bett gefunden wurde. Das ist die Radvariante den Transalpine Run.

Todesursache des Schauspielers ist  zur Zeit nicht bekannt.

In dieser Woche habe ich mein Intervalltraining ohne Pulsgurt  gemacht.

19.-25. Juli 2010

Vor 2 Wochen habe ich spontane  Tempoeinlagen gemacht. Das lag diesmal nicht daran das ich Cecil und Urs an der Suhre begegnet bin, sondern an der Musik auf den Ohren.

Die Segnungen des Internet machte es möglich, mir ein Konzert Mitschnitt von Mark Knopflers Tour in Mannheim zugänglich zu machen. Ein Stück, vor 33 Jahren veröffentlicht, machte mir überraschenderweise Beine. „Sultans of Swing“, seinerzeit der Durchbruch der Dire Straits, habe ich sicherlich in etlichen Versionen mehrere Hundert Mal gehört. In dieser ursprünglichen Version, mit 2 Gitarren, Schlagzeug und Bass, kam die Substanz des Songs und die Genialität Knopflers Gitarrenspiel wunderbar zur Geltung. Zum Glück habe ich während des Laufens keinen Pulsgurt angelegt. So schnell war ich lange nicht.

Ein paar Tage später habe ich ein ganzes Konzert des Meisters genießen können. Gänsehaut, trotz tropischer Temperaturen. Einfach genial. Und beim alte Schinken „Sultans of Swing“ eine dicken Klos im Hals…    

5.- 18. Juli 2010 Dieser Sommer lässt bislang keine Wünsche offen. Fast zu viel des Guten. Da muss man, wenn man sein Trainingspensum beibehalten will viel trinken. Bei feuchtheißem Wetter kommt dann noch die Problematik Läuferwäsche trocknen dazu. Aber auch da gibt es Abhilfe, siehe hier.
27. Juni - 4. Juli 2010 Was für ein Sportwochenende. Fußball-WM, Tour de France und Danielas Berg Ultra Verbier- St. Berard über 110 Km und 6904 Höhenmetern. Und die Zahl des Wochenendes ist die 4.

4:0 fegen die Deutschen Fußballer Argentinien aus dem Viertelfinale. Das Ergebnis und die Spielweise sensationel!

4. Platz für Lance Armstrong beim Zeitfahren zum Auftakt der Tour de France. Damit hat wohl niemand gerechnet (außer seine Ärzte...)

4. Frau beim Ultra Trail für Daniela. Wahnsinn!!!  Start 5 Uhr am Morgen, im Ziel 20 Stunden und 16 Minuten später um 1:16 Uhr in der Nacht. Was für eine grandiose  Leistung!!!

Eine sehr gut befreundete Läuferin, früher auf nationalem Spitzenniveau laufend, heute noch immer für Tagessiege und Podestplätze gut, meinte, sich nie an diesen Lauf zu wagen. Von mir ganz zu schweigen.

Als ich am Samstag Abend halb 11 ins Bett ging, hatte Daniela noch gut 22 Km mit 1300 Höhenmetern vor sich. Das alleine ist für viele eine Tagestour...

21.-27. Juni 2010 Kommendes Wochenende gilt das Interesse meiner Gemahlin, die zum Ultratrail Verbier Saint-Bernard startet. Ohne Übertreibung eine der härtesten Rennen für Läufer. Über die Distanz von 110 Km sind 6900 Höhenmeter zu bewältigen. Höchster Punkt der Saint Bernard auf 2469 Meter über Meer. In solchen Höhenlagen sind Parkwege eher selten, was die Sache nicht einfacher macht. Nicht umsonst der Name Trail. Eine besondere Herausforderung, bei der die Läufer keine Konkurrenten sind. Jeder, der dort ins Ziel kommt, kann sich als Sieger fühlen. Start ist am Samstag, 3. Juli um 5 Uhr am Morgen. Zeitlimit 32 Stunden.
13.-20. Juni 2010 Der Start in Biel war ein Wagnis. Bei der 2. Teilstrecke in Kirchberg rausgegangen zu sein bedeutet für mich nicht, dass die gescheitert ist. Freilich wollte ich die 100 Km voll machen. Mein Fuß hat sich jedoch relativ schnell bemerkbar gemacht. Wenn ich irgendwie ins Ziel gekommen wäre, hätte das sicherlich eine wochenlange Zwangspause nach sich gezogen.

Nun war es doch der letzte Start vor dem Eisstadion. Das nächste Jahr wird es umgebaut und der Start wird in der Stadt sein. Das wird mein 10. Versuch über die 100 Km und ich hoffe zum 7. Mal die Hundert voll zu machen.

31Mai.- 100 Km?   2010 Ich rede hier nicht von Vernunft.

Der letzte Satz im Wochenbericht 9.-16. Mai war ursprünglich aus Leichtsinn geschrieben. Ein Start zum Bieler Hunderter? Vieles spricht dagegen.

Was bleibt ist die Faszination Biel. Die unruhigen Tage vorher, die Nervosität, die Anspannung vor dieser nach wie vor einzigartigen Herausforderung. Hundert Kilometer laufen.

Früher dachte ich, dies wäre ein Staffellauf. Als ich dann las, dass dies ein Laufwettbewerb ist, an dem mehrere Tausend Läufer und Wanderer mittlerweile seit über 50 Jahren starten, stellte ich mir das Starterfeld vor. Hohlwangige Rauschebärte. Keine Frauen. Und wenn Frauen, dann sind sie bestimmt keine. Höchstens körnerspuckende, abgemagerte Emanzen.

Bei so einer Spinner-Veranstaltung muss ich dabei sein. Meinen ersten Marathon bin ich in Biel gelaufen. Inkognito sozusagen, als Kurzstreckler bei den Ultras. Dann noch so einen, knapp unter  3 Stunden. Am 11. Juni 1999, zum ersten Mal die 100Km in 8:21. Damals ohne Begleitung. Es sind dann noch einige dazu gekommen, bei denen mich mein Kollege Jürg begleitet hat. Es stellte sich zudem heraus, dass die Teilnehmer gar nicht so extrem sind. Zumindest nicht optisch...

Nun stehe ich, wenn nichts passiert, am 11. Juni 2010 wieder am Start und versuche mich an der Herausforderung Biel. Ohne Zeitvorgabe, mit viel guter Musik auf den Ohren und, erstmals seit vielen Jahren, ohne Betreuer.

Übrigens hat mich dieser Song, gehört am Ende eines gelungenen Trainings, dazu bewogen zu starten: "Uns bleibt die Nacht".

25.-30.  Mai 2010 Nachdem der Fersensporn Ruhe gibt, kann ich nun probieren, wieder etwas die Intensität zu erhöhen. Die Grundschnelligkeit, nach dem langen Winter und Verletzung ist zu ziemlich dahin. So habe ich vergangene Woche, nach dem kurzen Wettkampf am Pfingst Montag, gleich 2 Intervalltraining eingefügt. Mal sehen, ob da noch was rauskommt. 

Dazu kommt noch Danielas Training für den Verbier Ultratrail (110KM), von dessen langen Läufen ich an den Wochenenden nicht verschont werde. Vor allem die Höhenzüge des nahen Juras belaufen wir häufig. Die gibt es durchaus Steigungen, die auch der geübte Läufer nur im Wanderschritt bewältigt. Und weit genug ist es auch. Schließlich muss, von uns aus, erst die Aare überquert werden.

17.-24. Mai 2010 Start beim Niederbipper Geländelauf. Die gute Nachricht ist, dass die Ferse deutlich besser ist und die Belastung verträgt. Hingegen ist die Zeit, bei warmen Wetters, ziemlich lausig. Zu meiner Ehrenrettung sei aber erwähnt, dass dem Wettkampf 2 lange Training vorausgegangen sind, nach denen man keine Wunder erwarten kann. Samstag ein längerer Lauf mit reichlich Höhenmetern ( http://connect.garmin.com/activity/34160794 ) und Sonntag eine Runde mit dem Rad (http://connect.garmin.com/activity/34219877).
9.-16. Mai 2010 Eigentlich wollten wir am Auffahrt Feiertag die Strecke des alten Burgdorfer 50 Km Laufes. Wegen des schlechten Wetters haben wir das Programm umgestellt und sind, statt im Emmental, durch den Jura gelaufen. Die Strecke zur Schafmatt, Saalhöhe und Benkerjoch war schön aber anspruchsvoll. Die gute Nachricht, meinem Fuß geht es auch nach so einer langen Belastung immer besser.

Wird Zeit wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Muss aufpassen nicht der Unvernunft zu unterliegen, am 11. Juni nicht zu nachtschlafender Zeit an einer Startlinie zu stehen...

3.-9. Mai 2010 Die Woche haben wir in der Südtürkei verbracht. Rein wettertechnisch eine gute Entscheidung. Zum Laufen ist das nicht unbedingt das beste Gebiet. Das nahe Taurus Gebirge sieht verlockend aus. Doch es gibt praktisch keinerlei Wege. Habe täglich in Satellitenbildern der Region gestöbert. Was dort als Wege aussah, offenbarte sich als unbegehbare, ausgetrocknete Flußbetten. So blieb zum Laufen der Highway und die Promenadenstraße, war nicht als Läuferhighlight zu bezeichnen ist..

Was wir dabei von der Türkei gesehen haben, macht das Land einen sehr sauberen und geordneten Eindruck. Natürlich haben diese Touristenhochburgen rund um Antalya nichts mehr mit dem ursprünglichen Leben zu tun. Das trifft aber auf ziemlich alle Touristenregionen zu. Auffallend auch die angenehme Freundlichkeit der Türken. Das ist bemerkenswert, denn auch nicht überall auf der Welt selbstverständlich. Ein weiterer Höhepunkt war ein Besuch beim Frisör. Neben den typischen Werkzeugen Schere und Haarschneider wurde mit Feuer und Wachs mein Haupthaar und die Randregionen getrimmt.

26.April- 2. Mai 2010 Das sieht nach Fersensporn und Laufpause momentan aus. Glücklicherweise hat sich nun prächtiges Frühlingswetter eingestellt, so das ich meine sportlichen Aktivitäten auf dem Rad absolvieren kann. Das erweitert den Aktionsradius gegenüber dem Laufen erheblich. Da ist es gut wenn man auf alternative Sportarten ausweichen kann. Nur so kann ich mein Gewicht knapp unter schlachtreif halten.

Zum Video des Weinstraßen Marathon- Möglich, dass dies mancherorts gesperrt oder lautlos geschaltet ist. Grund dafür sind Urherberrechtsfragen. Habe ein Musikstück verwendet, für das Sony Music Entertainment die Rechte besitzt. Da ich im Abspann den Künstler benannt habe, kann das automatisch ausgefiltert werden. Das ist zumeist nicht im Sinne der Musiker, die solcher Art Werbung eher positiv gegenüber stehen. Wie auch immer, das Original Video mit Musik kann bei mit per DVD oder Download bestellt werden.

19.-25April 2010 War ein erfolgreicher Ausflug zum Marathon Deutsche Weinstraße. Alterklassensiege (Jacqueline Keller W45 und Trudi Marti W65), dazu TopTen für Jacqueline.

Muss zugeben, hatte eigentlich gehofft als 1. von unserer Gruppe über die Marathon Distanz zu laufen. Zeitig stellten sich aber Beschwerden an der Fersenunterseite ein. Die sind beim Laufen nicht so angenehm. Ob ich ohne diesen Handicap 10 Minuten schneller gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt.

Schön, dass wir einmal mehr alle Läufer unserer Gruppe ins Ziel "gebracht haben". Alles Weitere zur Reise und zum Lauf hier.

12.- 18.April 2010 Die vorletzte Woche vor dem Marathon sind es schon ein paar Kilometer weniger als "normal". Dafür der eine oder andere Temporeiz im Marathon Tempo.

Die Teilnehmer an unserem Marathontraining, die gestern beim Zürich Marathon unterwegs waren, sind überaus erfolgreich gewesen. Persönliche Rekorde sind nur so gepurzelt. Daniela ist schon am überlegen, ob sie sich Musik von Hansi Hinterseer beim Weinstraßen Marathon auf den MP3-Player laden soll. Wenn`s hilft.

29.  März-11 April 2010 Zwei Woche vor dem die letzte Chance zu einem Trainingsreiz. Das lag in unserem Fall zu Ostern und in Bayern. Neben den dort typischen hefe-haltigen Ist-Drinks, als Kraftspender, habe wir einige Asphalt-Kilometer in Weinstraßen ähnlichem Hügeln geübt. Wenn das keine optimale Vorbereitung ist?
15.-28.  März 2010 Nun ist doch noch Frühling geworden. Nach den ersten warmen Sonnenstrahlen sind fahren die Cabrios oben ohne. Man muss beim Laufen aufpassen, nicht auf dem Frosch Aas auszurutschen, welches die Wege übersäht . Wenn ich die Ranglisten der Frühlingsläufe sehe, sind unsere Weinstrassen Reisenden gut in Form. Wenn ich die Ergebnisse richtig interpretiere, wird Jacqueline als schnellste die erste Runde spendieren müssen? Oder doch jemand, der sich noch zurück hält?

Bei unserem Lauffreund Martin ist beim Bienwald Marathon in Kandel schon der Knüppel aus dem Sack gekommen. Spielte er bei unserem gemeinsamen Training zum Jahreswechsel noch den sterbenden Schwan, lief er unlängst bei dem Marathonklassiker sagenhafte 2:42, fast ohne Training.  Erstaunlich, was so eine gelbe Brille ausmacht, wenn man durch den grauen Bienwald läuft.  Glückwunsch!

8.-14.  März 2010 Mit Frühling hatte unser 7. Entfeldener Marathon Training nichts zu tun. Teilweise schneebedeckte, eisige Wege traf die Schar Läufer vor, die unserem Ruf folgte, ein langes Training durch den schönsten Teil des Aargaus zu unternehmen. Bin erstaunt gewesen, über das allgemein hohe Niveau der Teilnehmer. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Winter alles Andere als lauffreundlich war. Jedenfalls hatte ich beim entscheidenden Aufstieg von Kulm nicht die Spur einer Chance mit den Schnellsten mitzuhalten. Das mag sicher auch an den diversen Zwischenspurts gelegen haben, die ich für Fotoaufnahmen einlegen musste.
1.-7. März 2010 In der Vorwoche habe ich noch über die hohe Startgebühr für die 11 Kilometer Reusslauf gemault. Zu den 40 Franken kamen bei mir noch die Gebühr bei der Online Anmeldung dazu. Das sind knapp 4 Franken pro gelaufenen Kilometer. Und keiner von denen war ein Vergnügen. Wenn man den Vergleich mit anderen Läufen nimmt, ist das knapp unter der Wuchergrenze. Nur zum Vergleich. Beim Swiss Alpine Marathon zahlt man für den K78 ca. 150 Franken. Hört sich auch viel an. Wenn man aber sieht, dass dabei das Zugbillet sowie regionale Bergbahnen inbegriffen sind und die Verpflegung teilweise in hochalpines Gelände transportiert werden muss, relativiert sich der Preis.

Aber die Teilnehmerzahlen beim Reusslauf, mit weit über 3271 Läufern, zeigen, dass man auch in Zeiten einer Wirtschaftskrise bereit ist, für sein Hobby so viel Geld zu investieren, zumal die Organisation wirklich perfekt war. Mich hat es ja auch nicht in den finanziellen Ruin getrieben. Und dennoch scheint es so was wie Gerechtigkeit im Läufer -Leben zu geben.

Bei meiner Joggingrunde am Montag Morgen fand ich auf dem Boden ein 20 Franken Schein. Da weit und breit niemand zu sehen war ist er in meinen Besitz über gegangen. Mit diesem Startkapital sollte der Reusslauf auch im nächsten Jahr für mich erschwinglich sein.

22.-28. Februar 2010 Traditioneller Saisonstart beim Bremgarter Reusslauf verlief noch etwas harzig. Ungewohntes Tempo nach einem langen Winter. Dabei entferne ich mich immer mehr vom 4er Schnitt. Zumindest hat es noch zu einer Platzierung im ersten Drittel gereicht.

Über 3000 Starter zog es nach Bremgarten, wo bei vorfrühlingshaften Temperaturen ideale Laufbedingungen waren. Vom Startgeld her ist der Lauf an der Reuss eine Premiumveranstaltung. Für die 40 Franken bekommt man aber auch eine perfekte Organisation geboten, bis hin zum Wetter.

15.-21. Februar 2010

Nun hat es zum Wochenende doch noch zu ein paar Sonnenstrahlen und erträglicheren Temperaturen gelangt, so dass ich wenigstens auf Handschuhe und Wollmütze verzichten konnte. Man ist diesen Winter schon mit wenig zufrieden. Dafür war es letzte Woche noch mal richtig kalt. Nach einer Nacht, mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich, sah ich morgens eine Walkerin mit Trinkflasche. Habe noch nie gehört, dass ein Walker verdurstet ist. Schon gar nicht bei Frost. Die gute Stunde, die sie unterwegs sind, brauchen sie keinerlei Nahrungszufuhr. Bei längerem Marsch würde das Zuckerwasser ohnehin einfrieren. Es sei denn, man würde ein alkoholisches Frostschutzmittel einsetzen. Das wiederum wäre dem Sinn der Körperertüchtigung abträglich.

1.-14. Februar 2010

Dieser Winter ist alles Andere als läuferfreundlich. Schnee, Kälte, Glätte, dann wieder Tauwetter, gefolgt von Temperaturen um den Gefrierpunkt, machen die Wege im Wald praktisch unpassierbar. Ein kurzes Endstück meiner heutigen Runde über eisige Wege lies meine Duchschnittspace dramatisch abstürzen. Neuer Schnee ist vorhergesagt. Die „Gute Vorsätze Läufer“, die man am Anfang jedes neuen Jahres trifft, sind längst nicht mehr aktiv. Hoffe, dass die Wege beim Reusslauf in 2 Wochen begehbar sind und wir bei unserem Marathon Training schon etwas Frühling schnuppern können.

Wo ist eigentlich die Klima-Katastrophe?

25.-31. Januar 2010 Der Trail Verbier St-Bernard über 110 Km mit 6900 Höhenmetern ist Danielas Jahresziel. Einmal mehr eine ultimativer Herausforderung.

Vorher steht noch der Weinstraßen Marathon auf dem Programm, den wir als Reise für Freunde und Bekannte wieder organisieren dürfen. Waren erfreut über die positive Resonanz. Die Reise war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Nicht verschweigen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass nur ein Teil der Gruppe den Marathon, oder auch nur den Halben  läuft.. Viele kommen wegen der Landschaft oder dem Wein?  Wie auch immer. Wir freuen und auf die Weinstraße.

Außer dem Marathon in der Pfalz ist meine Jahresplanung bislang überschaubar. Vielleicht mal wieder den Jungfrau Marathon, wenn wir eine Startnummer bekommen. Sicher ein paar kürzere Läufe spontan. Vielleicht kommt ein neuer, spannender Auslands- Marathon wieder in Frage. Den Stapeln an Reiseprospekten nach kommt da wieder etwas auf mich zu.

10.-24. Januar 2010

Bevor neue Ziele im laufenden Jahr definiert werden, ein Blick auf das vergangene.

Erst Anfang April bin ich mit dem Kreisgeländelau Reitnau in die Wettkampfsaison gestartet. Zeit und Platzierung geben keine genauen Aufschlüsse. Dafür war die Strecke neu und das Läuferfeld zu klein.

Als Training für den Rennsteig bin ich mit Daniela den Nordschwarzwald Marathon gelaufen. Leicht unterfordert, aber mit gutem Gefühl.

Der Rennsteiglauf  war wieder ein Reise Marathon, den wir für Freunde und Kollegen organisieren durften. Von der darin eingebetteten Stadtführung in Weimar meiner Schwester „Bärwel“, schwärmen noch immer viele Teilnehmende. Der Lauf selber brachte trotz zwischenzeitiger Krise eine verbesserte Endzeit.

Dachte, das würde auf eine gute Form schließen lassen und habe mich für den nur wenige Wochen später stattfindenden Bieler Hunderter angemeldet. Das hat sich als Fehler herausgestellt, auch wenn ich letztlich glücklich im Ziel gelandet bin.

Ach ja. Da war dann noch der Swiss Alpine. Wenn man schon alles falsch macht, dann richtig. Drei Ultras in so kurzer Zeit verkraftet man Mitte 40 nicht ohne weiteres. Zwar verletzungsfrei, aber mit durchweg lausigen Zeiten in der 2. Jahreshälfte. Fazit für das neue Jahr: weniger (ultralanges) ist mehr.

Daniela startete mit einem Sieg beim Kreisgeländelau Reitnau und setzte damit die Nusseck´schen Siegestradition bei diesem Lauf fort.

Es folgte der Nordschwarzwald Marathon. Daniela: 2. Frau und Alterklassensiegerin.

Beim Rennsteiglauf hat sie Hanspeter womöglich die Klassierung gerettet. Er hatte erst kurz vor dem Start bemerkt, dass er den Zeitnahme-Chip im Hotel zurückgelassen hat. Zu Zweit ins Ziel einlaufend war der Veranstalter großzügig und nahm ihn in die Rangliste auf.

Den Swiss Alpine ist sie mit mir gelaufen und ist ihrerseits unterfordert gewesen. In den Abstiegen sogar mit langen Wartezeiten. Im Hinterkopf hatte sie dabei natürlich den Trans Alpine, für den ein voll gelaufener K78 nicht förderlich ist. Bevor es zur Alpenüberquerung ging, lief sie noch einmal so einfach aufs Podest beim 8 Km Staufberglauf.

37:51 Stunden betrug die Endzeit beim Trans Alpine, der Alpenüberquerung in 8 Etappen über 240Km mit 13'800 Höhenmetern  von Oberstdorf (D) nach Latsch im Vinschgau (I). Den hat Daniela gemeinsam mit Brigitte Eggerling als 6. Frauenteam bei dieser ultimativen Herausforderung erreicht. Sicher eines ihrer Höhepunkte der gesamten Laufkariere.

Der Weimarer Stadtlauf, als Nachfolger des alterwürdigen Buchenwaldlaufes, nach dem Rennsteiglauf die zweitgrößte Laufveranstaltung im deutschen Bundesland Thüringen, belegte Daniela einmal mehr einen Podestplatz. Gesamt 2. Frau und Alterklassensiegerin waren nach dem Trans Alpine nicht zu erwarten.

Als Jahresausklang hatten wir den Marathon in der Hauptstadt Costa Ricas als Ferien Marathon ausgesucht. Immer ein Erlebnis in fernen Ländern an so einem Lauf teilnehmen zu können.

 

4.-10. Januar 2010 Im Normalfall hätte ich am Silvesternachmittag nochmals meine Laufschuhe schnüren müssen. Läppische 4 Kilometer fehlten mir noch an 5500 gelaufenen Jahreskilometern. Meine Erkältung hat mich davor bewart.

Anderseits sind die aktuellen Aufzeichnungen, gestützt auf GPS-Messung, sicherlich genauer als die tendenziell zu großzügig aufgerundeten Laufstrecken früher Jahre. In diesem Zusammenhang habe ich mal nachgeschlagen, wie viel Laufkilometer sein meinen Aufzeichnungen im Jahre 1998 zusammen gekommen sind. Bis Ende vergangenen Jahres: 61755 Km! Habe ich selber gestaunt. Das sind bereits über 1 1/2 Mal um die Welt. Zur Erinnerung, der Äquator misst 40.075,016686 km. Mit dieser Genauigkeit kann ich leider nicht dienen.

Ein Blick auf meine Musikseite  zeigt, dass ich über die Feiertage nicht tatenlos war und mich künstlerisch betätigt habe. Im integrierten Player sind 3 brandneue Stücke zu hören.

20.  Dezember 2009- 3. Januar 2010 Das war ein krasser Temperaturschock nach unserer Reise von Costa Rica in die Kälte in der Schweiz. Nach Weihnachten kam dann die fast unausweichliche Erkältung dazu, was den Silvesterlauf ausschloss und den läuferischen Elan bremste.

Wir freuen uns, dass die von uns organisierte Reise zum Marathon Deutsche Weinstraße schon  Monate vorher ausgebucht  ist. Viele Wiederholungstäter und ein paar neue Gesichter  fahren mit uns zum Erlebnislauf in der Pfalz. Wir freuen uns darauf!

14.-20.  Dezember 2009 Unsere Reise durch Costa Rica zusammengefasst in diesem Bildbericht.
7.-13.  Dezember 2009 Ein Bericht unseres Costa Rica Marathon in San Jose` ist in Arbeit. Ein optischer Vorgeschmack in Form sehr bewegter Bilder.
22. November- 6. Dezember 2009 Bei dem derzeitigen Wetter in Mitteleuropa kann man sich sicher schlecht vorstellen, dass man die Laufklamotten gar nicht mehr trocken bekommt, weil es so schwühl-heiss ist, wie bei unserem derzeitigen Aufenthalt in Costa Rica. Da sind Innovationen gefragt, wie auf dem Video zu sehen ist.
16.-22. November 2009

Es naht der letzte Höhepunkt des Jahres in Form eines Reisemarathon. Gern ziehen wir den internationalen Marathonkalender zu Rate, wenn es darum geht eine Reise kurz vor dem drohenden Winter zu planen. Costa Rica soll es dieses Mal sein.  In San Jose, der Hauptstadt, findet Anfang Dezember ein Marathon statt. Wer unter solchen klimatischen Verhältnissen schon mal gelaufen ist, kann sich vorstellen, dass Zeiten und Platzierungen nebensächlich sind. Es geht uns in erster Linie um das Erlebnis und einen gelungenen Jahresabschluss eines spannenden Laufjahres.

9.-15. November 2009 Dem aufmerksamen Leser dieser Webseite wird möglicherweise aufgefallen sein, dass ursprünglich unsere Teilnahme am Augusta Raurica Lauf am vergangenen Sonntag geplant war. Daraus ist nichts geworden. Daniela kränkelte am Vortag mit leichtem Fieber. Am Morgen des Wettkampfes dann erhöhter Ruhepuls. War für mich als Hobbydoktor nicht eindeutig rauszufinden, ob der schnellere Herzschlag die Vorfreude auf die schaumbildende Maßnahme, oder wirklich das Anzeichen einer Erkältung war. Im Zweifel für den Angeklagten hiess, auf den Lauf zu verzichten. Beim alternativ durchgeführten ausgiebigen Trainingslauf waren wir dann aber doch 10 sec/km schneller als gewohnt...
26. Oktober-8.November 2009 Am vergangenen Samstag waren wir Zaungäste beim Suhrentaler OL, der in Oberentfelden ausgetragen wurde. Unser Lauffreund, Kurt Wiederkehr, hat den Lauf mit organisiert und uns darauf aufmerksam gemacht. In Überschätzung unserer Fähigkeiten hatten wir sogar an eine Teilnahme gedacht. Zum Glück war ich am Samstag unpässlich, so dass außerplanmäßige sportliche Aktivitäten ausgeschlossen waren. Doch auch bei intakter Fitness, ist der Orientierungslauf für mich  nicht die geeignete Sportart.

Zu dieser Erkenntnis bin ich gekommen, nachdem ein Seniorenläufer sich die Mühe gab, nach seinem erfolgreichen Lauf, uns den OL ausführlich  zu erklären. Und der ist komplizierter als es scheinen mag. Vor allem, wenn man, wie ich, eine schlechte Orientierung hat und sich im Gelände sich nur mühsam fortbewegen kann.

Das Waldstück, in dem der Wettkampf stattfand ist mein Trainingsgebiet seit ca. 12 Jahren. Man sollte denken, das ich dort jeden Strauch  kenne. Nach einem Blick auf die Streckenkarte, die dem Orientierungsläufer kurz nach dem Start ausgehändigt wird, ist bei mir nichts mehr mit Orientierung. Bei so viel Details hätte ich mich schon nach wenigen Metern hoffnungslos verlaufen. Hundestaffeln und Helikopter hätten mich bergen müssen, hätte ich mich der Karte anvertraut. Von gefundenen Posten will ich gar nicht reden.

So war der Nachmittag in so fern Leerreich, dass Orientierungslauf eine hochkomplexe, interessante Sportart ist, wenn man einen Hauch von Talent dafür hat. (Siehe dazu auch den Eintrag der Vorwoche)

 

19.-25. Oktober 2009 Auch nach über 12 Jahren Lauferei in der Näheren Umgebung von Entfelden, ist man vor Überraschungen und neuen Wegen nicht sicher. So wollten wir am Samstag Morgen im Waldstück zwischen Gränichen und Hunzenschwil auf dem schönen Höhenzug Richtung Liebegg laufen. Im nebligen Herbstwald haben wir dann aber doch die Orientierung verloren und mussten feststellen, dass wir im Kreis gelaufen sind, was später die Aufzeichnung meiner Uhr eindrucksvoll bestätigte. Zum Glück trafen wir noch einen älteren Herrn, der uns wieder die Richtung wies. So ist die Samstagsrunde etwas länger geraten, als ursprünglich geplant.
12.-18. Oktober 2009 Die uns selber gesetzten Qualifikationszeiten für den Luzern Marathon haben wir verfehlt. Auch wenn den Zeiten noch die längere Strecke ( über 500 Meter= gut 2 Minuten) einrechnen kann, wäre ein voller Marathon zu viel des Guten. Ob wir uns den Trubel antun wollen, eventuell nur den Halben laufen entscheidet sich kurzfristig. Nach vielen langen und ultralangen Läufen wäre es unvernünftig, noch mal über die volle Distanz zu gehen. Schließlich haben wir noch mit dem Marathon  San Jose (Costa Rica) einen Marathon bei ungewohnten klimatischen Bedingungen geplant.
28. September- 11. Oktober 2009 War dieses Jahr viel an langen Läufen bei mir. Und dazu stehe ich in der Startliste zum Luzern Marathon am 25. Oktober. Ob ein Start erfolgt, entscheidet sich am Samstag beim Weimarer Stadtlauf über die Halbmarathon Strecke. Sollten Zeit und Gefühl nicht stimmen, würde ein Marathon 2 Wochen später wenig Sinn machen. Das gleiche gilt für Daniela, deren Alpenüberquerung subjektiv verkraftet scheint, sich aber auch beim letzten Stadtlauf in der Goethe- und Schiller Stadt, vor einem Jahr, gezeigt hatte, dass die Frische und Spritzigkeit fehlte. Auch wenn seinerzeit eine blendende Platzierung herauskam.
20.-27. September 2009 Das von uns organisierte und durchgeführte Entfeldener Marathon-Training war wieder eine gelungene Sache. Alle Beteiligten waren zufrieden mit unserer neuen Strecke. Neben einigen Stammgästen, konnten wir uns auch über neue Gesichte, teils weitgereiste, freuen. Wer das Video auf YouTube bis zum Schluss sieht, kann dort auch das Höhenprofil erkennen. Das eine so große Gruppe diese anspruchsvolle Strecke unter einem 6-er Schnitt gelaufen ist, spricht für das hohe Niveau der Läufer. Wir freuen uns jetzt schon auf den März 2010, wenn wir zum 7. Entfeldener Marathon-Training einladen dürfen.

PS.: Soeben wurde mir zugespielt, dass Jacqueline Keller einen Tag nach dem anspruchsvollen 30-er am folgenden Tag den 2. Platz beim Waldlauf in Kaisten belegte! War wohl unterfordert? Glückwunsch!

14.-20.  September  2009 Aus gegebenem Anlass ein Gastkommentar. Danielas Eindrücke vom Transalpine:

Eine geniale Woche liegt hinter uns. Hoch und Tiefs gehörten dazu. Jeder neue Tag begann wieder bei null. Gemeinsam ankommen, wie auch immer. Das war unser Ziel.

Die wunderbare Landschaft trotz der Strapazen geniessen. Die richtigen, motivierenden Worte zum Partner- im richtigen Moment. Transalpine, eine Woche voller Emotionen. Erlebnisse und Eindrücke, die schwer in Worte zu fassen sind. Solch ein Erlebnis kann man nicht kaufen. Das muss man sich erarbeiten.

Ein Dankeschön an Brigitte, meiner Partnerin auf den 8 Etappen. Es war toll. Steinböcke gehören in die Berge. Habe in dieser Transalpine Woche gelernt, dass bei diesem Etappenrennen die menschliche Harmonie wichtiger ist, als eine Platzierung nach der Papierform

Genial, was Marco wieder geleistet hat. Die Reise organisiert. Das ist leichter gesagt, als getan. Auf den Etappen noch Zeit, die Alpinerunner  Homepage mit neuen Bildern und Ergebnissen zu aktualisieren. Und nebenbei noch selber ein super Rennen zu laufen. Danke für Alles.

Für Alle, die dabei waren, ein unvergessliches Erlebnis.

Freue mich auf ein Wiedersehen.   

Daniela Nusseck

7.-13. September  2009

Bilder sagen gelegentlich mehr als Worte.

Eigentlich habe ich vor 2 Jahren auch mal mit der Teilnahme am Trans Alpin geliebäugelt. Nach erfolgreichen Jungfrau Marathon, Swiss Alpine (K78), jeweils deutlich in der ersten Hälfte den Feldes klassiert, dachte ich, irgendwie  auch bei diesem Etappenlauf durch zu kommen.

Was mir im Nachhinein auffällt, ist die Beharrlichkeit, mit der meine Gemahlin  versuchte, mir das auszureden. Bis ich nun dieser Tage eine Erklärung dafür fand. In Form dieses Bildes.

So einfach ist das. Die Damen wollen einfach ihre Ruhe haben, wenn sie sich, nach vollbrachtem Berggang, einen hinter die Binde kippen. Es wird getrunken beim Trans Alpine. Und das mit einem auch mir bevorzugtem Kohlenhydrat Spender. Weizenbier! Man sieht , wie    Brigitte und Daniela grossflaschig das  feine Nass in sich hinein kippen, zu einer Tageszeit, wo nur die Hartgesottenen zur Flasche greifen.

Na dann Prost.

Jetzt weiß ich, warum ich nicht mit durfte.

 

31. August- 6. September  2009 Am Samstag ist Daniela erfolgreich zum Transalpine Run gestartet. Die Alpenüberquerung in 8 Etappen,  240Km,   13'800 hm 
von Oberstdorf (D) nach Latsch im Vinschgau (I).

Am Freitag Morgen ergab sich ein spontaner Arztbesuch, nachdem ihr Ohr entzündet war und schmerzte. Der Doktor gab ihr Medikamente und grünes Licht für den Lauf.

Ich habe mir am Samstag den Zurzacher Quellenlauf gegönnt. Die Erkenntnis daraus: Mit meiner Grundschnelligkeit geht es langsamer vorwärts, als erhofft.. Aber, ich arbeite daran.
 

24.-30. August  2009

Wegen des Wetters hätten wir nicht in den Süden fliegen müssen. In der Nähe von Faliraki auf der griechischen Insel Rhodos verbrachten wir die vergangene Woche. Der Nordteil der Insel ist ziemlich verbaut mit Hotelburgen, die in Zeiten von Weltwirtschaftskrise, drohender Schweinegrippe und Ramadan nur mäßig ausgebucht sind. Das ist für den Erholung Suchenden sicher eher von Vorteil.

Um mit ruhigem Gewissen beim Buffet zuschlagen zu können, sind wir dort auch gelaufen. Wegen der Hitze jedoch etwas kürzer und langsamer, aber dafür 2 x am Tag. Ist nicht das Laufparadies. Mit der Zeit sieht man aber, wo man abseits des Straßenverkehrs laufen kann und im Inselinneren sogar ein paar Höhenmeter machen kann. Erholsame Tage in einer Urlaubswoche, an die wir uns in 10 Jahren sicher kaum erinnern werden.

17.-23. August  2009 Der heißeste Tag des Jahres am Donnerstag dieser Woche. Da sieht man keinen Jogger im Wald.

Da sitze ich im abgedunkelten Zimmer, Schweiß treibt Schweiß. Bei den bösen Geistern des Internet entdecke ich die neue CD von Mark Knopfler, "Get Lucky", zum Download. Drei Wochen vor dem offiziellem Erscheinungsdatum. Da komme ich nicht umhin, meinen portablen Musikplayer mit dem Raubgut zu bestücken und joggen zu gehen. Das brachte mir bei tropischen Temperaturen eine willkommene Abkühlung in Form einiger kurzzeitig kalter Schauer des Rückens herunter, von der Genialität des gehörten.

Nur damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich kaufe mir selbstverständlich die originale CD am Tag der Veröffentlichung, damit sich der Meister auch weiterhin seine Angelhaken leisten kann.

10..-16 August  2009 Am Sonntag sind wir zum Staufberglauf gewesen. Das bedeutet aber nicht, die Höhenmeter auf den Berg zu erklimmen, sondern 4 mal um den Berg zu laufen. Das ergeben 8 Kilometer. Bei den angetroffenen hochsommerlichen Temperaturen eine echte Herausforderung. Aufgrung der Bedingungen bemesse ich meiner bescheidenen Zeit keine Bedeutung zu. Hingegen ist Daniela, nicht lang hinter mir ins Ziel kommend, aufs Podest in ihrer Alterklasse gelaufen.

Diese Läufe haben vor allem die Aufgabe, die abhanden gekommene Grundschnelligkeit wieder etwas zu schulen. Ungeachtet dessen ein kleiner, angenehmer, gut organisierter Lauf.

3.9. August  2009 Die drei Ultras müssen aus den Beinen raus. Das ist leichter geschrieben als getan. Kann sein, dass ich den Rest des Jahres daran kauen werde. Das geht sicher nur über weniger Trainingskilometer. Bei kürzeren Wettkämpfe drohen, bei angeschlagener Substanz, Verletzungen, wie vergangenes Jahr. Mal sehen, wie es weiter läuft.

Der Marathon in Luzern, Ende Oktober, ist eine Option, allerdings nur, wenn ich bis dahin frischer bin. Für Daniela wird er wohl zu viel. Sie ist für die Alpenüberquerung TransAlpine gemeldet.

27.-2. August Juli 2009 Nach dem Rennsteig, dem Bieler Hunderter der dritte Ultra in 3 Monaten. Ich fühlte mich körperlich und mental nicht frisch für eine neue Herausforderung in diesem Umfang.

Zum Aufstehen am Wettkampftag Kopfschmerzen. Was will man mehr? Die ersten Kilometer durch Davos spürte ich schon, dass wird nicht mein Tag.

Daniela wollte mit mir laufen. Bis zur Keschhütte, dem höchstem Punkt auf über 2600 Metern über Meer, war ich ein ebenbürtiger Partner. Der Panoramatrail und der Abstieg vom Scaletta-Pass nach Dürboden sind nun mal nicht mein Terrain. Dort verliere ich sicher eine dreiviertel Stunde auf einen guten Bergläufer, wie es Daniela ist. So hat sie eine Platzierung unter den ersten 15 Frauen gegen einen Zieleinlauf mit mir eingetauscht.

Fazit: Die Häufung solcher Extremläufe ist nicht zur Nachahmung empfohlen...

20.-26. Juli 2009

Die letzten Zehennägel haben sich noch nicht nach dem Hunderter erholt, schon stehe ich wieder mit einer Startnummer an einem blublasenträchtigen Ultralauf. Swiss Alpine.

Es gibt viele Läufer, die sagen, sie laufen den Swiss Alpine. Nur die Minderheit läuft ihn wirklich. Denn durch eine Vielzahl Unterwettbewerben, vom Halbmarathon, den ich bei seiner ersten Austragung verletzungsbedingt bestritten habe, einem 30 Km Lauf und noch 2 verschiedene Marathon Läufe, ist die Zahl der Teilnehmer schon beeindruckend. Aber eben, der Swiss Alpine geht über 78 Km im teilweise hochalpinem Gelände. Und nur das ist der Swiss Alpine.

Wer mich  jemals in den Bergen bewegend gesehen hat, wird  mit Recht  ausschließen, dass ich einer solchen Herausforderung gewachsen bin. Der Meinung schließe ich mich an. Nur bin ich schon mehrmals dort gefinisht. Das alleine gibt mir die Zuversicht, es noch mal zu probieren, wissend, dass das nicht mein Wettbewerb ist und ich ihn dort nicht als solchen sehe.

 Hoffe, die „Telegraph Road“ kommt früher als in Biel.

 

13.-19. Juli 2009

Man kennt mich als guten Biertrinker. Nach längeren Läufen rechne ich nicht selten die verbrannten Kalorien direkt in Bier um, welches ich vom Energiestoffwechsel zu Gute habe um nicht in ein Defizit beim Brennstoff zu geraten. Nun ist aber auch endlich belegt, dass ich erheblich schwitze. In einem internationalen Wettbewerb, wo das nasseste Läuferfoto gesucht wurde, belegte ich mit Platz 8 eine bemerkenswerte Top Ten Platzierung und die Legitimation für ein weiteres Weizen.

29.Juni- 12. Juli 2009 Das Fazit der vergangenen Woche: Arroganz ist positiv. Louis van Gaal, der neue Trainer von Bayern München hat diese Charaktereigenschaft von sich, unter anderen, als eigene Tugend bezeichnet, mit denen er den Deutschen Fußball Rekordmeister wieder zu alten Erfolgen führen will.

Was schließt der ambitionierte Hobbysportler aus diesen Aussagen? Sollte ich nicht mehr die Walker im Wald grüßen, um auch arrogant zu wirken? Mal sehen, ob ich so wieder unter 3 Stunden beim Marathon komme. Der Herbst bietet da noch Gelegenheit.

Da soll nach dem Swiss Alpine, Ende Juli, etwas mehr auf kürzere Läufe gesetzt werden. Mitte Oktober dann der Halbmarathon in Weimar und 2 Wochen später in Luzern der Marathon. Den innerhalb unseres Urlaubes geplanten Marathon in Costa Rica soll dann als "Genussmarathon" angesehen werden.

22.-28. Juni 2009 Der Hunderter ist gerade verdaut, werde ich schon wieder in die Berge getrieben. Der Schwarzsee, oder besser gesagt, die umliegenden voralpinen Wege waren das vergangene Wochenende unser Ziel. Ein paar Bilder habe ich als Video auf YouTube gestellt.
15.-21. Juni 2009 "Ich bin seit dem Einlauf am letzen Samstag um 9.20 Uhr immer noch "hoch endorphin". Das schrieb Hardy eine Woche nach dem Hunderter ins Gästebuch des Laufes. Dieses lang anhaltende Glücksgefühl hilft über die Schmerzen in den ersten Tagen. Das sind möglicherweise Gemütszustände, die einem "normalen" Menschen vorenthalten bleiben. Leider aber auch nicht unendlich wiederholbar.

Im Nachhinein war es sicher zu viel, 4 Wochen nach dem Rennsteig, in Biel zu starten. Anderseits, sind aus unserer Reisegruppe Markus, Hanspeter und Richard erfolgreich über die 100 Km gekommen. Richard meinte sogar, dass ihm die 72 Km in Thüringen das nötige Stehvermögen gegeben haben.

Bei Daniela war es eine andere "Baustelle", dass sie verletzungsbedingt raus musste. Es wird sich zeigen, ob sie das Kapitel Biel so abschließen will.  

8.-14. Juni 2009 100 Km Biel siehe hier.
1.-7. Juni 2009

Dieses Frühjahr haben wir mit einigen wenigen Radausfahrten das Lauftraining alternativ ergänzt. Wir fahren zwar mit dem Rad zur Arbeit und erledigen auch sonst kürzere Wege mit dem Velo. Aber mehrstündige Fahrten auf dem Drahtesel sind doch etwas Anderes.

Radfahren sei gesünder als Laufen, predigen die ambitionierten Gümmeler. Nach wenigen Kilometern schmerzen mir die Hände. Die Pein zieht sich über die Oberarme zur Schulter, bevor der krumme Rücken sich bemerkbar macht. Auch der Sitz eines Rennrades ist auf Dauer nicht komfortabel. Irgendwann brennen die Oberschenkel, die Knie schmerzen und die engen Ballettschuhe sind auch nicht wirklich bequem.

Einziger Vorteil ist der, im Vergleich zum Läufer, größere Aktionsradius.

Am vergangen Pfingstmontag sind wir auf einer entlegenen Straße an einer Kuhweide vorbei gefahren. Die Rinder waren gerade damit beschäftigt einen Fuchs zu vertreiben. Der hatte sich, in einem sicher geglaubten Versteck zu Ruhe gelegt. Diese wurde jähe unterbrochen, obwohl die Kühe auf dieser saftigen Frühlingswiese sich nicht um ihr Mahl sorgen musste und der Fuchs wohl auch kein ernst zu nehmender natürlicher Feind für die Huftiere ist.  Selten genug, einen Fuchs zur Mittagszeit zu sehen. Von einer Rinderherde gejagt zu werden wohl noch ungewöhnlicher.

 

25.31. Mai 2009 Rennsteiglauf und Hundert Kilometer Lauf hintereinander zu laufen ist ein Wagnis. Die Fachleute raten davon dringend ab. Vor 2 Jahren hat mich nach dem Rennsteig mein alter Bock von Fahrrad abgeworfen. In Folge dessen ging mein Schlüsselbein in Zwei. Da ich nicht Lance Armstrong heiße, war für mich erst mal Wettkampfpause. Jemand sagte, der Unfall hätte mich vor dem Hunderter bewart.

So habe ich dieses Jahr das Schicksal noch mal herausgefordert. Indem ich mit dem selben Rad die gleiche Strecke vor dem Hunderter abgefahren bin. Das Velo hat mich nicht abgeworfen! Das meine Schlussfolgerung, mich in Biel anzumelden, unvernünftig ist, steht außer Frage. Wunder kann ich keine erwarten und an meinen besseren Zeiten kann ich mich auch nicht mehr messen. Also duchkommen und die Nacht der Nächte genießen.

11.-24. Mai 2009 Der Rennsteiglauf war dieses Jahr ein echter Chross. Bin lange Zeit mit Kurt gelaufen. Dem kamen seine OL Erfahrungen auf der schweren Strecke zu Gute und konnte es noch bis zum Schluss durchziehen. Wenn wir nicht zu defensiv uns bei der Startaufstellung eingereiht hätten und somit viele langsame Läufer überholen mussten, wäre eine Zeit unter 7 Stunden möglich gewesen.

Für mich stellt sich nach dem Rennsteig die Frage: 100 km Biel ?

4.-10. Mai 2009

Am vergangenen Samstag das letzte lange Training vor dem Rennsteig. Dabei die Supermarathon Starter Jacqueline, Daniela, Hanspeter und ich, Halbmarathoni Jürg, sowie auf dem Rad begleitend, mein Bruder Michael. Wer in seinem Outfit nicht den neusten Trend vermutet, liegt richtig. Er hatte nicht damit gerechnet, bei seinem Besuch bei uns, sportliche Höchstleistungen verbringen zu müssen. So habe ich ihm funktionelle Kleidung leihweise überlassen.

Nicht der neuste Schrei, das gebe ich gerne zu. Da wir nicht die gleiche Konfektionsgröße haben, kann sowas auch  schon mal lustig aussehen. Nicht hingegen sein leichtfüßiger Aufstieg an einem der steilsten Erhebungen in der Schweiz, wo sogar Jacqueline das verborgene Potential des früheren talentierten und erfolgreichen Radfahrers wieder zu erkennen glaubte.

Mit diesem spontanen Outfit hatte er wenigstens mit den Halbschuhen die bessere Wahl als ich in der Vorwoche mit den nicht funktionierenden Klickpedalen.

 

26. April-3. Mai 2009

Die Woche nach einem Marathon macht es Sinn, nicht gleich wieder ins Lauftraining einzusteigen. Auch dann nicht, wenn der Wettkampf auf Reserve gelaufen wurde. Meine Gemahlin schlug vor, das  Rennrad mal wieder zu aktivieren, welches seit meiner Achillessehneoperation in verschieden Kellern herumstand. Die Reifengummis erneuert, schon ging es los.

 Habe in der Nacht zuvor schon von den Klickpedalen geträumt, aus denen man nur mit einer geübten seitlichen Bewegung wieder herauskommt. Dumm nur, das bei der zweiten Ausfahrt die seitliche Bewegung fast in den rechten Winkel reichte, ohne dass die Pedale meinen Fuß freigab. Freies Spiel,  ohne das ich vom Rad wegkam. Zumal ich nur rechts absteigen kann.

Nun gab es verschiedene Möglichkeiten aus dieser unkomfortablen Situation zu kommen. Naheliegen für mich, gleich zum nächstgelegenen Spital zu fahren, um mich dann vor der Notaufnahme einfach zur Seite fallen zu lassen. Das Röntgenbild würde mir schon einen schönen Sommer bescheren.

Wir wählten die 2. Variante. Daniela regelte den Verkehr so, dass ich auf allen Nichtvortrittsstraßen freie Fahrt hatte…

Zu Hause konnte ich mich aus der misslichen Situation befreien, in dem ich, seitlich fixiert, aus dem Schuh schlüpfte. Wie sich später herausstellte- die Schrauben aus der Schuhplatte hatten sich gelöst.

Wie auch immer,  aus mir wird kein Radfahrer mehr.     

 
13.-26. April 2009 Nach so einem Training einen Marathon? Wir sind den Nordschwarzwald Marathon gelaufen. Die Strecke sah in der Ankündigung gar nicht so schwer aus. Meine schlaue Uhr hatte dann doch  gut 750 Höhenmeter errechnet. Dafür sind 3:35 für Daniela eine sehr gute Zeit, auch wenn es möglicherweise bei besserer Renneinteilung, eine bessere Zeit möglich gewesen währe. Hingegen wollen wir in 4 Wochen den langen Rennsteig laufen, da ist es nicht verkehrt, noch ein paar Trümpfe im Ärmel zu lassen.

Wer es noch nicht gesehen hat, hier die Eindrücke von unserem Lauf als Video auf YouTube. Nordschwarzwald Marathon 2009

6.-12. April 2009 Das Traumwetter zu Ostern haben wir zu einem besonderen Training genutzt. Wir sind zusammen mit den (zukünftigen)Rennsteigläufern Hanspeter und Kurt auf der Orginalstrecke des 50 Km Laufes im Emmental gelaufen. Diesen Lauf gibt es sein ein paar Jahren leider nicht mehr. Die Strecke ist aber so schön, dass sich immer eine Reise dorthin lohnt. Allerdings ist die Runde auch sehr anspruchsvoll. Nicht nur wegen der Länge, auch das Höhenprofil hat es in sich. Auch jeden Fall ein schönes Training. Das Video  auf YouTube zu sehen.
29. März-5. April 2009 Den Reitnauer Kreisgeländelauf war der kürzeste Wettkampf, bei dem Daniela jemals gestartet ist. Das sie ihn souverän gewann lag nicht nur an der überschaubaren Konkurrenz. Der Kilometerschnitt auf der sehr anspruchsvollen Strecke deutet auf eine sehr gute Form hin.

Auch ich war genauso schnell, wie vor 2 Jahren, als der Lauf noch in Mooslerau, auf ähnlich schwerer Strecke, ausgetragen wurde. Erstaunlich, dass ich von einigen Läufern auf meinen Sieg von damals angesprochen wurde. Diese gut organisierte Veranstaltung hätte sicherlich ein paar mehr Teilnehmer verdient. Kommen sicherlich in einem Weinstraßen-Marathon-freien Jahr wieder. Hoffen dann auf geöffnete Duschen. Die Turnerschaft ist wohl nicht so reinlich? 

23.-29. März 2009 Möglicherweise war das eine gute Entscheidung, unser Marathon Training auf das Ende des Monat März zu legen. Am Anfang des Monats war noch tiefster Winter. Und selbst am vergangenen Samstag, als wir eine Teilstrecke abgelaufen sind, war auf der Höhe von über 600 Meter noch stellenweise Altschnee auf den Wegen.

Für unser 5. offizielles Marathontraining haben wir, neben dem langen Trainingslauf über 30 Kilometer,  am gleichen Tag auch eine leicht kürzere und langsamere Variante im Programm. Jürg und Benno werden diese Gruppe leiten. Die Strecke ist aber immer noch anspruchsvoll. Auf den ca. 26 Km wird ein Kilometerschnitt von 6:30 Min angestrebt.

16.-22. März 2009 Mitte März dann doch noch die Möglichkeit das erste Mal im Jahr mit kurzer Hose zu laufen. Die Premiere war in anderen Jahren zumeist schon im Februar, mitunter sogar im Januar.

Unsere Wettkampfplanung für das erste Halbjahr nimmt nun auch Konturen an. Höhepunkt natürlich der Rennsteiglauf im Mai. Als Vorbereitung haben wir den Nordschwarzwald Marathon ausgesucht. Ein relativ junger Lauf mit überschaubarem Teilnehmerfeld. Zuvor dann noch den Geländelauf des Zofinger Kreisturnverbandes, der dieses Jahr in Reitnau stattfindet.

Dann hat Daniela noch eine Einladung zum Bieler Hunderter. Da müssen wir aber den Rennsteig abwarten...

2.-15.März 2009 Nach dem Umzug kann ich nun wieder regelmäßiger trainieren. Dazu noch ein Trainingsblock am vergangenen Wochenende. Wir waren zu Besuch im Allgäu. Da ist immer die Frage, ob der Schwerpunkt beim Trainingsumfang  oder dem Bierkonsum liegt. Jedenfalls ist das eine gute Kombination. Nebenbei konnten die Bayrische Metropole Katzenhirn durchlaufen.
16. Februar- 1. März 2009 Wer meine Trainingsaufzeichnungen regelmäßig verfolg, wird in der vergangenen Woche viel Regeneration vermuten. Dem war nicht so. Ein Umzug kann auch in die Beine gehen. Hoffe, der Wechsel von Ober- nach Unterentfelden wird kein Niedergang. So versäume ich auch den Reusslauf. Wäre ansonsten das 10. Mal dort gestattet.
9.-15. Februar 2009

Seit kurzem nehme ich eine größere Aufmerksamkeit von Hunden war, wenn  ich ihnen beim joggen begegne.  Ich vermute, dies liegt an meinen Handschuhen.

In diesem langen Winter hat sich zwischen Zeige- und Mittelfinger eine weiße Schicht gebildet, die beim Ausdauersportler typisch ist, wenn er  kein Taschentuch bei sich trägt. Das alleine ist für den normalen Hund nicht anziehend.

Hingegen die typische Geruchsnote, die entsteht, wenn Nasenschleim, Schweiß und andere Körperflüssigkeiten sich von November her hochschaukeln, um zum Jahreswechsel her  im Handschuh eine, für das menschliche Geruchsorgan, eher unappetitliche Duftmischung aus Erbrochenem und Schafsatem gebildet haben. Diese feinherbe Geruchsnote wird verstärkt, wenn man dann und wann seine Handwärmer in der Sporttasche bei feuchtwarmen Klima  über Nacht vergisst.  

Am Freitag dann eine fast verhängnisvolle Begegnung mit einem Dalmatiner auf dem Radweg zwischen Unterentfelden und Suhr. Die Hundehalterin fragte noch, ob sie den Hund festmachen solle. „Wegen mir nicht“, erwiderte ich. In diesem Moment brachte mich der gefleckte Vierbeiner schon fast zu Fall, als er benebelt vom Geruch meiner Handschuhe die Orientierung für einen Moment verlor und mich am Bein touchierte. Durch die in diesem schneereichen Winter geschulte Koordination, konnte ich gerade noch das Gleichgewicht halten und einen Sturz verhindern.

Wird Zeit, dass es wärmer wird und ich auf Handschuhe verzichten kann.

 

2.-8. Februar 2009 Das überwunden geglaubte Leiden rund um mein Knie macht sich wieder bemerkbar, just in der Phase, wo ich mein Training intensivieren sollte, um beim Reusslauf Ende Februar wenigstens schneller als Jürg sein zu können. So warte ich mit der Voranmeldung. Wäre nicht gut, wenn ich wieder von vorne anfangen müsste und wieder wochenlang schonen müsste. Anderseits könnte ich dann beim Rennsteig auf die Familienwanderung umsteigen. Die wird sicherlich lustiger, als der Supermarathon, für den ich gemeldet bin. Die Wanderer sind übrigens die größte Fraktion bei unserer Rennsteigreise.
26. Januar- 1. Februar 2009

Hat man uns nicht eine Klimakatastrophe versprochen? Mit steigenden Temperaturen und Palmen in Mitteleuropa? Diesen Winter ist davon nichts zu spüren. Ein Winter wie zu Zeiten meiner Kindheit. Und das liegt schon etwas zurück. Schon im November reichlich Schnee, der am Silvesternachmittag den 2. Nachschub bekam. Der Januar dann deutlich kälter als im Durchschnitt. Wenn nun der Frühling beginnen würde, bräuchten wir nicht einmal ein schlechtes Gewissen zu haben.

So konnte ich die Schneeketten ausgiebig probieren, die neuerdings angeboten werden. Um den Laufschuh gespannt kann man auf Schnee und Eis gut laufen. Endlich mal eine gute Erfindung, gerade für mich, nicht rutschfesten Läufer. Warum ist mit das nicht selber eingefallen?  

 

19.-25. Januar 2009

Meine überstandene Wintergrippe gab mir Zeit unsere Homepage zu überarbeiten. Dem Besucher werden die optischen Veränderungen aufgefallen sein. Wir haben dafür weder Kosten noch Mühe gescheut und einen professionell arbeitenden Fotografen beauftragt, uns abzulichten. Damit nicht genug. So habe ich unseren Webauftritt von der lästigen Popup Werbung befreien können. Weiß nicht, ob nun jemand über solcherart Webeauftritt eine Green Card hat oder an einer anderen Werbebotschaft anheim gefallen ist.

Die bisherige Resonanz über besagte Änderungen war durchweg positiv. Für Hinweise und Anregungen sind wir dennoch weiter offen.   

12.-18. Januar 2009

Mitten in meiner Grippe die Nachricht vom Tod René Herms. Er ist mehrmaliger Deutscher Meister und Europameister über 800 Meter. Nur 26 Jahre wurde er. Die Frage, warum ein austrainierter Athlet so ohne erkennbare Anzeichen am Computer stirbt wirft Fragen auf. Doping hat er immer abgelehnt. Trainingspartner von ihm weisen solcherart Verdächtigungen weit von Herms. Schließlich läuft er seit Jahren seinen Bestzeiten deutlich hinterher. Aber im Jahr der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Deutschland? Freilich haltlose Vermutungen. Und die gerade überstandene Grippe? Ist er zu früh ins Training eingestiegen und sein Herzmuskel ist entzündet gewesen. Vermutlich wäre das mit einer deutlichen Leistungseinbuße verbunden.

Die Frage in diesem Zusammenhang natürlich auch nach meiner Grippe, wann der Zeitpunkt zum trainieren ist. Eine leichte Verunsicherung nach diesem Vorfall. Anderseits konnte ich mich immer auf mein Gefühl verlassen. Wenn es nach dem Training besser geht, war es gut. Fühlt man sich danach schlechter, war es sicher zu früh. Und die versäumten Trainingskilometer muss man abhaken und nicht versuchen aufzuholen.

 

5.-11. Januar 2009

Meine guten Vorsätze für das neue Jahr wurden jähe gestört. Eine deftige Grippe bringt mich schon in der 2. Jahreswoche in Trainingsrückstand. Bin ich noch im vergangenen Jahr von grippalen Infekten verschont geblieben, hat es nun zugeschlagen. Dabei kann ich jedoch auch positive Aspekte dieser Laufpause entnehmen. Bei den frostigen Temperaturen und dem eisigen Untergrund macht es draußen nicht so viel Spaß. Zum Anderen habe ich nun meine Grippe gehabt und kann dann Gas geben, wenn es draußen Lauffreundlicher wird.   

29. Dezember 2008 -

4. Januar 2009

Der Jahreswechsel bietet mal wieder Gelegenheit zu einem Rückblick auf das zurückliegende Laufjahr.

Daniela hat dieses Jahr ausschließlich lange Wettkämpfe absolviert. Dabei ist zu erst die sehr gute Platzierung beim 50. Bieler Hunderter zu nennen. Zum dritten Mal in die Top Ten gelaufen und noch ein 3. Platz bei der Schweizer Meisterschaft im Ultramarathon. Nach diesem Erfolg ging es dann in die Berge. Der TransAlpine stand auf dem Programm. Als Training dafür der Swiss Alpine, der als Generalprobe für den Etappenlauf geplant war. Nach dem Ausscheiden Danielas Partnerin gestaltete sich der K78 von Davos zu einer Aufholejagt. Nachdem sie Cecile eingefangen hatte, ist sie auf mich aufgelaufen. Zu Dritt haben wir das Ziel erreicht. Beim TransAlpine lief es ähnlich. Nachdem ihre Partnerin ausfiel war sie gezwungen sich anderen Teams anzuschließen. Das Ziel erreicht zu haben ist sicher schön, zu hoffen ist  allerdings, dass sie beim nächsten Mal eine passendere Partnerin findet. Ein versöhnlicher Abschluss war schließlich der 2. Platz beim Weimarer Stadtlauf.

Bei mir lief die Saison gut an. Unsere Reise zum Marathon Deutsche Weinstraße war für alle ein schönes Erlebnis. Für mich, bei ungemütlichen Bedingungen, eine gute Marathon Zeit von 3:10, die ich beim nachfolgenden Winterthur Marathon nochmals unterbieten konnte. Obwohl dieser „nur“ als Vorbereitung für Biel gedacht war. Den Hunderter habe ich wegen Magenproblemen leider nicht zu Ende bringen können. Danach ging es Ende Juli zum K78, den ich zum 3. Mal absolvieren konnte, in einer guten Zeit, für mich als lausigen Bergläufer. Im Spätsommer wollte ich mit kürzeren Läufen meine Schnelligkeit schulen, was meiner Muskulatur leider nicht behagte. Habe lange daran herumgedoktert. Das zog sich bis Ende des Jahres hin, wo ich dann wieder mit einem soliden Aufbau beginnen konnte.   

 

14.-28. Dezember 2008 Nach dem Sand auf Fuerteventura kam der Schnee in der Schweiz. Beides ungünstig für mein Knie, welches mich seit dem Quellenlauf plagt. Dabei war es nicht einmal das Knie direkt, sondern immer Randbereiche davon. Jedenfalls hat die zwangsläufige Alternative der schneefreien, asphaltierten Rad-und Wirtschaftswege, ergänzt mit weitgehendem Laufverzicht und alternativer Körperertüchtigung, endlich Beschwerdefreiheit gebracht. So dass ich sogar den Silvesterlauf in Betracht ziehe.

Dank der milden Temperaturen kurz vor Weihnachten, ist die nicht unerhebliche Neuschneemenge, schnell geschmolzen. Das ist der, für den Läufer, positive Effekt der Klimakatastrophe.

Im beruflichen Alltag bin ich unterdessen schon auf Ostern eingestimmt. Zumindest werden die Tage schon länger.

8.-13. Dezember 2008

Wer eine Reise macht, kann was erzählen. Wir sind häufig auf Reisen. Glücklicherweise hat sich unser Trip nach Bangkok aus verschiedenen Gründen zerschlagen, sonst hätten wir unsere Ferien um einige Tage auf dem dort besetzten Flughafen unfreiwillig verlängern müssen. So haben wir statt Asien Fuerteventura bereist. Das ist spanisch, somit politisch stabiler als Thailand momentan. Habe ein paar Bilder und Videoausschnitte zusammengestellt und bei YouTube geladen. Das sind möglicherweise keine typischen Urlaubsbilder vom Speisesaal, der Poolbar oder ähnlichem. Vielmehr einige Landschaftsaufnahmen vom Strand, der sich durch das Wechselspiel von Ebbe und Flut fast stündlich verändert und so immer neue und spannende Perspektiven zeigt. Das man uns hin und wieder Galopp laufen sieht, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Negativ muss ich den interessierten Betrachter bescheiden, wenn er hofft, uns unbekleidet abgelichtet zu sehen. Der auf Fuerteventura verbreiteten Freikörperkultur (FKK), haben wir uns entzogen. Und das lag nicht nur an dem frischen Wind am Atlantik.   

 

1.-7. Dezember 2008 Bei den Temperaturen in Mitteleuropa waren wir froh noch eine Woche in die Wärme fliegen zu können. Fuerteventura war unser Ziel. Leider hat sich der Sand nicht als idealer Laufuntergrund für mein angeschlagenes Knie erwiesen. Dennoch haben wir die angenehmen Temperaturen von gleichmäßig 20 Grad genossen und sind auch im Atlantik geschwommen.
24.-30. November 2008

Der Winter ist da. Mitte November schon ziemlich zeitig und nicht willkommen für uns Schönwetter- Läufer. Am Sonntag, zu unserer Runde der Suhre und Aare  entlang, dann auch mit Schnee. Gelegenheit, mal wieder den Fotoapparat mitzuführen. Der musste erneuert werden. Nach vielen Marathonläufen und unzähligen Trainings wird selbst die robuste digitale Technik arg strapaziert. Dafür ist das neue Gerät leistungsfähiger. Etwa kurze Videosequenzen kann man in guter Internetqualität aufnehmen. Das Ergebnis ins bei YouTube zu bewundern.

 

17.-23. November 2008

Es ist keine neue Erkenntnis, der Körper nimmt sich seine Pausen, wenn man sie ihm nicht gibt. Das kann man glauben oder nicht. Ich spüre es momentan am eigenen Leib. Eigentlich lief es in der letzten Woche nicht schlecht, bei erhöhtem Umfang mit normalem Trainingstempo. Am Sonntag setzten dann stechende Schmerzen schon nach 3 Km meinem Training ein jähes Ende. Nun bleibe ich erst einmal bei alternativem Sport und taste mich vorsichtig wieder an das Joggen heran.

 

10.-16. November 2008

Vergangen Sonntag führte uns der Weg nach Chur zu den Alpinrunners. Marco hatte alles um den Trans Alpine Run organisiert und zum krönenden Abschluss ein abschließendes Treffen organisiert. Schön, dass man auch mich als Nichtteilnehmer der Alpenüberquerung geduldet hat. Natürlich beginnt so ein Treffen mit einem zünftigen Trainingslauf, bevor es dann zum gemütlichen Teil überging. Die Bilder vom Trans Alpine weckten Erinnerungen bei den Teilnehmern. Daniela will es nächstes Jahr noch mal wissen. Vielleicht mit einer Teilnehmerin von den Alpin Runners?  

Hier geht es zum Bericht.

3.-9. November 2008 Die erste Anmeldungswelle für unsere Rennsteigreise ist angelaufen. Trotz des noch fernen Termins haben sich schon viele Interessenten gemeldet. Sicherlich auch als Motivation für das Training über den Winter lohnt es sich zeitig zu entscheiden. Wobei man sich noch offen lassen kann, welche Strecke man laufen will. Außer für oftmals ausgebuchten Halbmarathon, kann man sich kurzfristig für einen anderen Lauf ummelden. Für uns steht, wenn wir fit sind, natürlich der Supermarathon auf dem Programm. Vom letzten mal, wo wir beide die Strecke unterschätzt hatten, ist da noch eine offene Rechnung.

Mein Lauftraining habe ich unterdessen zurück geschraubt. Nicht ganz freiwillig. Eine Laufpause war erst vor Weihnachten geplant. Meine hartnäckige Verletzung bessert zwar langsam, verlangt aber immer noch Schonung.

27. Oktober- 2. November 2008

Die Wettkampfsaison geht dem Ende entgegen. Weiß nicht, ob es bei mir noch was mit einem abschließenden Marathon wird. Dafür ist eigentlich der Frauenfelder auserkoren. Unwahrscheinlich das ich bis dahin wieder fit bin. Meine Verletzung ist geduldig.

So geht der Blick schon ins nächste Jahr. Höhepunkt soll der Rennsteiglauf werden. Wir planen derzeit eine Reise dort hin. Die ist in größerem Rahmen gedacht. Ein Reisebus und ein Hotel sind bereits vorgebucht, einige Interessenten „sitzen“ bereits im Bus. Somit ist es ratsam sich bald anzumelden, wer mit uns mitreisen will. Alle weiteren Informationen sind auf unserer Sonderseite, die noch im Aufbau ist und ständig aktualisiert wird.

 

20.- 26. Oktober 2008

In Zeiten verletzungsbedingtem Laufverzichtes erinnert man sich gerne alternativer Körperertüchtigungen. Nach einem kilometerträchtigen, höhenmeterreichen Umweg mit den Rad von der Arbeit, wollte ich meinen Gurt wieder nässen, der mich vergangenes Jahr, während meiner Genesung vom Schlüsselbeinbruch, vor einer höheren Kleidergröße bewahrt hatte.

Aquajoggen hatte ich bis dahin belächelt. Nachdem ich von Dieter Baumann (Olympiasieger) und Robert Schläpfer (mehrmaliger Biel Sieger) von den eigenen positiven Erfahrungen beim Wasserlaufen gelesen und gehört hatte, fiel meine Hemmschwellen etwas.

Beim Betreten der örtlichen Badeanstalt wollte ich meine Pläne schon korrigieren. Ein Kurs mit älteren Damen belegte die Wasserfläche. Kein Problem, dachte ich. Da schwimme ich, bis der Kurs vorbei ist. Dumm nur, dass dies noch beinahe eine halbe Stunde dauerte. Nach dieser ewigen Schwimmerei konnte ich endlich die Schwimmbrille gegen den Aquajogginggurt tauschen.

Die letzten betagten Frauen hatten das Becken noch nicht verlassen, strömte bereits der nächste Kurs von Alten Richtung Nass. Das Bad ist groß genug, sollte man denken. Es sei denn Uromas gehen gruppiert zu Bade. Keine Chance mit den Damen das Terrain zu teilen. Unbarmherzig trieben sie mich zum Beckenrand. Bis ich entnervt aus dem Wasser stieg.

Nur war bis anhin mein Trainingsziel noch nicht erreicht. So entschloss ich mich spontan zu ein paar Crawl Intervallen. Bei diesen komme ich nicht schneller vorwärts als sonst, aber es spritz so schön und außer Atem komme ich auch.

So kam meine Übungsstunde doch noch zu einem versöhnlichen Ende und nebenbei wurde noch  weißes Greisenhaar genetzt.       

 

13.-19. Oktober 2008

Eigentlich sollte der Weimarer Stadtlauf der Höhepunkt des zweiten Halbjahres werden. Traumhaftes Herbstwetter, Rekordbeteiligung und viele Zuschauer an der Strecke waren gute Voraussetzungen für einen guten Halbmarathon. Nur meine Reizung, die ich seit dem Zurzacher Lauf hatte, bremste mich schon nach wenigen Metern. So konnte ich mich mit Schmerzen nur mit reduziertem Tempo ins Ziel retten. Somit ist auch der Baselmarathon, am 25. Oktober, der den Saisonabschluss bedeuten sollte, gestrichen. Wenn es bald besser geht laufen wir vielleicht Mitte November stattdessen den Marathon in Frauenfeld.

Erfolgreicher war Daniela mit einem 2. Gesamtplatz und dem Altersklassensieg. Und das beim mittlerweile  zweitgrößten Volkslauf in Thüringen, nach dem Rennsteiglauf.

 

5.-12.  Oktober 2008

Am vergangenen Wochenende durften wir zum 4. Mal zum Marathontraining einladen. Am Samstag der Lange. Ein gut 30 Km Lauf mit ordentlich Höhenmetern. Wer da mitgelaufen ist kann mit einer Marathonzeit von unter 4 Stunden rechnen. Trotz lausigem Wetter waren die Local Heros zahlreich vertreten. War eine gute Gruppe mit einigen neuen Gesichtern.

Am Sonntag haben wir etwas über die Stränge geschlagen. Einen Schnitt von 6 Minuten/Km wollten wir laufen. Trotz vieler Höhenmeter sind wir erheblich schneller unterwegs gewesen, die Gruppendynamik machte es möglich. Da auch ein Bedarf an gemütlichem Tempo besteht, erwägen wir, bei einer Wiederholung im Frühjahr, eine langsamere Gruppe anzubieten. Mit Benno und Jürg drängen sich zwei erfahrene Läufer auf, eine solche Gruppe zu führen.

War insgesamt ein gutes Erlebnis. Die Resonanz der Teilnehmer bestätigt das. Beim 5. Marathontraining Entfelden, im Frühjahr 2009, freuen wir uns schon auf Marco, Running57-Danielas neusten Fan- und vielleicht Dich?

Für uns war das auch ein kilometerreiches Wochenende und kommenden Samstag steht der Halbmarathon beim Weimarer Stadtlauf auf dem Programm.

 

29. September- 5. Oktober 2008

Vergangene Woche hat Lance Armstrong sein Comeback im Profiradsport angekündigt. Das war eine ziemliche Überraschung. Es war in den Bildern von der Pressekonferenz deutlich zu sehen, dass Armstrong nicht weit von seinem Wettkampfgewicht entfernt ist. Unter diesen Voraussetzungen wird er schnell wieder fit sein. Schließlich ist er in den 2 Jahren, seit seinem Tour de France Sieg, mehrere Marathon gelaufen. Bin allerdings skeptisch, ob er wirklich noch vorne mitfahren kann, geschweige denn um den Sieg bei der Tour eine Rolle spielt. Anderseits ist er professionell genug, um sein Leistungsvermögen realistisch einschätzen zu können.  

In diesem Zusammenhang habe ich die Homepage von Jan Ulrich mal wieder besucht. Die aktuellen Fotos von einer Bikemesse vor wenigen Tagen sind Beweis genug, um ein Comeback von Ulle auszuschließen. Sein Ernährungsstatus sieht augenscheinlich nicht mehr nach Profisport aus...

Am Wochenende findet wieder das von uns organisierte Marathontraining statt. Ein Lauf durch den schönsten Teil des Aargau ist das bewährte Motto. Wem noch ein langes Training für einen Herbstmarathon fehlt,  sollte sich den Samstag vormerken. Dann laufen wir 30 km in ca. 3 Stunden. Wem das zu lang ist kann am Sonntag mitkommen, wenn wir einen 2-stünder anbieten. Die richtigen Cracks sind natürlich an beiden Tagen dabei.   

 

22.-28. September 2008

Peter und der Wolf.

Wer mit mir gelaufen ist, wird sich gewundert haben, dass ich grüße, obwohl kein Mensch zu sehen ist. Es stimmt, ich grüße in der Regel auch die Vierbeiner. Es ist schon passiert, dass ich das Pferd grüßte statt den Reiter.

Das Reh, welches ich kurz nach halb 5 am Morgen gesehen habe, hat meinen Gruß nicht erwidert. Es war beim Mahl, keine 10 Meter von einer, selbst zu dieser Zeit, gut befahrenen Straße. Der Bauer hatte das Gras abgehauen, damit es über Nacht trocknen kann. Besagtes Reh schlug sich an dem Grasschnitt den Bauch voll. Mit vollem Maul grüßt man nicht.

Die Krähen machen sich in dieser Herbstzeit um die Verteilung von Nußecken Verdienste. Sie nehmen die ersten herab gefallenen Nüsse mit dem Schnabel auf, um sie aus der Höhe auf befestigte Wege, mit Vorliebe Asphalt, fallen zu lassen, wo sie dann planmäßig aufspringen und den leckeren Inhalt bargeben.  

 

8.-21. September 2008

Der Wochenbericht wird ausschließlich von mir geschrieben und gibt meine persönliche Meinung wieder. Die muss man nicht immer teilen. So war mein Bericht aus der Vorwoche Anlass für Anni Riedel, einen mehrteiligen Beitrag in unserem Gästebuch zu verfassen, den ich nicht unkommentiert lassen will.

„Ja, es ist sicher sehr, sehr schade, dass das Team Daniela und Nelli auseinander gebrochen ist.
 Da ist kameradschaftlich viel kaputt gegangen. Das machte selbst mich traurig und auch wütend.“

Dabei muss man die Gründe sehen, warum Nelly nicht ins Ziel gekommen ist. Die liegen zu einem großen Teil im medizinischen Bereich. So hatte schon ihre Aufgabe beim Swiss Alpine eher mit fehlender Kraft in Folge körperlicher Mangelerscheinungen zu tun, statt mit ungenügenderTeamfähigkeit. Dass Nelly eine sehr gute Läuferin ist, habe ich vergangenes Jahr beim Rennsteiglauf selber gesehen, als sie mich nach 50 Km überholte und als 3. Frau in Ziel lief. Mit dieser Form hätte sie sowohl in Davos den k78 finishen können, sowie die 8 Etappen des Trans Alpine. Dort hat sie auch den Vorschlag von Marco Jäger, sich einem langsameren Team anzuschließen, ausgeschlagen. Das was für Nellys Gesundheit sicher die beste Entscheidung.

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„Das zurechtbiegen der Klassierung als ind. Finisher ist müssig und stimmt mich eher traurig, denn Nelli wäre sicher auch gerne ins Ziel gelaufen.“

Ich habe die Klassierung der individuellen Finisher nicht zurecht gebogen, sondern bei Datasport abgelesen. Dort könnte der Eindruck entstehen, es handele sich um eine offizielle Kategorie, da sie dort an oberster Stelle steht. Dem ist nicht so, es sind die Einzelläufer von Teams, wo ein Teilnehmer aufgeben musste. Das ich die Zeiten innerhalb dieser Tabelle vergleiche ist legitim und bestätigt mir, dass Daniela solche Mehretappen Läufe liegen.

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„Die meisten Finisher gönnten ihren Beinen am Sonntag die verdiente Ruhe oder mussten doch noch die Heimreise ev. mit dem Auto bewerkstelligen, so erachte ich das Joggen am Sonntagmorgen überflüssig und nicht als besonders erwähnenswerte Leistung!!!“

Die Entscheidung, was ich erwähnenswert finde, behalte ich mir selber vor. Und ich halte es bemerkenswert, dass Daniela nach dem TransAlpine an nächsten Tag noch joggen gegangen ist. Zeigt es einerseits, dass der Lauf für sie nicht die ultimative Grenzerfahrung war. Anderseits, dass für Daniela vor einer 8 stündigen Heimreise Bewegung ein Bedürfnis ist.

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„Ich sah Nelli kurz vor ihrer frühzeitigen Abreise nach Hause, alleine, weinend und enttäuscht. Wo bleibt da das Team?“

Angelina Kälin, die Masseurin von den Alpinrunners und Daniela hatten Nelly zum Bahnhof gebracht. Mehrere Alpinerunners hatten mit Nelly gesprochen, Marco sie überzeugen wollen, weiter zu laufen. Momentane Eindrücke von Außenstehenden können mitunter täuschen und falsche Meinungen mitunter vorschnell gefasst werden.

1.-7. September 2008

Die Ranglisten des TransAlpine Run erschließen sich nur dem geübtem Leser. Grundsätzlich wird im 2-er Team gelaufen. Wenn einer aus dem Team aufgibt, hat der Partner noch die Chance weiter zu laufen. Er  wird dann als Individual Finisher aufgelistet. Das ist keine offizielle Kategorie, aber dennoch aussagekräftig.

Nach Nellis Ausscheiden nach gut der Hälfte der Strecke, ist Daniela weitergelaufen, mit verschiedenen Teams oder Einzelläufern. In dieser Klassierung der Individual Finisher sind dann auch nur 2 Frauen schneller gewesen. Das dritte Frauenteam nur wenige Minuten schneller als sie in der Endzeit. Und, während die meisten Finisher ihre geplagten Glieder ausruhten, ist Daniela am Sonntag Morgen joggen gegangen…

Ist schade, dass Daniela und Nelli nicht als Team zu Ende gelaufen sind. Über die Gründe kann ich auch nur Vermutungen aufstellen. Von der „Papierform“ hätten beide zueinander gepasst. Bei verschiedenen langen Wettkämpfen, wie Swiss Alpine, 50 Km Lauf Hindelbank, sind sie nie weit auseinander gewesen. Vielleicht hat es nicht gepasst, weil beide, trotz ähnlichen Endzeiten, zu unterschiedlich laufen? Oder war das momentane Leistungsvermögen zu weit auseinander? 

Ungeachtet dessen, eine große sportliche Leistung von Daniela. Ihr liegen solche Mehretappen Läufe. Bleibt zu hoffen, dass sie bei einem möglichen nächsten mal, einen gleichwertigen Partner findet. Oder mich?

 

25.-31. August 2008

Zum Murianer Herbstlauf habe ich mich erst Ende der Woche entschieden. Klimatisch war es noch ein Sommerlauf. Manch einer beklagte sich über nur eine Verpflegungsstelle bei der 10 Km Runde.  Denke, es genügt auch bei 26 C. Umso besser schmeckt das Bier hinterher.

Bin das erste Mal in meiner Laufkariere mit Pulsgurt an einem Wettkampf gelaufen, ohne unterwegs drauf zu schauen. Zu Hause konnte ich mir es dann in grafischer Form betrachten. Die dominierende Farbe auf der Grafik war rot. Da muss ich mir über kämpferische Aspekte keine Gedanken machen. Wenn der Puls während des ganzen Laufes deutlich über 90 % liegt, ist das nun mal Vollgas. 

Diese Pulsbereiche sollten Daniela und Nelli in den nächsten Tagen vermeiden. Sie sind am Samstag die erste Etappe des Transalpinen Run gelaufen. Mit einem 4. Platz bei den Frauen sind sie vielversprechend gestartet. Bis nächsten Samstag werden es beinahe 300 Kilometer bei 15900 Höhenmetern sein. Da kann noch einiges passieren.

Wenn man als Mann eine Woche alleine zu Hause ist, gilt es einige Vorkehrungen zu treffen, um die frauenlose Zeit zu überbrücken. Den Kühlschrank habe ich schon mal umgeräumt. Die sonst viel Platz einnehmenden Früchte- und Gemüsevorräte mussten dem Bier weichen.

 

18.-24. August 2008

Der virtuelle Partner ist eine Funktion auf meiner Uhr, bei der ich eine gelaufene Strecke nochmals ablaufe und meine Geschwindigkeit direkt vergleichen kann. Es wird im Display Vorsprung oder Rückstand angezeigt. An unserem Ferienort auf Lanzarote hatte ich diese Funktion entgegen des ausdrücklichen Wunsches meiner Gemahlin aktiviert, als wir morgens auf der Strandpromenade joggten.

Dabei finden sich genug reale Partner, die dann auch zum Gegner werden. So ist es uns gegangen, als wir, gemütlichen Schrittes, von einem Läufer überholt wurden. Schließlich wurde er immer schneller, als wir hinter ihm blieben bis wir Wettkampftempo erreich hatten. Kurz bevor wir zum Überholen ansetzen konnten, hat er gekniffen und ist von der Strandpromenade abgebogen. Immerhin haben wir den virtuellen Partner auf meiner Uhr deutlich distanziert. Am Ende der 16 Km Strecke hatten wir über 600 Meter Vorsprung und ein unfreiwilliges Tempotraining vor dem Frühstück absolviert.

 

11.-17. August 2008

Wenn man eine eigene Homepage betreibt, freut man sich über Besucher. Ich schließe mich da nicht aus. Ist interessant von wo die Besucher kommen. Noch spannender ist jedoch, wie die Besucher hier landen. Über die erstaunlichsten Suchausdrücke findet der Besucher über irgendeine Suchmaschine sein Ziel.

Dass man den Namen unseres Freundes Roland Zähner eingibt und bei uns landet, freut uns ungemein. Bedeutend häufiger wird zu Recht Simone Dietikers Fangemeinde bei uns fündig.

Man sollte meinen das Laufen wäre ein Themenschwerpunkt. Dem ist nicht so. Die Vorhaut ist eines der Suchausdrücke, die regelmäßig in beachtlicher Anzahl zu uns stossen. Ist ja auch Geschlechter übergreifend von Interesse. Kleiner wird der Freundeskreis, wenn es um das Beschneiden derselben geht.  Elitär schon, wer sich um das Wiederherstellen der Vorhaut kundig machen will. Wie auch immer, auch diese Suche wird auf unsere Webseite geleitet.

Auch dieser Tierfreund, der sich um den Mineralhaushalt seines Vierbeiners sorgte und „Magnesium Brausetablette für Schäferhund“ in eine Suchmaschine eingab. Ein Anderer fragte nach „Trainingsferien mit Hund“. Wenn der Hund nicht mit Daniela laufen muss, ist dem nichts entgegenzusetzen.

Paarende Frösche waren in Frühjahr gefragt. Ende Juni  fand man von Paul Vögeli hier das erste Finisherbild, noch bevor er vom Bieler Hunderter disqualifiziert wurde.

Weitere Kostproben der zahlreichen Suchbegriffen unterhalb der Gürtellinien möchte ich nicht wiedergeben, sonst habe ich womöglich mehr Besucher als mir lieb sind.

 

4.-10. August 2008

Das Salwideli, oberhalb von Sörenberg, ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und lädt im Winter zum Langlaufen ein. Nur Läufer sieht man dort selten. Grund genug, ein Laufweekend dort durchzuführen. Gemeinsam mit Werner Wyss, dem Betreiber des Berggasthauses Salwideli, liefen und wanderten wir mit einer Gruppe während der 3 Tage durch das Entlebuch und ließen uns später  von den einheimischen Gerichten verwöhnen, die ein Markenzeichen des Salwideli sind. Denke, es hat Allen Spaß gemacht. 

Die Bilder.

 

28 Juli-3. August 2008

Swiss Alpine, der größte Extremberglauf der Welt. Klar, das war eine harte Nuss. Am Sonntag lag aber schon wieder ein lockeres Läufchen drin.  Rund um den Davoser See. Anfang der Woche habe ich bewusst weniger gemacht. Am Mittwoch dann das erste normale Training, meine Waldrunde von gut 16 Km, mit einigen Höhenmetern. Eine halbe Stunde nach dem Aufstehen war ich noch müde, bin erst langsam munter geworden. Vom Gefühl her war ich langsam unterwegs. Umso erstaunter war ich, als ich zu Hause meine Zeit sah. War erstaunlich zügig unterwegs, in Anbetracht des absolvierten K78.  

Auf den letzten Kilometern, die ich mit Daniela und Cecil lief, waren wir uns einig, dass wir diesen extremen Lauf nicht wieder machen wollen.

Am Sonntag, kurz vor unserer Abreise hat Daniela das Hotel für das nächste Jahr schon mal vorgebucht…

 

21.-27. Juli 2008

Der Swiss Alpine sollte für Daniel die Generalprobe für den TransAlpine Run Ende August werden. Zusammen mit Nelli Merk wollte sie den K78 zurücklegen. Leider hatte Nelly schon bald Magenprobleme, konnte nichts mehr zu sich nehmen. So war der Aufstieg ins Hochgebirge aussichtslos und sie ging in Bergün aus dem Rennen. Daniela machte sich nun zu einer beispielslosen Aufholejagt auf, hatte bald Cecil eingeholt. Knapp 5 Km vor dem Ziel in Davos sind beide schließlich auf mich aufgeschlossen. Gemeinsam liefen wir im Stadion in Davos ein.

Bei mir lief es sehr gut an. Bin vorsichtig gestartet und hatte schnell einen guten Rhythmus. In Bergün bin ich vor dem Marathonfeld des K42 durchgelaufen. In Folge dessen wurde ich von einem großen Teil des Feldes überholt, was nicht ungewöhnlich ist. Schließlich hatten wir 78er schon fast einen Marathon in den Beinen. Den Aufstieg zur Keschhütte wurde gewandert. Auf dem Panoramatrail machte sich meine schlechte Berggängigkeit bemerkbar. Als geborener Flachländer ist das schwierige, hochalpine Gelände nur mit Mühe zu bewältigen. Entsprechend viel Zeit habe ich auf diesen Bergweg verloren. Erstaunlicherweise komme ich, nach dem Scaletapass den Abstieg nach Dürrboden gut herunter. Natürlich sehr vorsichtig und entsprechend langsam. Auf den letzten 15 Km verliert man noch 400 Höhenmeter. Dennoch sind die, eigentlich harmlosen, Gegensteigungen Gift für die schwachen Beine. Für mich, als untalentiertem Bergläufer, sind die gut 9 Stunden eine gute Zeit, mit einer Platzierung immer noch im ersten Drittel.

War ein tolles Erlebnis, mit einem emotionalen Zieleinlauf in Davos mit Daniela und Cecil.

 

14.-20. Juli 2008

Zwei Tote Läufer beim Lauf auf die Zugspitze am 13. Juli. Dazu viele Hilfseinsätze für unterkühlte Läufer.

Man kann die Bilder ohne großes Suchen im Internet finden. Trägershirts und kurze Hosen waren mehrheitlich zu sehen, die Wetterprognose und der Veranstalter warnten vor einem Wetterumsturz, der im Hochgebirge auch im Juni unangenehm vorkommen kann.

Ich schließe mich ein, solche Situationen gerne zu unterschätzen. Der Deutsche im Allgemeinen neigt dazu. Gerne überlässt man dem Veranstalter die Verantwortung. Macht mal!

Wer  sich vom Bungee Seil fallen lässt, im wilden Wasser Boot fährt oder Fallschirm springt, sollte sich der Gefahr bewusst sein, mit dem Tode zu spielen. Wie auch der Formel 1 Fahrer, der mit einem Bein im Sarg liegt , wenn er die Fliehkraft bis zum Letzten auslotet.

Bei allem Respekt vor den Läufern, die auf dem Weg zur Zugspitze ihr Leben gelassen haben. Es war leichtsinnig und unverantwortlich unter diesen Bedingungen, ohne angemessene Ausrüstung diesen Lauf zu machen.

Übrigens, am Samstag 8.00 Uhr starten wir zum K78,  dem größte Berg-Ultramarathon der Welt, die ultimative Herausforderung.

 

7.-13. Juli 2008

Daniela ist vom Radiosender Kanal K zum Interview geladen worden (Sendung Montag, 14. Juli, 21 Uhr). Es ging um Frauen im Extremsport.

Da stellt sich die Frage, wo fängt Sport an extrem zu werden. Habe nicht das Gefühl, dass wir Extremsportler sind, auch wenn Sport sicher einen hohen Stellenwert bei uns hat. So müssen wir wöchentlich ein Mehrfaches an Zeit investieren, um Geld zu verdienen. Es hat noch niemand gesagt, wir seien Extremarbeiter. Genauso kann man behaupten, dass der Großteil der Bevölkerung in Mitteleuropa extrem wenig Bewegung hat.  Oder ist es normal, einen Arbeitsweg, den man fast schwimmen könnte, mit dem Auto zurück zu legen? Und wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre werde ich immer mehr benachteiligt, muss mein Velo im entlegensten Kellerloch abstellen und habe kaum Möglichkeit meine Garderobe zum Lüften aufzuhängen. Die kann dann eine extreme Duftnote entwickeln.    

 

30. Juni-6. Juli 2008

Wenn man denkt, bei den hiesigen Laufstrecken relativ viel Höhenmeter zu machen relativiert sich das, wenn man in den „richtigen“ Bergen läuft. Als wir unlängst auf dem Niesen waren, plagte uns noch Tage später Muskelkater vom bergab laufen. Trotz passablem Trainingszustand sind wir bei dieser speziellen Belastung an unsere Grenzen gestoßen. Zumindest haben wir den Muskelkater für diese Saison gehabt. Einmal eingefangen, sollte er für die nächsten Monate gespeichert sein.

An eine andere Grenze sind wir am vergangenen Sonntag gestoßen. Am Ende eines trainingsreichen Wochenendes wollten wir im Wallis noch ein paar Höhenmeter machen. Von Oberwald Richtung Furka ging es los. Auf 2300 Meter über Meer wurde der Wanderweg immer schmaler, bis er nicht mehr zu sehen war. Die letzte Markierung war nicht eindeutig. Dafür war der Pass unterhalb zu sehen. Also versuchten wir unser Glück steil abwärts. Eine Felswand  war schließlich doch unpassierbar. Dumm nur, dass wir schon über 300 Höhenmeter im wilden Hochgebirge verloren hatten. Es half nichts, wir mussten zurück zur letzten Wegmarkierung. Das war das erste Mal, dass Daniela froh war, dass ich mein Garmin dabei hatte. Mit GPS Unterstützung hatten wir zumindest die Richtung. Die verlorenen Höhenmeter waren beschwerlich, über weite Strecken ging es nur auf allen Vieren. In dieser Fortbewegungsart sind wir seit ein paar Millionen Jahren ungeübt. Kein Wunder hatten wir tags drauf in Armen und Schultern Muskelkater. Letztlich waren wir froh, über genügend Fitness zu verfügen, um die Unvernunft, im Hochgebirge vom Weg abzuweichen, ohne fremde Hilfe bewältigen zu können.   

 

23.-29. Juni 2008

Was vergangene Woche noch Gesprächsstoff war, hat nun zu einer offiziellen Disqualifikation vom Achtplatzierten den Bieler Hunderters geführt.

Paul Vögeli ist mir erstmals 2002 aufgefallen. Auf dem letzten Kilometer habe ich ihn seinerzeit überholt und fragte mich, wo kommt der denn jetzt her? Volkswanderoutfit! Auch mein Velobegleiter Jürg meinte, der könne kaum bis hier her gelaufen sein. Gut, der äußere Anschein kann mitunter täuschen und auch seine Zwischenzeiten waren auf den ersten Blick schlüssig.

Vergangenes Jahr bin ich, nach einer Andeutung hier in meinem Wochenbericht, erneut auf ihn aufmerksam gemacht worden. Er sei damals öfters vor Läufern gewesen, ohne dass er überholt hatte.

Im Nachhinein habe ich mir dann seine Zwischenzeiten und Platzierungen von 2002  nochmals unter die Lupe genommen und habe erstaunliches festgestellt:

Zwischen Oberramsern (Km 38)  und Kirchberg (Km56)  hat er 19 Plätze gutgemacht, ist vom 30. auf den 11. Zwischenrang gelaufen.

In den letzten beiden Jahren hat er es dann auf die Spitze getrieben. Er ist in Oberramsern bei knapp 2:45 über die Matte, als 6. im Vorjahr und 5. in diesem Jahr. Im Ziel ist er jeweils 8. geworden mit nahezu identischer Zeit von 7:48.

Habe seinen Zieleinlauf dieses Jahr selber miterleben können. Bin an der Stirnseite der Eishalle gestanden und traute meinen Augen nicht, als Vögeli auftauchte. Kurz bevor er in die Zielgerade einbog musste er noch eine Gehpause einlegen. Bin dann in den Zielraum geeilt um ihn mit dem Handy zu fotografieren. Das Bild ist glaube aussagekräftig genug.

Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dieses Jahr gab es 2 Kontrollstellen. Wie später auf seinem Zielfoto zu sehen war, fehlte der zweite, rote Stempel vom Km 81.

 Das war der letzte Beweis, der belegt, dass er die Strecke nicht regulär zurückgelegt hat. Dazu noch die Aussagen verschiedener Läufer und Betreuer, die letztlich zur Disqualifikation führten.

Mutig vom OK, den Namen zu nennen. Hatte man doch noch vor Jahren beim damaligen Sieger Konrad Frei, trotz fehlender Chipzeiten, sich nicht für einen Ausschluss durchringen können.

Die Gründe, so etwas zu tun, sind für mich nicht nachzuvollziehen. Geld kann es nicht sein. Das gibt es in Biel für einen 8.Platz nicht. Im Gegenteil. Er hat die Einladung vom letzten Jahr nicht angenommen und hat sich stattdessen nachgemeldet.

Bei der Siegerehrung der TopTen Läufer ist er mit der Jacke der Schweizer Nationalmannschaft aufs Podest gestiegen. Er ist Nationalkader im Minigolf. Würde mich interessieren, wie er seinen Sportfreunden gegenüber diese Geschichte erzählt.

 

16.-22. Juni 2008

So ärgerlich mein vorzeitiges Ausscheiden beim Bieler 100Km Lauf auch war, so gut lief es diese Woche im Training. Hinweis genug, dass es nicht an schlechter Vorbereitung gelegen hat, nur bis zur Teilstrecke Km 56 in Kirchberg gekommen zu sein.

Normalerweise habe ich eine sehr robuste Verdauung. Kann fast alles vor, zum und nach dem Laufen zu mir nehmen. Vor dem Hunderter habe ich es möglicherweise etwas überreizt mit Teigwaren, Isogetränken, Gel und Banane, zumal zu einer Tageszeit, wo ich gemeinhin zu Bett gehe.

Sicherlich gibt es viele Leistungen zu bewundern, bei der Nacht der Nächte. Werner Sonntag etwa, 82 Jahre alt, ist nach knapp 20 Stunden ins Ziel gekommen. Und sah noch frisch aus! Respekt!

Gratulation allen, die die Runde von Biel nach Biel geschafft haben, Danke an die vielen fleißigen Helfer.

Und wie schon in anderen Jahren gibt es auch nach dem Lauf genug Gesprächsstoff

 

9.-15.Juni 2008

So nahe liegen Freude und Enttäuschung zusammen.

Hatte mir viel vorgenommen für meinen 7. Start über die 100 Km von Biel. War gut vorbereitet, die Bedingungen waren optimal. Trotzdem hat es nicht ins Ziel gereicht.

Am Donnerstag Abend hatte ich eine belegte Zunge kurz vor dem zu Bett gehen. Habe dem keine weitere Beachtung geschenkt. War froh, dass die Erkältung aus der Vorwoche glimpflich abgelaufen war.

Vom Start weg lief es gut. Bin gut unterwegs gewesen, ohne in den roten Bereich zu kommen. Die erste Steigung kurz nach Biel habe ich vorsichtig genommen. Weiter bis Aarberg hatte ich einen guten Rhythmus. Aarberg hat sicher schon mehr Zuschauer gesehen. War dennoch schöne Stimmung auf dem Marktplatz.

Schon bald hatte ich Magenprobleme, die ich mit Cola zu lindern versuchte. So richtig half es nicht. Zu den Verdauungsproblemen gesellte sich hartnäckiges Seitenstechen was die Atmung behinderte. Tempo reduzieren, Ruhe reinbringen. Es wurde nicht besser.

So entschloss ich mich, schweren Herzens, in Kirchberg, Km 56, aus dem Rennen zu gehen. Schade, es sollte nicht sein.

Meine Enttäuschung war und ist groß. Die lange Vorbereitung mit den langen Trainingsläufen, schon im Winter, umsonst!  

Große Freude natürlich über die super Leistung von Daniela, die defensiv gestartet war und gegen Schluss noch ordentlich zulegen konnte. In einem hochkarätigen Frauenfeld gelang ihr mit Platz 8 die 3. Topten Platzierung in Biel. Dazu ein 3 Platz, bei der parallel ausgetragenen Schweizer Meisterschaft im Ultramarathon.   

 

2.-8.. Juni 2008

Die vorletzte Woche vor dem Bieler Hunderter. Reduzierter Umfang ist angesagt. Am Montag war ich erstaunt, da ich etwas langsamer unterwegs war, als mein Gefühl. Hatte es erst auf die relativ strenge Vorwoche geschoben. Der Dienstag brachte dann die Ursache ans Tageslicht. Halsschmerzen, Schnupfen. Eine Erkältung! Kein Grund zur Panik. Es ist noch genügend Zeit, wenn der alte Spruch stimmt: Drei Tage kommen, 3 Tage stehen, 3 Tage gehen.

Denke, dabei sein zu können, wenn es am Freitag, den 13. Zur Nacht der Nächte geht. Bieler Hunderter zum 50. Mal!

Viele alte Sieger sind dabei. Viele, die sich Hoffnungen auf den Sieg machen. Die meisten die einen Sieg über sich, über diese besondere Laudistanz anstreben. Hundert Kilometer!

Die Gedanken drehen sich seit Wochen um diesen Tag. Wie steht der Mond? Habe ich genug trainiert? Kommt das Knie, die Hüfte, die Achillessehne? Oder nichts von Allem und ich mag sonst nicht.

Es ist auch egal, wer sich von den vermeintlichen Konkurrenten angemeldet hat oder nicht. Favoriten haben in Biel selten gewonnen.

 Den Vorjahressieger beispielsweise, Pius Hunold, hatte niemand auf der Liste. Bis zu seinem Überraschungssieg in Biel hatte man eigentlich nichts von ihm gehört. Die gut 1:23 bei einem Halbmarathon  im Vorjahr,  waren etwas „dünn“ für einen Sieg beim Hunderter. Einige fragten sich sogar, ob so etwas möglich sei. Schließlich kam Hunold vom Radsport…

Zum Glück hat er seinen Sieg in Biel mit einigen sehr guten Zeiten später bestätigt und gehört sicherlich zum engeren Favoritenkreis.    

 

26. Mai- 1. Juni 2008

Es gibt verschiede Möglichkeiten seinen Geburtstag zu feiern. Jacqueline Keller, Schweizer Lauflegende, lud uns ein, ihren Geburtstag zu feiern. Bevor es aber leckeres Essen sowie Kaffee und Kuchen gab, galt es zu laufen.

Zwei Wochen vor dem Hunderter stand noch ein letztes langes Training auf dem Programm. Zusammen mit Jacqueline, Trudi Marti, Hanspeter Bolliger nahmen wir die 30 Km lange Strecke Rund um Gebenstorf unter die Füße.  Eine reizvolle und anspruchsvolle Strecke hat Jacqueline für uns herausgesucht. Eine Runde, die sie seit vielen Jahren läuft. Erstmals mit GPS ausgemessen mussten wir noch ein paar Meter anhängen, um auf 30 Km zu kommen und waren erstaunt, als die Auswertung zu Hause über 800 Höhenmeter errechnete. Natürlich gab es auch Bilder vom Lauf.

Nach diesem schönen Lauf und einer wohltuenden Dusche konnten wir dann doch noch auf Jacqueline anstoßen.

Das war für uns das letzte lange Training vor Biel. Nun können wir es etwas ruhiger angehen und hoffen am Freitag, den 13. Juni einen guten Tag zu erwischen, wenn es heißt: 100 Km Biel, die Nacht der Nächte!

 

19.-25. Mai 2008

Der Winterthur Marathon war der letzte große Test vor dem Bieler Hunderter. Vier Wochen vor dem Jubiläumslauf war noch ein langer Lauf angesagt. Gute Gelegenheit das innerhalb eines Wettkampfes zu machen,  aber auch die Gefahr sich beim zu sehr zu verausgaben.

Daniela ist zur „Schonung“ mit Susanne Ummel gelaufen. Daraus ist zwar mit 3:33 eine super Zeit und jeweils Altersklassen Podestplätzen  geworden,  Daniela sollte dennoch, wenn sie sich in den nächsten Tagen zu Biel entscheidet, nicht über ihr Limit gelaufen sein.

Dasselbe hoffe ich auch. Wenn auch letzte Gewissheit erst in 4 Wochen sein wird. Bin vorsichtig angelaufen. Konnte gut ziehen und hatte jederzeit das Gefühl noch schneller laufen zu können. Gegen Ende hatte ich sogar noch Kraft auf den letzten beiden Kilometern etwas zu beschleunigen. Mit 3:08 ist meine beste Marathonzeit seit 2 Jahren rausgekommen.

Winterthur war bis jetzt oft ein gutes Pflaster für so einen Aufbauwettkampf. Hoffe, dass trifft auch dieses Jahr zu.

Der Marathon hat sich vom schnellen Asphalt Marathon zum Landschaftslauf entwickelt. Wir empfanden dies als gute Änderung, auch wenn 2 Runden nicht so schön zu laufen sind. Hervorheben kann ich die perfekte Organisation. Auf der Strecke hat man sogar Schilder aufgestellt, die vor Stolperstellen warnen sollten. Eine Rangliste erwartet man fast am Abend nach dem Lauf. Aber dass erste Bilder schon online waren als wir nach Hause kamen, habe ich noch nicht erlebt. Toller Service.

 

12.-18. Mai 2008 Am Mittwoch fiel mir dieser Zeitungsausschnitt auf. Lance Armstrong beim joggen mit freiem Oberkörper. Vor wenigen Wochen ist er in Boston den Marathon in 2:45 gelaufen, einer Zeit, die kaum ein Hobby-Marathonläufer erreicht und mit der man bei jedem Marathon der Welt mindestens 98 % der Teilnehmer hinter sich lässt.

Doch das war nicht die Bildunterschrift. Die Rede war vielmehr vom vermeintlichen Bauchansatz des ehemaligen Radfahrers.

Vermutlich dachte der Redakteur der Gratiszeitung "NEWS": "Heut fällt mir aber auch gar nichts ein", als er die Bilder von Armstrong beim Laufen sah. Er suchte sich genau die Bildsequenz  aus, wo der Läufer aufsetzt und für einen kurzen Moment mit dem mehrfachen Körpergewicht aufkommt, bevor er zum nächsten Schritt anhebt. In diese Aufsetzphase sieht kein Läufer vorteilhaft aus.

Habe selber noch mein Foto vom letztjährigen Silvesterlaufes vor Augen, wo ich genau in diesem Moment abgelichtet wurde, als ich förmlich mir beiden Beinen aufzukommen scheine. Ich sehe aus, als hätte ich zu den Weihnachtstagen ein halbes Schwein mit einem Kasten Weizen heruntergespühlt.(Aus diesem Grund sucht man diese Fotografie vergebens auf dieser Seite)Wenige Wochen später, bei identischem Körpergewicht, wurde ich beim Reusslauf fotografiert und sehe mindestens10 Kg leichter aus, nur weil ich in der Luft schwebe.

Man kann von Lance Armstong denken was man will. Nur ein Bauchansatz, auch wenn man ihn erahnen kann, ist in diesem Fall etwas dünn für eine Meldung.

Soviel zum journalistischem Niveau von der erwähnten Gratiszeitung.   

5.-11.Mai 2008 Die letzten Jahre sind wir im Frühjahr zu Trainingsferien nach Sardinien oder Giverola gereist. Dieses Jahr sind wir in das Land von Marathon geflogen. Die griechische Insel Korfu war unser Ziel für eine Woche Urlaub. Auch ohne Lauftrainer haben wir zumeist laufend den nördlichen Teil der Insel kennengelernt und als Laufparadies empfunden. Ein paar Bilder haben wir natürlich auch gemacht.

Höhepunkt war unser langer Berglauf auf den Pantokratoras, dem mit 917 Metern höchsten Berg der Insel. Von unseren Ferienort Acharavi zum Gipfel und zurück waren es anspruchsvolle gut 33 Kilometer. Die Insel ist sehr grün und das Meer hatte bereits Anfang Mai Badetemperatur.

27. April - 4.Mai 2008 Zur Zeit hat man die Qual der Wahl, was Läufe betrifft. Am vergangenen Samstag lief ich mit Jürg beim Lupsinger Lauf im Baselbiet. Ein wirklich schöner Lauf bei tollem Frühlingswetter. Die Strecke sehr anspruchsvoll mit 12,3 Kilometer und 320 m Höhendifferenz.

Den legendären 50 Km Lauf im Emmental gibt es leider nicht mehr. Schade, aber man kann ja trotzdem dort Laufen. Am Freitag nahmen wir die Orginalstrecke unter die Füße. Mit dabei 3 frühere Siegerinnen, Daniela Nusseck, Nelly Merk und Jacqueline Keller. Dazu die Männer Richard Trinkler, Hanspeter Bolliger und ich, sowie als Velobegleiter Kai und Maurice. Ein paar schöne Bilder hat es auch gegeben.

21.-27. April 2008

Am Sonntag fand der Zürich Marathon zum 6. Mal statt. Wir haben den Lauf nur im Internet verfolgt. Viele Läufer, die bei unseren Athleticum Training dabei waren, standen um 8.30 Uhr am Start.  Offenbar waren die Läufer gut vorbereitet und erzielten zum Teil sensationelle Resultate. Zu viele Namen, um hier alle zu nennen. Fredy und Brigitte Siegenthaler konnten ihre Bestzeiten um jeweils 10 Minuten verbessern. Kurt Wiederkehr lief seinen ersten Marathon in sehr guten 3:08. Herausragend Trudi Marti. Vor 2 Wochen gewann sie an der Weinstraße ihre Altersklasse beim Halbmarathon. In Zürich lief sie Bestzeit in 3:48.

Glückwunsch an alle Finisher.

Wer sich auf einen Herbstmarathon vorbereitet kann sich den 4. Und 5. Oktober 2008 vormerken. Dann planen wir wieder ein Marathontraining. Infos zu gegebener Zeit auf www.nusseck.ch  Ein Trainingsweekend bieten wir am 8.-10. August zusammen mit Werner Wyss im Salwideli an. Die Ausschreibung findet ihr auf der Homepage. Die Plätze sind begrenzt, weshalb sich zeitiges Anmelden empfiehlt. Dieser Anlass eignet sich für Läufer aller Leistungsklassen!

 

14.-20. April 2008

In der Woche nach dem Marathon zehrt man noch vom Überschuss körpereigener Endorphine, die sich während des Laufens als Runners High äußern und noch Tage später, trotz schmerzender Muskeln, bemerkbar machen. Nach einer Woche, wenn man denkt, es sollte nun wieder laufen, kommt die Müdigkeit. Dieses Phänomen habe ich schon häufig beobachten können. Es spielt in diesem Zusammenhang auch die gelaufene Zeit keine Rolle, nach einer Woche nach dem Marathon kommt der Kater.

Nun kann man freilich allwöchentlich einen Marathon laufen, um das Spasshormon bei Laune zu halten. Funktioniert wahrscheinlich weniger. Meine aktuelle Terminplanung sah eine andere Version vor, die vorzüglich klappte.

Acht Tage nach dem Marathon Deutsche Weinstraße gastierte Mark Knopfler in Zürich. Er ist seit 30 Jahren mit 120 Millionen verkauften CDs  im Geschäft. Nachdem er mit Dire Straits Stadien gefüllt hatte wurde ihm der Rummel zu groß und er führte seine Kariere als Solokünstler fort. Das änderte aber nichts an seiner Musik. Schließlich waren Dire Straits Mark Knopfler.

Nun also bereits sein 5. Solo Album „Kill to Get Crimson”, mit welchem er auf Welttournee ist. Um es kurz zu machen: ein grandioses Konzert!  Spielfreude und musikalische Virtuosität!  Und was erstaunlich ist, auch ein Musiker, der keine Verkaufszahlen vor dem Frühstück ansieht, entwickelt sich musikalisch weiter! Um es zusammenzufassen: Gänsehaut!

Muss einfach zusehen, wie ich meinen  hohen Endorphinspiegel halte.

 

 

7.-13. April 2008

Kann mich nicht erinnern, dass ich bei einem Wettkampf so ein gutes Gefühl hatte. Als mir Ute Turznik im Ziel unter dem Bockenheimer Weintor die Medaille umhängte sagte ich spontan „Das hat heute richtig Spaß gemacht.“

Obwohl die Bedingungen nicht optimal waren. Vom Samstag auf Sonntag noch mal ein Temperatursturz und auf der Laufstrecke alles, was der April zu bieten hat. Kalter Wind, Graupel- und Regenschauer aber auch Sonne. Zeitweise brannten die Oberschenkel vor Kälte, die Waden drohten „zu“ zu machen.

Wir waren eine Gruppe von 24 Läufern und Betreuern, die aus der Schweiz angereist,  den Marathon Deutsche Weinstraße erleben. Es sind alle gestarteten Läufer gut ins Ziel gekommen. Wir Läufer hatten einsuper Betreuerteam. Waren 4 schöne Tage in der Pfalz!

Bilderalbum und Bericht.

 
31.   März- 6. April 2008

Der 6. Marathon Deutsche Weinstraße steht am Sonntag auf dem Programm. Bin jedes Mal dort gelaufen. Der 2-Jahres Modus, in dem der Lauf ausgetragen wird, macht es einfacher. Wir reisen mit einer beachtlichen Gruppe von 25 Personen zum Event in die Pfalz. Bezeichnenderweise ist ein Großteil der Reisenden Zuschauer. Wer dann wen betreut, kann man erst im Nachhinein beantworten.

Kurz vor Schluss ist noch Jacqueline Keller zur Gruppe gestoßen. Sie will den Halbmarathon nach ihrer Verletzung ohne Ambitionen laufen. Was das auch immer heißen mag bei ihr.  

24.-30.   März 2008

Das hatten wir die letzten beiden Jahre auch, dass der Winter im März noch mal richtig die Zähne zeigt. Dumm nur, dass es dieses Jahr gerade am Osterfest schneien musste. War der erste nennenswerte Schnee in diesem Winter. Am Dienstag noch durch den frischen Schnee gestampft, Ende der Woche war schon nichts mehr zu sehen davon. Die Märzensonne hat ihn schmelzen lassen. Dafür riecht der Wald wieder nach Wald. Den Mp3 Player kann man zu Hause lassen. Die Vögel geben auch eine hübsche Geräuschkulisse. Es wird Frühling!

17.-23.   März 2008

Kennt noch jemand Heinz Rudolf Kunze? Der Sänger mit der großen Brille und den schlauen Texten hatte Mitte der 80er Jahre min „Dein ist mein ganzes Herz“ einen richtig fetten Hit. Ist immer noch gut im Geschäft mit 27 Alben seit 1981.

Nicht das Kunze einer meiner Lieblingssänger wäre. Aber als Freund deutschsprachiger Musik hat er es mit einem Song auf meinen MP3 Player geschafft, den ich häufig beim Laufen dabei habe.  Versuche  mir häufig musikalische Abwechslung beim Laufen zu gönnen. Soweit nichts Ungewöhnliches.

Auf meiner Standard Waldrunde komme ich am Haus der Aarauer Pfadfinder vorbei. Vor dem Haus stand ein Auto. Dort stehen normalerweise keine Autos, geschweige denn einem Deutschen, mit „HR-K „ auf dem Nummernschild, den Initialen von Heinz Rodolf Kunze, dessen Song gerade in dem Moment auf dem Musikplayer lief! Er war auf Zufallswiedergabe programmiert war!

Glaube, es war kein Zufall. Anderseits habe ich aber auch keine plausible Erklärung für diese seltsame Begebenheit.

 

10.-16.  März 2008

Zum 3. Mal organisierten wir am vergangenen Wochenende  ein Marathontraining. Neu war, dass wir auch eine kürzere Strecke im Angebot hatten. Nach dem traditionellen 3-stünder am Samstag dann noch ein knapp 2 Stunden langer Lauf am Sonntagmorgen. Erstaunlicherweise hatten wir über die lange Strecke, trotz etwas Neuschnee am Morgen, mehrere Teilnehmer als am Sonntag. Erfreulich das hohe Niveau unter den Läufern. Wusste gar nicht, dass Triathleten so weit laufen können. Wir waren an beiden Tagen eine sehr gute Gruppe. Schön, ein paar neue Gesichter dabei gehabt zu haben, oder Läufer, die man schon mal bei irgendeinem Rennen gesehen hat.

Kompliment auch an Jaqueline, Silvia und Jürg, die an beiden immer dabei waren. Über 50 Km in 2 Tagen! Glückwunsch!

 Auch die Rückmeldungen von vielen waren durchweg positiv. So steht am 4. Und 5. Oktober  das nächste Marathontraining an.

Marco wird dann auch wieder dabei sein…

 

3.-9. März 2008

Trans Alpine Run. Es scheint, als wäre das die ultimative Herausforderung für Läufer. Eine Tour de France zu Fuß.  Acht Etappen über die Alpen, ca. 300 Kilometer bei  14200 Meter Höhendifferenz. Alles top organisiert. „Nur“ laufen muss man selber. Und das im Zweierteam. Früher war ich als Laufpartner für Daniela für diese ultimative Ausdauerprüfung vorgesehen. Doch selbst als mehrmaliger Swiss Alpine Finisher (und damit ist der K78 gemeint), sah ich mich in meiner Geländetauglichkeit überfordert.

Also musste ein neuer Laufpartner für Daniela gefunden werden.

Blick zurück zum Rennsteiglauf. Jenseits der 50 Km Marke überholt mich Nelli Merk und läuft zu einem sehr guten 3. Gesamtplatz bei den Frauen. Auch sie ist den K78 schon mehrmals gelaufen, vor wenigen Jahren den 50 Km Lauf im Emmental gewonnen. Was lag da näher, sie zu fragen, ob sie mit Daniela dieses Abenteuer wagen würde. Überzeugungsarbeit hat es wenig gebraucht. Sie wollte zu ihrem 50. Geburtstag dieses Jahr sowieso was Verrücktes machen.

So sind wir also vergangenen Samstag nach Chur gefahren um dort mit Nelli und anderen Teilnehmern ein Training zu absolvieren. Die Alpin Runner sind auf Bergläufe spezialisiert. Marco Jäger, vergangenes Jahr Finisher beim Trans Alpine und auch sonst ein sehr guter Läufer, organisiert für Interessierte alles rund um den Event. Unterkünfte in den Etappenorten, Transport, Ausrüstung  und eben auch gemeinsame Trainingsläufe. Schön, dass es noch Leute gibt, die sich jenseits von kommerziellem Interesse engagieren. Der Bericht mit Fotos vom Lauf war wenige Stunden auf der informativen Seite der Alpin Runner.

 

25. Februar-2. März 2008 Neue Strecke beim Reusslauf mit Start und Ziel in der Altstadt macht sie durchaus attraktiver aber auch schwerer. Meine Hoffnung wenigstens unter einem 4-er Schnitt zu bleiben hat sich knapp nicht erfüllt.

Für eine 26. Austragung war es schwach, solch lausigen Umkleidemöglichkeiten mit bitterkaltem Wasser anzubieten. Auch die Wertsachen wurden chaotisch Verwaltet. Eine endlose Schlange beim Aufgeben und Abholen. Dafür hat in meinem Wertsack der Autoschlüssel gefehlt.  Hat sich schließlich in einem anderen Karton wiedergefunden. Sicher muss man bei einer Sportveranstaltung nicht zu kleinlich sein. Aber bei 33 Franken Startgebühr für einen 11 Km Lauf darf man auch etwas erwarten für sein Geld.

18.-24. Februar 2008

Es gibt Unterschiede zwischen Mann und Frau. Ich schreibe jetzt nicht von den beliebten anatomischen Differenzen. Es geht um die unterschiedliche Art mit einem Altkleidersack umzugehen. Frauen neigen dazu, ungesehen brauchbare, teils hochwertige Kleider so einfach zu liquidieren.  

Der  Mann und insbesondere der Läufer ist sensibler, wenn es darum geht Platz im Kleiderschrank zu schaffen.  Freilich, nicht jedes Laufshirt ist von Gestaltung und Qualität wert, über Jahre im Schrank zu harren. Nur, das verblichene Hemd vom Osterlauf wurde mir ausgehändigt, als ich das letzte Mal vor Beat Ummel platziert war. Alleine deshalb müsste es in eine Glasvitrine. Berlin Marathon. Da war ich das letzte Mal unter 3 Stunden (Hoffe nicht das letzte Mal.). Soll ich das Hemd einfach wegwerfen?

Meine Jacke, die ich jahrelang auf dem Rad trug, hielt meine Gattin als entbehrlich. Ausgeschlossen das edle Tuch in den Plastiksack zu stopfen. Ich hatte mir eine Strategie zur Sekundärverwertung erdacht.

Beim bevorstehenden Reusslauf wollte ich sie ein letztes Mal tragen, um sie dann in der Garderobe hängen zu lassen. Es weiß doch jedes Kind, dass die Altkleidersammlung nicht in Afrika verteilt wird. Deshalb wollte ich selber Einfluss nehmen, wo meine Jacke hinkommt. Sicher würden sich die Fans um das edle Stück streiten.

Nach vollbrachtem Lauf und kalter Dusche ein letzter Blick zurück in die Herrengarderobe zu meinem Prachtstück.

Wochen später. Ein Anruf. Der OK Chef vom Bremgartener Reusslauf. Ob ich eine Jacke vermisse? Er hatte mich in aufwendiger Recherche als Besitzer der Jacke ausfindig gemacht. Erhardt Güldenapfel hatte von uns vor dem Lauf Bilder gemacht und sie auf seiner  Homepage veröffentlicht. Somit war ich enttarnt und Tage später ein Packet mit besagter Jacke zugestellt.

Am kommenden Samstag starte ich das 10. Mal in Bremgarten. Werde versuchen, nichts in der Garderobe zu vergessen…  

 

11.-17. Februar 2008 Laufen ist grundsätzlich langweilig. Da empfiehlt sich gelegentlich Abwechslung. Vergangene Woche gönnte ich mir reichlich davon. Den sonst mit dem Fahrrad zurückgelegten 10 km langen Arbeitsweg lief ich. Meine Arbeitskollegen tuschelten hinter meinem Rücken, ich sei jetzt ganz durchgeknallt. Nur zur Erinnerung: Es ist auf dieser Welt noch immer das Normalste von A nach B zu laufen, auch wenn das die letzten paar Hundert Jahre etwas außer Mode gekommen scheint. So bin ich neben einer hohen Trainingsfrequenz auch zu 3x duschen am Tag gekommen. Auch im Interesse meiner Arbeitskollegen...
4.-10. Februar 2008 Manchmal muss man Zeichen erkennen. Zehn Tage vor dem geplanten Füssing Marathon habe ich mir eine Reizung im vorderen Schienenbein zugezogen. Nach 2 Ruhetagen waren die Schmerzen beinahe weg. Dafür hat sich die Hüfte bemerkbar gemacht, auf die ich vor 3 Wochen bei Glatteis fiel. Wenn man dann 1 und 1 zusammenrechnet kommt man zur Erkenntnis, dass es nicht die Zeit für einen Marathon ist. Die Saison ist noch lang und mit einem Negativerlebnis soll sie nicht gerade beginnen. Also Bad Füssing Marathon ohne uns. Drücken dafür Roland, Martin und Torsten die Daumen.

28. Januar- 3. Februar 2008

Kommende Woche steht der Therme Marathon in Bad Füssing auf dem Programm. Als Vorbereitung, ohne größere Ambitionen wollen wir dort laufen. Ungünstig, dass ich mir am Donnerstag eine Reizung in Schienenbein zugezogen habe und den Rest der Woche eine Laufpause einlegen musste. Die Beschwerden sollten Anfang nächste  Woche hoffentlich abgeklungen sein, dann sollte dem Marathon nichts im Wege stehen.

Wir sind die letzten langen Training am Auskundschaften einer Alternative zur gewohnten Athleticum Trainings Strecke. Am  8. und 9. März findet es zum 3. Mal statt und wir dachten eine andere Route wäre nicht schlecht. Etwas überzeugendes haben wir aber nicht gefunden, um die eigentlich schöne Orginaltrecke zu ändern. Sicher gibt es auch andere schöne Laufstrecken über 30 Km. Aber entweder sind sie zu schwierig oder man muss erst das Suhrental entlang laufen, was schnell langweilig sein kann.

Neu ist in jedem Fall die Strecke am Sonntag. Dort bieten wir ein 1 1/2 bis 2-Stündiges Training an. Keine Ausrede mehr für Läufer, denen die 30 Kilometer zu weit waren. Möglichkeit auch für Halbmarathonis oder 10 Meilenläufer mal in einer Gruppe im Training zu laufen. Das Tempo von 6 min/Km (10km/h) ist gleich wie am Samstag, wenn die Marathoncracks ihren 3-Stünder machen.

Die ganz Harten starten freilich an beiden Tagen. Das Trainingswochenende in den Beinen kann man sogar an Biel denken.

21.-27. Januar 2008

Den täglichen Arbeitsweg lege ich zumeist mit dem Fahrrad zurück. Diese Woche ist mein Rad an die Grenze der Alltagstauglichkeit gestoßen. Nach starkem Regen am Dienstagnachmittag waren am darauffolgenden Morgen  frostige Temperaturen. So froren einige mechanische Teile von der Restfeuchtigkeit ein.

Etwa die Gangschaltung. Bald bemerkte ich, dass ich hinten nicht mehr einen kleineren Kranz auflegen konnte. Die Folge davon war eine gefühlte Trittumdrehung von 140/Minute. Schade, dass lance Armstrong sich nicht nachts auf den Aargauer Straßen aufhält. Er wäre stolz auf mich.

Neben der Schaltung war auch die Bremse eingefroren. Dies bemerkte ich, als ich vor einer roten Ampel meine rasante Fahrt verzögern wollte. Erst ein beherzter Griff am Bremshebel brachte mich zum stehen. Nun verharrten allerdings die Bremsklötze an der Felge. So bin ich das letzte Stück mit gezogener Bremse gefahren.

Mit ruhigem Gewissen kann ich diese Fahrt als Trainingseinheit ansehen.   

 

14.-20. Januar 2008

Ein neues Jahr das gleiche Bild im Wald. Auffallend viele Jogger bevölkern das Waldesinnere. Vermutlich das schlechte Gewissen von zu viel Schlemmerei über die Feiertage oder gute Vorsätze?

Dabei kann man zwei Gruppen der Läufer unterscheiden.

Zum einen Sportler, die nichts dem Zufall überlassen. Natürlich die neusten Kleider mit jedem erdenklichen Zubehör was der Sportfachhandel hergibt. MP3-Player, Multifunktionsuhr mit Navi, Puls und Paceanzeige. Wenn man die Gebrauchsanweisung lange genug studiert kann man sich jeden Kilometer akustisch melden lassen. Natürlich trainiert dieser Sportfreund nicht nach Intuition sondern nach dem Plan von Viktor Röthlin. Grüßen ist nicht möglich, da er zusehen muss, immer in der OwnZone zu bleiben.

Die zweite Gruppe sind die gefährlichen Altmeister. Das Outfit erinnert an Turnvater Jahn. Graue, schlabbrige Trainingshose, bei der sich der Kniebereich schön ausgebeult hat. Auf dem baumwollenden, violetten Oberteil zeichnen sich gerne Schweißflecken ab. Willkommene Abkühlung bieten die Löcher, die die Motten in den letzten Jahren ins Gewebe gefressen haben. Dieser Sportler ist vor 10 Jahren und 15 Kilogramm ein passabler Läufer gewesen. Verbissen hechelt er grußlos durch den Wald.

Beide Gruppen haben eine Gemeinsamkeit. Spätestens Ende Januar sieht man sie nicht mehr im Wald. Bis zum nächsten Jahr.

 

7.-13. Januar 2008

Der Jahreswechsel ist Gelegenheit Rückschau uns Ausblick zu halten.

Daniela ist im vergangenen Jahr weiter auf sehr hohem Niveau gelaufen und konnte erneut einige schöne Erfolge  erzielen sowie Bestzeiten aufstellen. Eines der Highlights war der Rennsteig Supermarathon, wo sie einen sehr guten 6. Gesamtplatz erreichte. Sicher eines ihrer größten Erfolge überhaupt ist der 10 Platz beim Swiss Alpine K78. Beim Halbmarathon des Weimarer Stadtlaufes konnte sie sogar eine neue Bestzeit laufen. Um die Zeit des Singapur Marathon einzuschätzen muss man sicher mal selber bei solchen Bedingungen gelaufen sein. Die Zeit (3:39) scheint auf den ersten Blick nicht besonders schnell. Die Platzierung, 46. von 1385, zeigt aber, wie schwer es dort war zu laufen.

Meine Laufsaison war geprägt von einer unfallbedingten Schulterverletzung. Gut ins Jahr gestartet mit einigen kürzeren Läufen und dem überraschenden Gesamtsieg beim Moosleerauer Geländelauf stand zum ersten Mal der Rennsteig auf den Programm. Den haben wir beide gründlich unterschätzt aber geschafft. Kurz vor Biel dann der Unfall und eine längere Verletzungspause. Im Herbst dann Aufwärtstrends in Weimar beim Halbmarathon und beim Silvesterlauf.

Die Ziele fürs 2008 sehen etwa gleich aus wie in den vergangenen Jahren. Mindestens 15 Pfund abnehmen und eine viertel Stunde schneller den Marathon laufen. Beides unrealistisch. Den Weinstraßen Marathon erleben wir als reiseleitenden Läufer. In Biel will ich nochmal gut durchkommen und sicher noch so manchen vertrauten und neuen Lauf probieren. Daniela will den Trans Alpine endlich machen. Ein Mehretappenlauf durch die Alpen. Genau zugeschnitten auf sie. Dazu noch mit eine namhafte Partnerin der Schweizer Ultraszene. Jedenfalls hat sie uns beispielsweise beim Rennsteig überholt. Das könnte spannend werden.

Wenn wir gesund bleiben wartet sicher ein gutes (Lauf)-Jahr auf uns.

 

31. Dezember 2007- 

6. Januar 2008

Das Jahr habe ich läuferisch mit dem Silvesterlauf in Gippingen beendet. Unter einem 4-er Schnitt war auf der topfebenen 7,5 Km Runde das Minimalziel. Habe schließlich pro Km 3:55 gebraucht. Nicht schlecht. Bin das erste Mal in Gippingen gestartet. War gut zu laufen. Trocken und kalt. Später kam sogar noch die Sonne heraus. Übrigens, der Sponsor auf meiner Startnummer waren die Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt. Irgendwie komisch.

Mal sehen, was das neue Jahr bringt. Ohne Verletzungen wäre wünschenswert.

 

24.-30. Dezember 2007

Im zu Ende gehenden Jahr scheint meine aufstrebende Laufkariere ernsthaft gefährdet.  Meine GPS Uhr hat am Donnerstag den Geist aufgegeben!

Über  die Weihnachtsfeiertage hat mich Daniela über Stock und Stein gejagt. Am ersten Weihnachtstag ein langes Training. Radfahrer würden das als Tagestour ansehen. Meine Schwiegermutter fragte, wo wir das Auto abstellen, als sie von der Route hörte. Nichts mit Auto, alles zu Fuß! Tags drauf etwas kürzer, aber immer noch fast ein gefühlter Marathon. Vermutlich das härteste Weihnachtstraining in meinem Leben. All die Daten sind weg!

Mit der Multifunktionsuhr hat man alle Daten, die ein moderner Sportler braucht. Pace, Höhenmeter, Neigungswinkel usw. lassen sich bequem abrufen und auswerten. Meine Lieblingsfunktion ist die Ausgabe der verbrannten Kalorien. Die rechne ich sofort in Bier um, welches ich dann mit ruhigem Gewissen einverleiben darf. Was mache ich ohne diese elementaren Informationen?

Am kommenden Montag wollte ich beim Gippinger Silvesterlauf starten. Woher soll ich wissen, ob die Strecke stimmt?

 

17.-23. Dezember 2007 Zurück in der Schweiz erleben wir ein wahres Kontrastprogramm. Zum einen, nach dem eher einfachen Leben auf Bali herrscht hier vorweihnachtlicher Einkaufskrieg. Dem kann man zur Not noch ausweichen. Zweiter Schock ist der Temperaturunterschied. Bei den frostigen Temperaturen frieren wir ordentlich nach den 2 Wochen in tropischer Hitze. Hinzu kommt das knappe Tageslicht. Ohne Wecker kommt man kaum vor 8 Uhr aus dem Bett. Einziger Trost ist, dass die Tage nun wieder länger werden.

Bei dem ungemütlichen Wetter habe ich mir 2 Ruhetage gegönnt. Gelegenheit Bilder und Video von unserer Asienreise in Form zu bringen. Die ersten Ergebnisse findest du auf unserer Bilderseite.

 

10.-16.  Dezember 2007

 

Nach Singapur stand Bali auf unserem weiteren Reiseprogramm. Die ersten Tage waren wir im Norden der indonesischen Insel in Lowina, wo wir in einem außerordentlich schönen Gästehaus wohnten. Im Gästehaus Lumba Lumba, welches von einer Schweizerin liebevoll eingerichtet ist haben wir uns sehr wohl gefühlt. Von dort haben wir einige sehr schöne Ausflüge gemacht. Später ging es in den Süden an den Strand von Sanur. Nachdem wir bei großer Hitze nur ein Notprogramm gelaufen sind, stellten wir uns die Frage, wie wir einen Marathon bei solch klimatischen Bedingungen laufen konnten. Aus dem wohlklimatisierten Schlafgemach denkt man im Freien, man stehe unter einem Fön. Nach wenigen gemächlichen Laufschritten tropfte ich wie ein Kieslaster. Kaum mehr als maximal 90 Minuten haben wir das im Laufschritt geschafft.

Kurz vor dem Singapur Marathon trafen wir eine viel Jahre in der asiatischen Großstadt lebenden Schweizerin (Katja Fink ihr Name, wie ich der Rangliste entnehmen konnte). Sie meinte, es sei sehr mutig nach einer so kurzen Anpassung den Marathon zu laufen. Unter diesen Voraussetzungen war die Zeit wirklich sehr gut. Anderseits hatten wir nach 2 Wochen nicht das Gefühl, dass es in der schwühl-heissen Luft besser ginge.

Nach den 2 Wochen auf Bali meinten wir, dass man sich sportliche Aktivitäten über kurz oder lang abgewöhnt, wenn man ständig bei diesem Klima leben würde. Natürlich sind wir nicht wegen des Laufens nach Bali gereist. Nach dem Singapur Marathon konnten wir es ruhigen Gewissens lockerer nehmen. Schließlich gibt es auf Bali genug zu sehen, was wir in den ersten Tagen auch ausgiebig taten. Reisfelder, budhistische Tempel und das Leben, welches sich zu einem grossen Teil auf der Straße abspielt, waren sehr spannend. Die asiatische Küche gab mir sicher Inspiration, ein paar neue Sachen in der Küche auszuprobieren.

Erste Bilder vom Marathon sind auf der Laufseite. Andere in Vorbereitung.

 

 

3.-9. Dezember 2007

 

Wenn man nach einem Marathon am nächsten Tag in den Beinen nichts spürt, hat man etwas falsch gemacht. Das traf bei uns beim Singapur Marathon nicht ganz zu. Einerseits haben wir am Folgetag wirklich nicht das Gefühl zu haben einen Marathon gelaufen zu sein. Anderseits waren die klimatischen Verhältnisse so, dass wir reserviert laufen mussten. Am Donnerstag Morgen sind wir noch bei minus 3 Grad mit Handschuhen und Mütze in der Schweiz gelaufen. Am Sonntag, an dem der Singapur Marathon stattfand starteten wir morgens 5:30 Uhr bei 25 Grad. Eine Stund später ging die Sonne auf und es wurde richtig heiß. Kein Grund zum Jammern. Aber auch kein Wetter für Bestzeiten.

Singapur, eine Asiatische Metropole, hat durchaus Flair. Die unzähligen Wolkenkratzer mögen anfangs abschreckend wirken. Wenn man erst mal in China Town oder in einer kleinen Reisküche gegessen hat, merkt man nicht mehr in einer Millionenstadt zu sein. Die klimatischen Verhältnisse und die Zeitumstellung von 7 Stunden verbietet jeden Gedanken an Bestzeiten. Von über 40000 Teilnehmern war zu lesen, die die verschiedenen Strecken Marathon, Halbmarathon und 10 Km liefen. Sehr gute Organisation, mit Getränken und Verpflegung alle 1,5-2 Km. Ein Preis-Leistungsverhältnis was ich noch nie erlebt habe.  Ein funktionelles Shirt, eine Sporttasche, im Ziel für die Marathonläufer ein zweites, hochwertiges Shirt.

Die Hitze machte uns reichlich zu schaffen. Daniela, wir sind zusammen gelaufen, hatte zeitig Magenprobleme bekommen. Kein Wunder, so viel wie man schwitzte konnte der Magen gar nicht aufnehmen. Gegen Ende, als die Sonne schon schien und es über 30 Grad heiß war, dazu die Hohe Luftfeuchtigkeit, habe auch ich Mühe gehabt. Die Zeit von unter 3:40 ist bei den Bedingungen und der kurzen Anpassung sehr gut und wir sind im Marathonfeld recht weit vorne gewesen.

Sicher der für uns bisher schönste Reisemarathon, den wir durchaus weiterempfehlen können.

26. November-

2. Dezember 2007

Das ging aber schnell. Unsere Reise zum Marathon Deutsche Weinstraße war nach wenigen Tagen ausgebucht. Wer jetzt noch Interesse hat, kann sich leider nur auf einer Warteliste gedulden und hoffen, doch noch einen Platz zu ergattern.

Beim Blick auf die Teilnehmerliste stellt sich die Frage, ob wegen des Marathon oder des Weines die Reise gebucht wurde. Jedenfalls haben wir genügend Betreuer.  Das ist auch gut so. Wir haben glaube eine gute Gruppe zusammen. Das relativ zeitige Datum (6. April), zwingt den Einen oder Anderen früher als sonst seinen Winterschlaf zu beenden und gibt hoffentlich etwas Motivation, schon in der kalten Jahreszeit regelmäßig zu trainieren.

Freilich steht bei diesem Marathon die Zeit im Hintergrund. Bin trotzdem gespannt, ob Ueli seine Saumagen-Halbmarathon-Bestzeit unterbieten kann...

19.-25. November 2007 Draußen ist es ungemütlich kalt, nass und grau. Genau die Zeit in der warmen Stube zu sitzen. Dabei habe ich in alten Videos gestöbert. Kommendes Jahr findet der Bieler Hunderter zum 50 Mal statt. Ein noch seltenes Jubiläum für einen ungewöhnlichen Wettkampf. Grund genug ein Videozusammenschnitt von mir aus dem Jahr 2001 ins Internet zu stellen. Zu finden ist dieser auf unserer  Bilderseite oder über diesen Link zu You Tube.

Wer beim betrachten des Video Lust bekommen hat selber ein paar Schritte zu laufen, findet auf unserer Frontseite (linke Spalte Flash Animation) den Hinweis für unser sonntägliches Training mit Ort, Zeit und Dauer. Da kann man sich gerne, auch ohne Voranmeldung, anschließen.

12.-18. November 2007 Bei der Auswahl der Wettkämpfe im nächsten Jahr haben wir  Entscheidungshilfe bekommen.

Kurz vor dem Luzern Marathon ist Daniela mit Musik gelaufen. Es ist selten das sie den MP3 Player dabei hat. Bei Mark Knopflers "Sailing to Philadelphia" reifte in ihr der Entschluss, nächstes Jahr wieder den Hunderter zu laufen. Den Song hatte ich in einem privaten Video vom Bieler 100 Km Lauf eingesetzt und weckte beim Lauf durch den herbstlichen Wald erneut Emotionen. Soweit nichts außergewöhnliches.

Beim Luzern Marathon trug ich Musik auf den Ohren. Bei der Wendeschleife beim Verkehrshaus sah ich dann Daniela auf der Gegenseite. Die Zufallswiedergabe meines MP3 Players spielte Sailing to Philadelphia.

War das Zufall?

 

5.-11. November 2007 Anfang November, kaltes windiges Wetter, der erste Schnee fällt. Für den Läufer ist Saison Ende. Er nimmt die Beine hoch und lässt den Bauch wachsen.

Nicht so bei uns. Anfang Dezember laufen wir noch beim Singapur Marathon mit. Das ist eines der Größten Läufe überhaupt. Von 40000 Teilnehmern ist zu lesen, wobei neben dem Marathon auch Halbmarathon, 10 Km und Kinderläufe angeboten werden. Kälte wird dort kein Thema sein. Der Start ist Ortszeit 5:30 Uhr am Morgen. Da werden es schon 25 Grad sein und später über 30 werden. Also keine Bedingungen für eine Bestzeit.

Darüber hinaus planen wir bereits für das nächste Jahr. Der Weinstraßen Marathon findet am 6. April zum 6. Mal statt. Wir organisieren dafür eine Reise. Die Ausschreibungen sind verschickt, das Reiseprogramm auf unserer Homepage. Die Platzzahl ist beschränkt, weshalb es sich lohnt rechtzeitig anzumelden.

29.Oktober-4.November 2007

Diese Woche habe ich mich der finalen Operation nach meinem Schlüsselbeinbruch unterziehen müssen. Die Platte, die den gebrochenen Knochen stabilisieren sollte, ist dabei entfernt worden. Immerhin noch mal ein Eingriff unter Vollnarkose. Mit dem Stück Edelmetall in der Schulter hätte ich bei Flugreisen bei der Personenkontrolle sicherlich Probleme bekommen. Glaube, nun genug Spitalluft geschnuppert zu haben.

Ein Bild von der Original Platte findest du hier.

22.-28. Oktober

2007

Am Sonntag lief der erste Luzern Marathon. Daniel as Geschäft war Sponsor. Grund genug selber auch zu starten.

Unglücklich war die Zeitplanung am Vorabend des Marathon in Daniel as Geschäft eine Inventur anzusetzen, zumal einige Startplätze für die Mitarbeite verlost wurden. So lag Daniel a nach über 18 Stunden auf den Beinen (von morgens 8:45 bis nachts um 3 Uhr), nur kurz im Bett. Trotzdem lief sie den Marathon in 3:24! Den Umständen entsprechend eine sehr gute Zeit.

Ich hatte mir nach der guten Zeit beim Halbmarathon in Weimar eine gute Zeit erhofft. Die gängigen Rechenformeln gingen von zu erwartenden 3:05 aus. Hatte von mehr geträumt.

Die Strecke war letztlich schwerer als erwartet. Über 200 Höhenmeter hat meine Uhr ermittelt. Dazu noch etwas zu schnell angegangen, eine schlechten Tag? Wer weiß.

Zwischen Km 8 und 18 hatte ich ernsthaft erwogen bei der Halbmarathon Marke auszusteigen. Habe mich dennoch durchgebissen. Das zählt!

15.-21. Oktober

2007

Thüringen scheint ein gutes Pflaster für Daniel a zu sein. Nach dem sehr guten 6. Platz beim Rennsteig Supermarathon konnte sie beim Weimarer Stadtlauf eine neue Bestzeit über die Halbmarathon Distanz erlaufen. Das ergab zwar nur einen undankbaren 4. Platz bei den Frauen. Da sie aber ihre Alterklasse gewinnen konnte, schmückt nun der fast schon traditionelle Zwiebelzopf unsere Küche. Der wird dort als Preis für die schnellen Alterklassenläufer abgegeben.

Auch ich konnte mich über eine gute Zeit freuen. Die 1:27,22 sind seit Langem die beste Zeit. Dabei ist die Strecke schwer zu laufen. Die von meiner Uhr ermittelten 70 Höhenmeter sind zwar überschaubar. Da diese teilweise auf altem Kopfsteinpflaster gelaufen werden, muss man bei der Zeit sicherlich Abstriche machen.

Sehenswert in Weimar sind auch die Parkanlagen in und um die Stadt. Auf dem Bilderalbum sind ein paar Impressionen.

Bei unserer Reise durch Deutschland haben wir auch einen kurzen Abstecher in die Pfalz gemacht, wo wir für den Marathon Deutsche Weinstraße im kommenden Jahr die Reise organisieren. Näheres in kürze auf unserer Homepage.

8.-14. Oktober

2007

Am Samstag sind wir für den Weimarer Stadtlauf gemeldet. Dort habe ich vom vergangenen Jahr noch eine Rechnung offen. Auf der Halbmarathon Strecke bin ich nur die ersten 7 Km im Wettkampftempo gelaufen. Verletzungsbedingt konnte ich den Rest der Strecke nur humpelnd zurücklegen. Das sollte dieses Mal besser laufen, auch wenn das Marathon Training am vergangenen Samstag sicherlich zu lang war um eine Woche später vollständig erholt für einen Halbmarathon zu sein. Anderseits ist Daniela vergangenes Jahr in der Vorwoche noch den Napf Marathon gelaufen und ist in Weimar immer noch 3. Frau geworden.

1.-7. Oktober

2007

Am Samstag fand bereits zum 2. Mal das von uns organisierte Athleticum Marathontraining statt. Etwa 2 Dutzend Läufer machten sich auf die anspruchsvolle und schöne Strecke nach Kölliken, Schorüti, Mühletal, Neudorf, Uerkheim nach Kölliken. Um das Marathontraining komplett zu machen dann noch einen Bogen über Eppenberg zurück zur Badi Entfelden. Der Eine oder Andere ist über sich hinausgewachsen. Statt des angestrebten Tempos von 6 min/km hatten wir über die gesamte Strecke einen 5:45er Schnitt. Und das mit über fast 32 Km mit 400 Höhenmetern.

Respekt und Dank allen, die für das gute Gelingen beigetragen haben. Wir freuen uns schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Hier geht es zu den Bildern.

24.-30. September

2007

Dem aufmerksamen Leser dieser Homepage wird nicht entgangen sein, dass am vergangenen Samstag der Willisauer Lauf auf dem Programm stand. Eine Erkältung hat den Start verhindert. Damit scheint mir das Pech dieses Jahr treu zu bleiben.

Im laufe der Woche habe ich dann die Erkältung an Daniel a weitergegeben. Gegen die Halsschmerzen trug sie nachts einen Schal. Nicht irgendeinen. Sondern meinen etwa 30-jährigen Fanschal des FC Carl Zeiss Jena, den meine Mutter seinerzeit strickte. Das hat seine Wirkung nicht verfehlt. Nur einer Nacht trug   Daniel a den blau-gelb-weißen, etwas muffigen Schal. Am nächsten Tag siegten die Jenaer Fußballer zum ersten Mal in der laufenden Saison im 7. Spiel!    

17.-23. September

2007

Der Sonntag ist gemein hin der Tag der Ruhe und Besinnung. Nicht so bei uns.

Am Samstagabend hatte Daniel a den seltenen Wunsch geäußert, mal was „Schnelleres“ zu machen. Da traf sie bei mir auf offene Ohren, wissend, dass sie dieses Trainingsmittel nur sehr selten anwendet und sich auch bei kürzeren Läufen gerne drückt.

Mit ein paar Tastenklicks auf  meiner Höhenkilometerkalorienpulskompassneigungswinkeldurchschnittspaceuhr, die auch die Zeit des Sonnenauf und -untergangs anzeigt, ist ein passendes Trainingsprogramm für den Sonntag Morgen erstellt. Die Meile 5 Mal schnell mit je 500 Metern Pause und Ein- und Auslaufen.

Am Ortsausgang Oberentfelden schien das Warmlaufen abgeschlossen. Das erste Intervall. Der Puls schnellt schneller hoch als wir Tempo aufnehmen. Daniel a gibt ungewöhnliche Atemgeräusche von sich. „Das muss ich nicht haben am Sonntag“, sagt sie. Ich tue, als hätte ich es nicht gehört. Noch 300 Meter Trabpause. Die Garmin Uhr mahnt zum nächsten Intervall mit akustischem Signal. Es geht schon besser. Daniel a hechelt. Der Schweiß läuft ihr nur so.  Die Pausen werden immer kürzer. Stimmt das GPS wirklich so genau? Nach dem 4. Intervall fleht Daniel a um Gnade. Die Uhr kennt kein Erbarmen. Die letzten 1,6 Km im Galopp! Fertig. Zur Belohnung noch eine ausgedehnte Runde an den Kölliker Weihern vorbei zum Auslaufen.

Am Nachmittag kann ich dann ein paar eindrucksvolle Balkendiagramme aus den Daten zaubern.

Am Abend fragt Daniel a: „Machen wir so was mal wieder?“        

10.-16. September

2007

Der 15. Jungfrau Marathon hielt, was er versprach. "Die schönste Marathonstrecke der Welt". Wer wollte, konnte sich unterwegs bei Heinz Schild bedanken, der diesen Lauf gegründet hat und diesmal „nur“ Zuschauer war.

Bei optimalem Wetter war es ein Lauffest.

Pünktlich am Freitag war auch Daniel as Hexenschuss weitestgehend ausgetrieben. Ein Testlauf am Feitag verlief schmerzfrei. So konnte sie sich am Samstag 9 Uhr in Interlaken auf den Weg zur kleinen Scheidegg machen. Vermutlich wäre eine Zeit von unter 4:30 möglich gewesen. Stattdessen lief sie als Begleiterin ihrer Freundin Monika gut 4:36 und genoss dafür die Aussicht auf das grandiose Bergpanorama.

Auffallend war das sehr starke Niveau des Feldes. Sicher nicht zuletzt wegen der gleichzeitig ausgetragenen Berglauf WM.

Einzig zu bemängeln gilt, dass schlichtweg zu viele Läufer auf die Stecke geschickt werden. Die 4300 Finisher führten gerade im Zeitbereich über 4:30 Stunden zu ärgerlichen Staus auf den oberen schmalen Bergpassagen. Sie Bahnen zurück ins Tal waren dann hoffnungslos überfüllt.

Es überwiegen jedoch die positiven Eindrücke und die tolle Atmosphäre. 

"Der schönste Marathon der Welt!"

3.-9. September

2007

Das Pech scheint uns dieses Jahr treu zu bleiben. Der Jungfrau Marathon, für den wir beide gemeldet sind, steht im Vorfeld unter keinem guten Stern. Nach meinem komplizierten Schlüsselbeinbruch wird man mich in der Rangliste nicht finden. Daniel a hat sich einen Hexenschuss eingefangen. Über einen Start entscheidet ihr Befinden am Vortag des Jungfrau Marathon, der dieses Jahr gleichzeitig Berglauf Weltmeisterschaft ist.

Vor 2 Jahren sind wir auch den „schönsten Marathon der Welt“ gelaufen. Die Schönheit der Schweizer Alpen war seinerzeit Wolkenverhangen. Wie ich erst später in der Rangliste sah, ist Marco Tschannen damals 6 Sekunden vor mir eingelaufen. Kannte ihn seinerzeit noch nicht. Genauso wenig wie Daniel a Monika Thalmann persönlich kannte, die nur knapp eine halbe Minute nach ihr ins Ziel auf der kleinen Scheidegg einlief. Mittlerweile sind wir den einen oder anderen Trainingskilometer schon gemeinsam gelaufen.

So klein ist manchmal die Läuferwelt.  

27.August-

2. September

2007

"Liebe junge Väter oder angehende, haben Sie Mut! Nennen Sie Ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar. Waldemar ist da!"

Das war der Jubel von Fernsehkommentator Heinz-Florian Oertel beim Marathon Olympiasieg Waldemar Cierpinskis 1980 in Moskau. Es war sein zweiter Olympiasieg nach Montreal 1976. Historische Siege für den sympathischen Ostdeutschen.

Seither sind herausragende Leistungen von deutschsprachigen Marathonläufern Mangelware. Bis auf eine Ausnahme.

Viktor Röthlin hat spätestens mit seiner Bronze Medaille bei der Leichtathletik WM in Japan einen Platz unter den ganz großen Marathonis der Welt und ist derzeit der mit Abstand beste deutschsprachige Läufer über diese legendäre Strecke.

Auch bei dem Training scheinen beide ähnliche Schwerpunkte gelegt zu haben. Grundsätzlich kommt man in diesem Leistungsbereich nicht um hohe Kilometerumfänge herum. Darüber hinaus ist von beiden bekannt, dass  sie gerade nach langen Läufen noch Tempo gebolzt haben. So ist der Körper für den wichtigsten Abschnitt bei einem Marathon, nach Km 35, trainiert.

Nennt eure Kinder Viktor könnte man heute sagen.

20.-26.

August

2007

Doping ist das allgegenwärtige Thema des Sportsommers gewesen. Was da ans Tageslicht gekommen ist, hat für die meisten und auch für mich die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Insbesondere der Radsport war davon betroffen. Kaum eine Woche, wo nicht gleich mehrere Fahrer überführt wurden. Sicher kann man aus einem Esel kein Rennpferd machen. Wenn es darum geht vorne mitzufahren oder eben nicht, scheint jedes Mittel recht zu sein, werden massive gesundheitliche Risiken in Kauf genommen.  

Im Forum des 24 Stunden Radrennens von Schötz fragte ein Werni, ob es bei diesem Amateurrennen Dopingkontrollen gibt. Er befürchtete ein blaues Wunder für manche Teilnehmer.

Die Antwort des Präsidenten klang gereizt. „Gibt es eigentlich nur noch ein Thema??“ Und das man  „Ausser einem Diplom, einem Blumenstrauss und viel Applaus Schötz nichts gewinnen kann“, es nach seiner Logik keinen Sinn mache, zu bescheissen.

Wernis Frage blieb jedoch unbeantwortet.

13.-19.

August

2007

Seit gut 11 Jahren bin ich Läufer. In den Jahren hat sich einiges verändert, was Ausrüstung betrifft. Am Anfang meiner Laufkariere trug ich baumwollenes Tuch. Das ist der Funktionsfaser gewichen. Diese hat den entscheidenden Nachteil, dass sie den Geruch der Trainingskilometer zu speichern vermag. Wer unseren Keller betritt, wo die getragenen Klamotten vor dem Waschen zwischengelagert werden, wird von einem fein würzigen Duft empfangen. Haben die Sachen den Gestank erst mal aufgenommen, bekommt man sie nicht mehr geruchsneutral. Im Wald mag das kein Problem darstellen. Bin aber schon mal in eine peinliche Situation geraten, als ich ein frisch gewaschenes Shirt bei einer Therapie trug. Schon nach 10 Minuten aufwärmen auf dem Ergometer roch ich wie ein Fuchs. Die eigentliche Therapie wurde dann spontan gekürzt…

6.-12.

August

2007

Normalerweise sollen hier meine läuferischen Höhenflüge geschildert werden. Davon war in letzter Zeit wenig zu lesen. Grund dafür ist ein Unfall mit gebrochenem Schlüsselbein. Nun nehme ich bei dieser Verletzung alle Risiken und Nebenwirkungen mit, so dass es statt über Laufen nur über las Joggen im Wasser schreiben kann. Das ist freilich wenig ergiebig, wenn ich auf der 50 Meter Schwimmbahn einer fast 70 jährigen Frau sage und schreibe 3.25 Meter abnehmen kann. Hoffe mit diesem Invalidensport wenigstens halbwegs mein Gewicht halten zu können.

24. Juli- 5. August

2007

Der 22. Swiss Alpine Marathon am vergangenen Samstag lief für Daniel a sehr erfolgreich. Bei ihrer 6. Teilnahme am K78 konnte sie sich als 10. Frau platzieren. Ihr bestes Ergebnis bei diesem Ultraberglauf. Dabei fühlte sie sich vor dem Start gar nicht fit, fragte sogar im Hotel nach einem Fieberthermometer, da sie das Gefühl einer aufkommenden Erkältung hatte. Ob es der Vollmond war oder die Aufregung? Jedenfalls lief es je länger der Lauf ging umso besser, sieht man von 2 Stürzen einmal ab. Mann sah im Ziel auffällig viele mit Sturzspuren bei den Läufern.

Beim Swiss Alpine ist man immer für Überraschungen gut. Kaum ein Jahr, wo es nicht irgendwelche Änderungen gibt. Diesmal hat man das ohnehin schon große Programm um einen Halbmarathon ergänzt. Dabei ist dem Veranstalter ein Glücksgriff gelungen. Der Start auf der neuen, spektakulären Sunnibergbrücke in Klosters ist eine geniale Idee gewesen. Der Lauf ist anspruchsvoll und schön. Über 1000 Läufer meldeten sich für diesen Lauf an und vermutlich wird er nächstes Jahr mehrere Teilnehmer zählen als der K 78, der dennoch der Hauptlauf bleibt.

Schade, dass beim Zieleinlauf die Läufer der König sdisziplin nicht besser in Szene gesetzt werden könnnen. So laufen die Finisher aller Disziplinen am gleichen Ort ein. Der Zuschauer kann nur an Hand der unterschiedlichen Startnummern die absolvierten Strecken unterscheiden.

23.-29. Juli

2007

Am kommenden Wochenende steht der Swiss Alpine auf dem Programm. Verletzungsbedingt ist für mich die Teilname am K78 undiskutabel. Daniel a wird auf der König sdisziplin starten. In diesem Zusammenhang ist uns der Name Robert Schläpfer wieder aufgefallen. Dass er die zweit- und drittbeste Zeit beim Bieler 100 Km Lauf hält verschweigt er bescheiden. Diese Informationen findet man im Internet oder in Werner Sonntags Buch, „Mehr als Marathon“. Dort steht auch zu lesen, dass er beim Swiss Alpine Marathons, seinerzeit noch 66 Km lang, mithalf, die Stecke zu testen. Das liegt ein paar Jahre zurück, der Lauf findet dieses Jahr zum 22. Mal statt.

Da war Daniel a am vergangenen Freitag in guten Händen, als sie sich von Robert Schläpfer in seiner unauffälligen Praxis in der Aarauer Altstadt behandeln ließ und sich letzte Tipps aus kompetentester Stelle hohlen konnte.  Da sollte nichts mehr schief gehen, zumal auch das Wetter Sonnenschein und milde Temperaturen verspricht.

16.-22. Juli

2007

Sommerzeit ist wettkampffrei. Bei mir ist die Pause verletzungsbedingt länger als gewollt. Zeit für einen Rückblick.

In der ersten Saisonhälfte war Teils ordentlich Sand im Getriebe. Normalerweise sage ich immer, dass Verletzungen meist aus falschem Training resultieren. Bei einem Unfall sieht das freilich anders aus. Auch das mich in der Nacht vor dem Freiburg Marathon ein Magen-Darm Virus heimsucht ist einfach Pech. So blieb für mich nur der Rennsteig Supermarathon als langer Wettkampf, den ich zu schnell angegangen bin und insgesamt unterschätzt habe. So konnte der Hunderter, nur 4 Wochen nach dem Rennsteig, eigentlich nur in die Hose gehen. Robert Schläpfer, mehrmaliger Bielsieger, bei dem wir in physiotherapeutischer Behandlung sind, sagte sogar, dass uns mein Unfall, eine Woche vor Biel, geschützt hat!

So kann ich mich nur über den schmeichelhaften Gesamtsieg beim Moosleerauer Geländelauf freuen.   

Muss sehen, wann ich wieder wettkampftauglich bin. Beim Jungfrau Marathon, am 8. September, erwarte ich als lausiger Bergläufer keine Wunder und der Urlaubsmarathon im Dezember in Singapur wird eher als Erlebnis als Wettkampf angesehen. Sicher wird sich der eine oder andere kleine Lauf noch ergeben. Aber erst muss noch das Schlüsselbein zusammenwachsen.

Daniel a hat den gleichen Magen-Darm Virus wie ich vor dem Freiburg Marathon erwischt. Allerdings einige Tage vor mir. So riskierte sie den Marathon in Zürich, da sie nicht ohne mich ins Breisgau reisen wollte. Die Risikofreude wurde belohnt. Den krankheitsbedingten Substanzverlust eingerechnet sind die 3:20 eine sehr gute Zeit. Beim Rennsteig hat sie sich auch etwas übernommen, aber immer noch in einer sehr guten Platzierung (6.) . Beim Hunderter ist sie dann vernünftigerweise rechtzeitig ausgestiegen um noch Kraft für neue Taten im zweiten Halbjahr zu haben.

9.-15. Juli

2007

Vor ein paar Jahren hatte Mark Knopfler einen Motorradunfall. Er fuhr zur Probe für eine Konzerttournee mit dem Motorrad. Nach einer Kollision mit einem Auto kann er zu Fall und brach sich ein paar Rippen und das Schlüsselbein. Ich hatte mir schon Tickets für die Auftritte in Zürich und Stuttgart gesichert und war enttäuscht als die Tour ersatzlos abgesagt wurde. Wie es hieß auf Anraten seiner Ärzte. Hielt die Verletzungen eigentlich nicht so gravierend. Nun bin ich selber außer Gefecht gesetzt mit gebrochenem Schlüsselbein und kann gut nachvollziehen, wie man mit einer scheinbar harmlosen Verletzung arg gehandicapt wird.

2.-8. Juli

2007

Normalerweise sollte ich über meine eigenen sportlichen Aktivitäten hier berichten. Verletzungsbedingt beschränkt sich das zurzeit vor allem auf AquaFitness. Das ist eigentlich von mir belächelter Altherrensport.

In der Hierarchie der Badegäste bin ich tief gesunken. Die Hausfrauen grüßen nicht einmal mehr im Bad, wenn ich mit meinem Gurt einlaufe.

Von außen sieht Aquajogging freilich auch nicht wie eine sportliche Betätigung aus. Zu sehen ist nur der Kopf. Das die Beine in alle Richtungen Widerstand haben verbirgt sich unter der Wasseroberfläche.

Der gemeine Aquajogger atmet mit geschlossenem Mund, das Haar bleibt staubtrocken. Mit ein paar Intervallen kann aber schon ordentlich außer Atem kommen.  

Mit dem Vortrieb ist es dennoch nicht weit her. Als Ausdauersportler sind Zeit und Distanz die Schlüsselparameter. Sieben Minuten auf 100 Meter ist meine Referenz! Wird Zeit, dass ich wieder festen Boden unter die Füße bekomme.

25. Juni- 1. Juli

2007

Hatte in der vergangenen Woche von Unregelmäßigkeiten beim Bieler Hunderter geschrieben. Nun bin ich auf weitere "Fälle" aufmerksam gemacht worden.

Etwa einem Top Ten Läufer, dem im Ziel keinerlei Anstrengungen anzusehen waren. Auf der Strecke wurde er überholt und war später doch wieder voraus. Das alte Hase und Igel Spiel.

Oder eine Frau, die in den ersten 10% in der Frauenrangliste zu finden ist. Sie hat sich bis Oberramsern (Km 38) 5:48 Stunden Zeit genommen. Dafür sprintete sie förmlich nach Kirchberg (Km 56). Bei einem Kilometerschnitt von 3:30 muss sie das Feld von hinten aufgerollt haben. Im Ziel war sie dann so schnell, dass sie auf keinem Zielfoto zu sehen ist. Jedoch, der Mann, der zu der Zeit ins Ziel lief,hat den gleichen Nachnamen. Zufälle gibt es!

Freilich sind das Randerscheinungen, die man bei keinem Lauf ganz ausschließen kann. Und richtig freuen wird man sich nicht über eine Zeit oder Platzierung wohl kaum, wenn sie auf unehrliche Art und Weise zustande kann. Dabei ist es egal, ob man Doping nimmt, einen Teil der Strecke mit dem Auto zurücklegt oder seinen Zeitnahmechip einfach jemanden ins Ziel tragen lässt.  

18.-24. Juni

2007

Der Bieler 100 Km Lauf stand für uns unter keinem guten Stern. Als ich in der Vorwoche mit dem Rad stürzte, war mir sofort klar, dass ein Start in Biel ausgeschlossen ist. Bei mir war es ein gebrochener Knochen, Daniel a hatte darauf hin nicht den Kopf so frei, um unbeschwert die 100 Km zu laufen. Schon nach 20 Km hatte sie Schmerzen im Oberschenkel und ist dann nach der ersten Teilstrecke in Oberramsern, km38, an 4. Stelle liegend, aus dem Rennen gegangen.

Habe Beobachtungen an der Strecke gemacht, die mir die Gewissheit geben, dass jemand versuchte mit unlauteren Mitteln eine Zeit zu laufen, die nicht dem Leistungsniveau entspricht. Eine solche Behauptung scheint gewagt. Wir haben aber so eindeutige Indizien die für uns keinen Zweifel zulassen.

11.-17. Juni

2007

Die Startnummer 85 ist für Freitag, den 15. Juni  für mich reserviert. Dort wollte ich versuchen, zum 6. Mal die 100 Km von Biel zu laufen. Fühlte mich auch so gut in Form, um eine zweistellige Platzierung nicht für unrealistisch zu halten. Es soll nicht sein.

Am Samstag wollte ich mit Daniel a mit dem Rad zu Jürg fahren und dort eine Runde zu joggen. Auf halber Strecke komme ich mit dem Velo zu Fall, obwohl ich alles andere als schnell unterwegs war. Stürzte so unglücklich, dass mein Schlüsselbein zu Bruch geht. Die Verletzung erweist sich so schlimm, dass der Arzt zu einer Operation rät. Nun stabilisiert eine Metallplatte meine Schulter bis der Knochen zusammen wächst. Bis diese wieder herausgenommen wird, ist die Beweglichkeit meines rechten Armes stark eingeschränkt. Somit ist der erste Teil der Laufsaison für mich vorzeitig beendet. Damit ist an einen Start bei den Bieler Lauftage n nicht zu denken.

Bin mir aber sicher, dass trotz der Zwangspause mir in den nächsten Wochen noch was einfällt, um den Wochenbericht weiterzuführen. An Themen mangelt es ja nicht.

Marco Canonica, der OK Präsident der Radsporttage Gippingen,  einem großen  regionalen Radrennen mit internationaler Beteiligung, wurde in einem Zeitungsgespräch die Frage gestellt, was er als Veranstalter gegen Doping unternimmt. Antwort: „Wir haben eine sportlich fahrbare Strecke die mit 196 KM auch eine vernünftige Länge hat. Leider können wir nicht viel mehr zum seit Jahrzehnten bestehenden Dopingproblem als Veranstalter beitragen.“ Etwas dünn die Antwort finde ich. Nur eine „fahrbare Strecke“ anzubieten wird der Problematik nicht gerecht.

Die Homepage von Jan Ulrich ist immer einen Besuch wert. Am 6. Juni macht er auf seine Letterbox aufmerksam. Dort „findet Ihr interessante  Artikel  von Journalisten oder Fan-Briefe. Schaut doch mal rein....“

Leonard schreibt dort: „Man kann davon ausgehen, dass alle Bergfahrer EPO genommen haben also ist die Chancengleichheit wieder hergestellt.“  

Da in der Letterbox nur ausgewählte und Ulrich wohlgesonnene Beiträge aufgenommen werden, kann man sich selber seinen Reim darauf machen. Es haben ja sowieso Alle was genommen.

„Ich habe nie betrogen und das ist ganz groß!“

4.-10. Juni

2007

Die Bilder vom Rennsteiglauf sind eingetroffen. Während Daniel a noch gut getroffen ist, sehe ich jämmerlich aus. Ausgeschlossen das Elend zu veröffentlichen. Das „Leiden Christi“ müsste neu definiert werden.

Es gab viele Helden beim Rennsteiglauf. Werner Sonntag, einer von ihnen, sahen wir noch Richtung Ziel laufen. Nach einer Bypassoperation im vergangenen Jahr ist er die Marathonstrecke gelaufen. Wer Werner Sonntag nicht kennt- Er ist im 81. Lebensjahr! Eine laufende Legende ist glaube nicht zu hoch gegriffen. „Irgendwann mußt du nach Biel“ sind geflügelte Worte und Titel seiner ersten Buchveröffentlichung 1978.

Nachtrag:

Eine Protestwelle zieht durchs Land. Habe die Reaktion unterschätzt als ich unsere Bilder vom Rennsteig unterschlagen wollte. Von Zensur und Diktatur war die Rede. Die Welt will uns leidend sehen! Beuge mich dem Druck uns stelle ab sofort mein gesamtes Bildmaterial in den Laufbericht.

29. Mai - 3. Juni

2007

Vor Monaten hatte ich die Leistung von Rolf Aldag beim Hamburg Marathon an dieser Stelle bewundert. Er hatte nach seiner aktiven Kariere als Radprofi eine neue sportliche Herausforderung gesucht und sie beim Laufsport gefunden. Vor ein paar Tagen hat er, wie eine Reihe anderer Ex-Fahrer, zugeben müssen, während seiner aktiven Zeit Doping genommen zu haben. Natürlich haben sie nur zugegeben, was mehr als 5 Jahre zurückliegt und somit rechtlich nicht mehr relevant ist.

Die Bewunderung für die gute Marathonzeit hat sich etwas gelegt, selbst wenn ich gar nicht unterstellen will, dass er beim Lauf auch was genommen hat.

In diesem Zusammenhang fiel mir ein, wie ich Konrad F. im Bieler Eisstadion im Jahr 2002 zu seinem 2. „Sieg“ beim 100 Km Lauf gratulierte und mich später auch korrigieren musste.

Als er 1999 als erster ins Ziel in Biel einlief kam schnell Zweifel auf, ob er wirklich die gesamte Strecke gelaufen sei. Seine Chipmessungen waren unvollständig. Stefan Kläusler, 2. im Ziel, weigerte sich sogar an der Siegerehrung teilzunehmen. Er sei nicht von F. überholt worden. Das OK hatte nicht den Mut F. zu disqualifizieren uns so wuchs Gras über die Sache.

„Doch auch bei seinem 2. „Sieg“, 2002, schien nicht alles gestimmt zu haben, hörte ich später unter Läufern.  

Beim Gigathlon, Konrad F. war in seinem Team für die Laufstrecke eingeteilt, wurde er schliesslich dabei erwischt, einen Teil der Strecke mit dem Auto zurückgelegt zu haben. Das Team wurde nach der Siegerehrung wegen ihm disqualifiziert.

Da kann sich jeder seine Meinung bilden, wie es wirklich war mit dem "Sieger Konrad F.", der jetzt beim Zeitmesser Datasport seinen Vornamen auf Koni geändert hat. Seine Bieler „Siege sind dort dennoch vermerkt.

21.-28.

Mai

2007

Der Rennsteiglauf ist nun auch Geschichte. War eine harte Nuss. Als alpenerprobte Läufer haben wir das Mittelgebirge des Thüringer Waldes wohl unterschätzt. Siehe dazu auch meinen Bericht.

Sind nach dem verlängerten Wochenende in Thüringen noch 4 Tage im Schwarzwald zum regenerieren gewesen. Sind subjektiv schnell wieder hergestellt gewesen.

Erstaunlich für uns die Unterschiede des gastronomischen Angebotes zwischen dem Thüringer Waldes und dem Schwarzwald.

Von unserer Unterkunft in Oberhof bis zu den Gaststätten in der Region des Thüringer Waldes können wir nur positives sagen. Im Gegenteil dazu der Schwarzwald. Während das Hotel noch gut (und teuer) war, können wir die Restaurants überhaupt nicht rühmen. Höheres Preisniveau und weniger Leistung- so kann ich das zusammenfassen. Schade.

14.-20- Mai

2007

Ein Marathonlauf beginnt eigentlich erst so richtig, wenn mindestens 30 Kilometer zurückgelegt sind. Die Kräfte schwinden, die Kohlenhydratspeicher sind aufgebraucht.

Wenn wir am kommenden Samstag beim Rennsteiglauf die 30 KM Marke geschafft haben , liegt zwar immerhin schon der Inselsberg hinter uns aber auch noch eine volle Marathondistanz vor uns. Dazu noch einige Höhenmeter im Thüringer Wald.

Der Supermarathon ist unsere Strecke beim 30. Rennsteiglauf, Europas grösstem Crosslauf. Insgesamt 72,7 Kilometer und gut 1400 Meter Höhendifferenz stehen vor uns.

Freilich sind wir gut trainiert. Dennoch ist eine solche Ultrastrecke immer unkalkulierbar. So sehen wir das eher als Abenteuer und nicht als Wettkampf.

Als geborener Thüringer ist der Rennsteiglauf für mich eigentlich Pflichtveranstaltung. Als ich noch in Thüringen gelebt habe, bin ich jedoch „weniger“ sportlich aktiv gewesen und später ergab sich nie die Gelegenheit für einen Start.

Neben der Strecke gibt es beim Rennsteiglauf noch einige Besonderheiten. An den Verpflegungspunkten, entlang der Strecke, stehen Bier und Wurst zur Stärkung bereit. Legendär auch der angebotene Haferschleim. Bin gespannt welche Konsistenz er hat.

Lassen wir uns überraschen.

7.-13. Mai

2007

Der Buchsilauf stand am Samstag auf dem Programm. Zwei Wochen vor dem Rennsteiglauf noch mal ein schneller, kurzer Lauf.

Nach den Regenfällen der letzten Tage waren die Wege aufgeweicht. Mitunter war es sogar ein Crosslauf. Daniela lief eine sehr gute Zeit und in ihrer Alterklasse aufs Podest. Ich konnte zwar 2 ½ Minuten vor ihr ins Ziel laufen, die Zeit war jedoch nicht berauschend. War aber dennoch ein guter Aufbauwettkampf. Am Sonntag haben wir dann noch ein letztes langes Training gemacht.

29. April- 6. Mai

2007

Die Wettkampfsaison ist nun im vollen Gang. Auch nach über 10 Jahren Lauf-Wettkämpfe wird das nicht langweilig.

Den Kreisgeländelauf Moosleerau, am vergangenen Samstag konnte ich, zu meiner eigenen Überraschung, gewinnen. Auch wenn ich die Wertigkeit dieses Sieges einzuordnen weiss, freue ich mich darüber. Das soll mir weiter Rückenwind für weitere Taten geben.

Vom Sonntagstraining sind auf unserer Bilderseite ein Paar Schnapschüsse, sowie die Strecke und das Höhenprofil zu bestaunen.

23.-29.

April

2007

Unsere Trainingslager haben wir dieses Jahr in Spanien verbracht. Giverola, nur 4 Km vor Tossa de Mar war unser Ziel. Trotz der direkten Nähe zum Mittelmeer ist das Gelände sehr anspruchsvoll.. In Hinblick auf den Rennsteiglauf, am 19. Mai kam uns das aber sehr gelegen. Lediglich der angebotene Long Jog am Freitag, entlang einer ehemaligen Bahnlinie, war flach. Trotz des schweren Geländes haben wir viele Kilometer machen können und trotzdem noch Zeit für Erholung gefunden.

Auf gps-tracks.com habe ich unsere Abschlussrunde veröffentlicht.

Siehe auch unsere Bilderseite.

16.-22.

2007

April
Beim GP-Fricktal, der am Ostersamstag zum 42. Mal ausgetragen wurde, bin ich meine Bestzeit über die 10 Meilen gelaufen. Das liegt aber schon ein paar Jahre zurück. Seinerzeit war ich 5 ½ Minuten schneller als vergangenen Samstag. Was diese Zeit wert ist, wird sich im weiteren Saisonverlauf zeigen. Nach gerade überstandener Erkrankung und bei, für Anfang April, hohen Temperaturen, kann ich diese Zeit dennoch ohne schlechtes Gewissen schön reden.

Nun geht es ins Trainingslager, um noch etwas an der Form zu feilen.

9.-15-
April

2007

Beim Freiburg Marathon wurden wir gut vertreten.

Roland Zähner, hat meinem Namen alle Ehre erwiesen, wie er für mich den Marathon gelaufen ist, obwohl er erst am Samstag Mittag von seinem Glück erfuhr, mich beim Freiburg Marathon zu vertreten. Seine Zeit 2:57 ist sehr gut. Mir wäre es lieber in der Rangliste würde unter meinem Namen (Nußeck mit “ß”) würde eine 2:54 stehen und ich wäre sie selber gelaufen.

Cecil. Ihre Zeit beim Halbmarathon ist unglaublich. Die Zeit 1:32,53 ist bei Datasport Messungen nie gelaufen! Sie musste d e m Tribut zollen. Die Zielzeit (3:26) entspricht dann schon eher ihrem Leistungsvermögen.

Benne Meyer ist nach knapp 4 Stunden eingelaufen. Solide, ehrliche Zeit.

2. -8. April

2007

Für den 1. April war unserer Teilnahme am Freiburg Marathon geplant. Mit der Vorbereitung lief es sehr gut. Durch den milden Winter hatten wir sehr gute Trainingsbedingungen, seit Februar war ich regelmäßig auf der Bahn.,um noch etwas Schnelligkeit zu schulen.

Am letzten Wochenende hatte es Daniela mit einem Magen-Darm Virus erwischt. Mehrere Tage im Bett, aber Ende der Woche ging es wieder und wir machten zusammen einen Testlauf. Der lief erfolgversprechend, so dass dem Marathon nichts mehr im Wege schien.

In der Nacht auf Freitag hatte der Virus auch mich erreicht. An Marathon war so nicht mehr zu denken. Hoffte am Morgen noch, trotzdem nach Freiburg reisen zu können und den Halbmarathon zu laufen. Das wäre nicht schlau gewesen. So verbrachte ich das Wochenende vorwiegend im Bett. Meinen Startplatz konnte ich Roland Zähner weitergeben. (Nur wenn sich jemand wundern sollte, wenn ich in der Rangliste stehe.)

Daniela mochte dann auch nicht nach Freiburg fahren. Dafür hat sie am Samstag Nachmittag eine Startnummer für den Zürich Marathon bekommen.

Die Zeit 3:20 (unter falschem Namen) ist, nach der Krankheit, einmal mehr "gefühlte Bestzeit".

26. März-

1. April

2007

Das Militär ist der Stolz der Schweizer Eidgenossenschaft.

„Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee!“ Diese Redewendung bezieht sich auf das weltweit einmalige Modell, bei dem jeder diensttaugliche Schweizer seine Uniform und persönliche Waffe mit Munition zu Hause aufbewahrt.

Am Montag vergangener Woche begann in der Schweiz die Rekrutenschule. Der Zufall wollte es, dass am Donnerstag jungen Soldaten auf der Laufbahn den allseits beliebten Conconi- Test zu absolvieren hatten. Das war der Tag, wo auch bei mit Bahntraining auf dem Programm stand.

Sollte ich mich vor den kraftstrotzenden, hochmotivierten jungen Burschen wirklich blamieren? Könnte genauso im dunklen Wald ein paar Meter schnell laufen. Für einen Moment wartete ich im Auto.

Schließlich stieg ich doch aus und begann mich 5 Runden locker einzulaufen. Danach wollte ich 8x 1000 Meter schnell laufen mit jeweils 400 Meter Trabpause.

Erstaunlicherweise überholte ich bereits beim Warmlaufen nicht wenige Rekruten. Bei meinen, sicher nicht schnellen Intervallen, war kaum jemand auf der Bahn, der auch nur annähernd mein Tempo halten konnten.

Nur zur Erinnerung- Die jungen Soldaten könnten vom Alter her meine Söhne sein und mit meiner Schnelligkeit ist es auch nicht weit her. Dennoch war es erschreckend zu sehen, wie junge Männer an ihre Grenzen stoßen, wenn sie 12 Minuten am Stück so weit laufen sollen, wie sie können. Einzelne blieben mit krampfgeplagten Waden stehen, andere wälzten sich vor Schmerzen im Gras.

Während meines Trainings absolvierten 3 Gruppen den Ausdauertest. Das Bild war durchgehend verheerend, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Will von meinen Beobachtungen nicht auf die Wehrfähigkeit der Schweiz schließen. Die Unsportlichkeit der Kinder und Jugendlichen ist sicher nicht nur ein Schweizer Problem, sondern eine Massenerscheinung unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Jugend läuft lieber der neuen PlayStation hinterher, statt einem Ball und die Beweglichkeit beschränkt sich auf den linken Daumen vom SMS schreiben.

19. -25. März

2007

Am Dienstag habe ich eine neue Freundschaft geschlossen.

Nach gut zwei Stunden Suhr, Kulm, Wannenhof, Rütihof bin ich wieder zurück in Oberentfelden. Will eine Kreuzung passieren, da sehe ich noch im Augenwinkel ein weißes Auto, welches noch vor mit rechts um die Kurve will. In 9 von 10 solcher Situationen wird der Autofahrer dem gerade aus laufenden Fußgänger noch über die Straße lassen, zumal er davon ausgehen muss, dass er ihn nicht wahrnimmt. Der Fahrzeuglenker in meinem Fall hat es eilig und biegt noch knapp vor mir ein. Kann gerade noch stehen bleiben und schlage mit der flachen Hand an seine hintere Seitenscheibe.

Der Fahrer hat es nicht nur eilig, er hat auch sehr schlechte Laune. Wendet schnell, fährt mit laut aufheulendem Motor mir hinterher und stürzt aus dem Auto. Plötzlich steht er vor mir, die Faust erhoben und schimpft auf mich ein.

Freilich hätte ich auch weglaufen können. Das hätte die Situation möglicherweise noch verschärft. So habe ich mich auf meine Taktik besonnen, die ich bei wütenden Hunden anwende um sie zu beruhigen. Kumpelhaft auf sie einreden, keine Angst zeigen, Körperkontakt suchen. Das hat bisher immer so gut funktioniert, dass sich Daniela und Cecil, wenn sie mit mir joggen, hinter mir verstecken, wenn Gefahr von einem vierbeinigen Kläffer droht.

Und siehe da, meine Hundetaktik funktioniert auch bei dem Autofahrer mit Berner Kennzeichen (hätte ich die Geschichte frei erfunden, wäre er Züricher). Er senkt seine gegen mich erhobene Faust!

Später geben wir uns die Hand und winken uns zum Abschied zu.

Das war knapp.

12. -18. März

2007

In Aarau stehen zwei 400 Meter Laufbahnen zur Wahl. Die sind nicht aus staubiger Asche, sondern gepflegtem Tartan. Auch der Sportler sieht anders aus als zu meiner Schulzeit vor 30 Jahren. Seinerzeit gab es zu muffigen Baumwollklamotten keine Alternative. Jetzt ist funktionelle Faser gefragt. Mit Brustgurt, der drahtlos die EKG-genaue Herzfrequenz zur Pulsuhr sendet, sowie einem Musikplayer, kaum so gross, wie ein Feuerzeug, stehe ich im Aarauer Schachen auf der Laufbahn des Leichtathletikstadions. Kein Herr Kaps, der die Sportstunde mit “Sport-Frei” beginnt und auch kein Strille.

Vorher habe ich in der gängigen Laufliteratur gestöbert, was die Laufgelehrten zum Bahntraining empfehlen. Pyramidentraining gilt als die hohe Kunst des Intervalltrainings, schreibt Meister Steffny.

Das schönste daran ist das einlaufen. Fünf Runden leicht, locker, lächelnd. Das erste Intervall, eine halbe Runde, zum Munterwerden. Weiter in 200 Meter Schritten bis 1200 Meter, dazwischen Trabpausen.

Zum Glück gibt es keine Zuschauer. Die hätten Mühe zwischen Trabpause und Intervall zu unterscheiden.

Für die längste Strecke habe ich beim MP3 Player “Speedway At Nazareth” von Mark Knopfler eingestellt. Das hat mir bis jetzt immer Beine gemacht. Dumm nur, dass das Stück 6:19 min lang ist. Ganz so langsam bin selbst ich nicht auf 1200 Meter. So entscheide ich mich von meiner Vorgabe abzuweichen und bis Ende des Liedes zu laufen.

Wenn das kein guter Anfang für meine Bahnkarriere ist.

5. -11. März

2007

Tausend Laufkilometer Ende Februar sind gut und recht. Nun gilt es auf Qualität beim Training den Schwerpunkt zu setzen. Wie wäre es mal wieder mit der Bahn?

Dabei muss ich an meine Schulzeit denken. Alljährlich wurde zum Sportfest ins “Stadion des Friedens” zu Weimar geladen. Gelegenheit für mich, mein fehlendes sportliches Talent zu offenbaren.

Etwa beim Weitsprung. Der pumelige Peter nahm Anlauf, um nach weniger als 160 cm, wie ein nasser Sack, in den Sand zu plumsen. Es gab kaum jemanden, der weniger weit “flog”.

Sprint war meine Paradedisziplin. 100 Meter auf einer staubigen Aschenbahn. Herr Kaps schlug zum Start die Holzklappe aufeinander. Die Zeit wurde von Hand gestoppt.

Von Haus aus wurde ich der langsamsten Gruppe zugeteilt. Strille, mein Freund, auch kein begnadeter Leichtathlet, wurde Vorletzter. Zwanzig Meter nach ihm kam ich ins Ziel...

Wie der aufmerksame Leser erkennt, bin ich nicht der Bahnspezialist.

Also auf die Bahn!

26.-Februar-

4. März

2007

Anderes Thema. ?

Am Montag hat Jan Ullrich seinen Rücktritt als aktiver Radprofi bekannt gegeben. Hatte Gelegenheit sowohl die Pressekonferenz, als auch das Interview abends bei Beckmann zu sehen. War interrasant, was er zu sagen hatte. Spannender war, was er nicht sagte. Etwa, ob er im spanischen Dopingskandal verwickelt sei. Von Beckmann diesbezüglich in die Zange genommen berief er sich auf seine Anwälte, die ihm geraten haben, dazu nichts zu sagen. Gleichzeitig behauptet Ullrich, Doping sei nicht radsportspezifisch. Also nimmt jeder Doping? Ist Doping gesellschaftsfähig?

Die Frage beschäftigt mich auch als Hobbysportler. Gibt es bei Volksläufern welche, die sich mit unehrlichen Mitteln Vorteile verschaffen? Wenn ich meine Spammails überfliege scheint es kein Problem sich mit geeigneten Mitteln zu versorgen. Aber, was nützt es, einem Konkurrenten ein Paar Minuten abzunehmen, wenn man dann nicht mehr in den Spiegel schauen kann?

19.-25. Februar

2007

Meine Mailbox läuft heiss mit Anfragen, was es mit dem in der Vorwoche erwähnten Duell Honigwasser gegen Weissbier auf sich hätte.

Roland kommt gerne mal mit uns mit laufen. Eigentlich ist er Velofahrer, mit den Beinen eines Bahnspezialisten. “Tiefergelegt”, bezeichnete ihn mal jemand treffend.

Um auch beim Laufen auf Touren zu kommen, schwört er auf Honig. Beim letzten Trainingslauf hatte er seine Trinkflasche dabei, gefüllt mit Tee und Honig. Sich gelegentlich daran labend, sorgte er für wettkampfnahes Tempo.

Beim Reusslauf kam dann richtig der Knüppel aus dem Sack. Gut 2 Minuten nahm er mir ab, wie ich der Rangliste entnehmen konnte. Glückwunsch!

Sollte ich es auch mal mit Honig versuchen?

12.-18. Februar

2007

Bremgarter Reusslauf war ein doppeltes Jubiläum. Zum einen wurde der Lauf zum 25. Mal durchgeführt und mit über 3000 Läufern, bei optimalem Laufwetter, ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Zum anderen war es mein 10. Start dort. Der einzige Lauf, den ich so oft gelaufen bin.

Die Zeit stand diesmal nicht im Vordergrund. Die Probleme in der Oberschenkelmuskulatur, die mich seit letztem Herbst plagen, sind immer noch präsent. So bin ich relativ verhalten gelaufen.

Dass ich im Duell Honigwasser gegen Weissbier keinerlei Chance haben würde, wusste ich vorher.

Zumindest hat der Oberschenkel gehalten und darauf kann ich aufbauen. In kleinen Schritten.

5.-11. Februar

2007

Dieser Tage wurde mir die Jahresweltbestliste über die 100 Km Distanz zugespielt. Daniela hat mit ihrer Zeit 09:13:04 den 43. Platz. Dieser Rang ist sicher noch mehr wert, wenn man den Schwierigkeitsgrad der Bieler Strecke einrechnet. Will damit nicht sagen, dass es leichte 100 Km Laufstrecken gibt. Aber in Biel läuft man nachts und die Höhendifferenz ist nicht ohne.
29. Januar- 4. Februar

2007

Weiss nicht, wann ich das letzte mal Rehe beim joggen gesehen habe. Man trifft im Wald öfter Jagdgesellschaften als Wildtiere. Am Dienstag begegneten mir dafür gleich zweimal Rehe.

Das Erste flüchtete im Sturzflug ins Waldesinnere. Es hatte den Schäferhund auf dem Weg gesehen, der mir entgegen kam. Er war allerdings angeleint, so das keine Gefahr bestand. Ebenso wenig, wie bei der zweiten Begegnung. Das Reh stand auf dem Waldweg und sah mich schon von Weitem kommen. Erst als ich kurz vor ihm war, tippelte es ohne Eile zur Seite, wo noch 2 weitere Rehe standen, die mich dann beim Vorbeijoggen beobachteten.

22.-28. Januar

2007

Vergangenen Samstag konnte ich noch in kurzer Hose trainieren. Mitte dieser Woche dann doch noch Winter. Schnee und frostige Temperaturen. Bis jetzt war die kalte Jahreszeit lauffreundlich. Nun werden wieder Koordination und Gleichgewicht auf den glatten Wegen geschult.
15.-21. Januar

2007

Man könnte denken, ich schreibe auf dieser Seite Läuferlatein. Aber auch folgende kleine Begebenheit trug sich so zu.

Am Dienstag hat unser Bad sein wohlverdienten Ruhetag. Gelegenheit für mich, etwas länger als meine Stammrunden laufen zu gehen. Der Weg führte mich nach Suhr, an der Molkerei vorbei in das Waldgebiet unterhalb des Rütihofes. Es ist nicht selten, dass mir auf dem ganzen Waldweg niemand begegnet, obwohl die Wege gut zu begehen sind. Unterwegs sah ich doch noch 4 Frauen, einige hundert Meter vor ihnen 3 Esel, die frei umherliefen. Überholte die Frauen grüßend und kam auch bald zu den Eseln, die die sich anscheinend dem Einfluss der Frauen entzogen hatten. Stattdessen nahmen mein Tempo auf. Offenbar hielten sie mich für ihr Leittier. Im lockeren Trab liefen wir als Quartett einige Zeit zusammen. Nur ab und zu orientierten sich die Tiere nach hinten. Die Frauen waren jedoch längst außer Sichtweite.

Was passiert, wenn die Esel mich bis zu meiner Wohnungstür begleiten und Einlass begehren? Die Vorratskammer ist in Friedenszeiten gut gefüllt. Nur eselgerechte Kost findet sich darin kaum. Könnte höchstens etwas Brot aufbacken oder Müsli reichen. Trinken Esel Weizenbier? Stroh hätte ich auch nicht im Haus. Was würde Daniela für Augen machen, wenn sie nach Hause kommt und mit ia, ia begrüßt würde und das Raumdeodorant nur mit Mühe den Eigengeruch unserer behaarten Gäste überdecken könnte ?

Wahrscheinlich machten sich die Esel die gleichen Gedanken. Nachdem wir etliche Hundert Meter zusammen getrabt sind, ließen sie sich zurückfallen. Ob sie die Frauen wieder gesehen haben, weiß ich nicht. Vielleicht steht morgen in der Zeitung: “Jogger entführte 3 Esel!” ?

8.-14. Januar

2007

Das schöne an der kalten Jahreszeit ist, dass man das Bier gut auf dem Balkon kühlen kann. Nicht so im Januar 2007. Es roch vergangene Woche schon nach Frühling. Schon im Dezember hat man blühende Sträucher sehen können, jetzt sind Frühblüher keine Seltenheit. Zum Laufen ideale Bedingungen. Kein Schnee, behagliche Temperaturen. Am Samstag konnten wir im Vogelsang auf der Terrasse, bei strahlendem Sonnenschein und prächtiger Aussicht auf den Sempacher See und die Berge, unseren Kaffee genießen. Bei fast zweistelligen Nachttemperaturen muss doch der Kühlschrank für die richtige Temperatur des Bieres sorgen.
1.-7. Januar

2007

Wer hat im neuen Jahr keine guten Vorsätze?

Mit 5 Kilo weniger Gewicht würde ich schneller und hätte somit 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Nur, wie nimmt man ab, wenn man normalerweise über 100 Kilometer in der Woche läuft, den Arbeitsweg mit dem Rad fährt und regelMässig ( Kein Rechtschreibfehler, sondern Gag!) schwimmt? Klar, die Ernährung verändern!

Man liest doch immer wieder, dass spätes Essen nicht gut sei. Der Körper würde am Abend eingenommene Nahrung gerne zu körpereigenem Fett verarbeiten. Was kann ich daraus lernen? Liegt auf der Hand, wenn eines meiner bevorzugten Treibstoffarten flüssig ist und Bier heisst. Vor allem am Wochenende lasse ich es gerne einmal laufen. Also muss ich, wenn ich den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme optimieren will, in den sauren Apfel beissen und am Abend kein Bier mehr trinken. Was bedeuten dass? Statt der allmorgendlichen Magnesium angereicherten Brausetablette schenke ich mir kur nach dem Aufstehen ein Weizen ein. Das hat, als positiven Nebeneffekt, einen günstigen Einfluss auf meine, allmorgendlich eher flache, Stimmungskurve.

Der solide Mann trinkt erst nach 18 Uhr sein Bier. Ist so ein angestaubter Altherrenspruch. Wir schreiben das Jahr 2007. Ich trinke nach 18 Uhr kein Bier mehr! Wenn das kein Guter Vorsatz ist...

Rückblick

2006

Der Jahreswechsel bietet Gelegenheit zum Rückblick.

In der Familieninternen Wertung habe ich zwar numerisch mit Daniela gleichgezogen. Die Big Points hat freilich sie gemacht. Beim Bieler Hunderter wartete sie genauso im Ziel auf mich, wie in Davos nach dem Swiss Alpine. In Havana, zum Marabana Marathon, sind wir zwar zusammen ins Ziel gelaufen. Wenn Daniela mehr Wettkämpferin wäre, hätte sie mir auch dort noch ein paar Sekunden abnehmen können.

Insgesamt konnte ich nur selten mit meinen Wettkampfzeiten zufrieden sein. Beim Bremgarter Reusslauf ist die Saison noch vielversprechend gestartet. Auch der Weinstraßen Marathon war akzeptabel. Die Hundert Kilometer von Biel waren dann schon zu viel Kampf und Krampf. Swiss Alpine war für meine Verhältnisse, als bescheidener Bergläufer, gut. Im Herbst habe ich bei einigen kürzeren Läufen meine Defizite der Grundschnelligkeit aufgezeigt bekommen. Diese im Training zu schulen hat zu einer Muskelverletzung geführt, die den halben Napf Marathon unmöglich machte und beim Weimarer Stadtlauf wieder aufgebrochen ist. So konnte ich dann beim Havana Marathon, zumal bei Hitze und starkem Wind, keine Wunder erwarten.

Erfreulicher sah es bei Daniela aus.

Platz 3 beim Bieler 100Km Lauf ist sicher der bis jetzt grösste sportliche Erfolg. Swiss Alpine lief sie auch in super Zeit. Die kürzeren Läufe, Bremgarten, Emmental, Rothrist und Burgdorf ist sie aus den Training gelaufen. Trotzdem hat es zumeist zu Alterklassen-Medalien gereicht. Beim Weimarer Stadtlauf ist sie, nur eine Woche nach dem Napf Marathon, erneut Dritte geworden. Den Bronze- Rang lief sie auch auf Cuba, beim Marabana Marathon, in einer Zeit, die bei den Bedingungen als “gefühlte Bestzeit” zu werten ist.

Bei ihrem Trainingsfleiss kann sie, wenn sie verletzungsfrei ist, auch im neuen Jahr mit ein paar schönen Erfolgen rechnen.

25.-31. Dezember 2006 Weihnachten ist schon vorbei. Vor allen für Daniela war das Weihnachtsfest dieses Jahr besonders kurz. Die besondere Konstellation, die beiden Feiertage unmittelbar nach dem Wochenende, erlaubt es dem Handel bereits am 26. 12. wieder zu öffnen. Das macht Sinn. Wer wollte die sonst drohende Hungersnot in der Schweiz sonst verantworten? Doch vor allem Non-Food Geschäfte öffneten ihre Türen für Leute, die an einem Feiertag offensichtlich lange Weile haben und stattdessen einkaufen müssen.
18. -24. Dezember 2006 Der Fettstoffwechsel funktioniert prächtig. Vorweihnachtliche Nascherein, in einer Phase reduziertem Trainings verfehlen ihre Wirkung nicht. Die Plauze wächst. Mit jedem Pfund zugewonnenem Körpergewicht schwindet die Motivation zum Laufen. Das wäre genau der Richtige Zeitpunkt meine Laufkarriere ausklingen zu lassen...
11. -17. Dezember 2006 Wir erleben zur Zeit das Ende des wärmsten Herbstes seit 500 Jahren. Es wird Zeit, sich auf den Winter einzustellen. Ich verfolge dafür zwei Hauptstrategien.

Zum einen gilt es das körpereigene Unterhautfett aufzubauen. Das geht, in einer Zeit reduziertem Training, kombiniert mit einer höheren täglichen Dosis Weißbier von selbst. Mein Freund Jürg hat diesbezüglich schon seit Monaten Vorsprung. Sollte ich das Gewicht, welches ich Anfang der 90-er Jahre hatte ( siehe Foto) wieder erreichen, könnte ich auf Wiederaufnahme des regulären Trainings verzichten und mich gänzlich auf die Betreuung von Daniela ( Koch, Trainer, Manager, Pressesprecher) konzentrieren.

Zum anderen lasse ich mein Haar an den unteren Extremitäten wieder wachsen. Ein dünnes Fell auf den Beinen soll für behagliche Wärme sorgen. Jürg trägt das ganze Jahr Haar unten herum. Im Sommer dient es als körpereigener Sonnenschutz, in der kalten Jahreszeit als Kälteschutz.

4. -10. Dezember 2006 Nach erlebnisreichen Ferien mit dem 3. Platz beim Havana Marathon für Daniela in Cuba (siehe Bilder und Bericht), sind jetzt zum Jahresende Wochen der Regeration angesagt. Etwa die Hälfte des normalen Umfanges.
13. November- 3. Dezember 2006 Am Sonntag, 19. November nehmen wir am Havanna Marathon teil. Bis Anfang Dezember habe ich aller Voraussicht keinen Zugang zum Internet, so dass diese Rubrik bis dahin nicht aktualisiert werden kann. Gelegenheit für die Besucher von www.Nusseck.ch , entlegene Ecken unseres Internetauftrittes zu erkunden. Viel Spass dabei!
6.-12. November 2006 In der zweiten Novemberwoche geht die Pilzsaison zu Ende. Dies bewart mich vor unliebsamen Begegnungen im Wald.

Mit einer angeborenen schwachen Blase komme ich mitunter bei meiner Waldrunde nicht um einen Pinkelstopp umhin. Im Waldesinneren habe ich, wenn der Weg menschenleer ist, keinerlei Hemmschwelle, wenn es darum geht das Wasser abzuschlagen. Dumm nur, wenn mir beim Boxenstopp ein Pilzsammler gegenüber steht, der das Unterholz nach Nahrung absucht. Konnte die, zumindest für mich, peinliche Begegnung gerade noch abwenden, als ich unlängst Wasser lösen wollte. Habe den Waldbesucher im letzten Moment noch gesehen. Rechtzeitig genug, um seine Aufmerksamkeit nicht auf mein "Gemächt" zu lenken...

30. Oktober- 5. November 2006 Diese Woche wollte ich nochmals den Umfang erhöhen ( 130 Km, verteilt auf 8 Laufeinheiten), drei Wochen vor dem Havanna Marathon nochmals ordentlich Kilometer machen. Es ist nicht zu verheimlichen, dass die Saison lang war und nach vielen langen Läufen es nicht mehr so rund läuft. Freilich soll bei dem Marathon zum Saisonabschluss das Erlebnis im Vordergrund stehen. Zumal Zeit- und Klimaumstellung, evtl. Wind auch erst verkraftet werden wollen.

Lance Armstrong ist beim New York Marathon knapp unter 3 Stunden geblieben.

"Ohne Zweifel war das die größte körperliche Herausforderung meines Lebens", sagte der im Ziel sichtbar gezeichnete Armstrong: "In meinen 20 Jahren im Profisport, vom Triathlon zum Radsport, während aller Rennen der Tour de France, selbst an den schlechtesten Tagen, war nichts so hart wie dieser Marathon. Und nichts hat mich jemals so fühlen lassen wie jetzt: Nur noch blanke Erschöpfung und Schmerzen."

Eine sehr erstaunliche Aussage von Ausnahmeathlet Armstrong.

23.- 29. Oktober 2006 Der Herbst hat sich noch mal von seiner besten Seite gezeigt. Fast die ganze Woche war zum Laufen nur kurze Hose und Shirt angesagt.

So war es am Samstag zum Burgdorfer Herbstlauf fast frühlingshaft warm. Bin, um meine angeschlagene Muskulatur zu schonen, mit Daniela gelaufen. Das ist etwa 90 % meines Tempos, dennoch kein Spaziergang. Hatte am folgenden Sonntag auch so schwere Beine, als wenn ich voll gegangen wäre. Hoffe, es hatte noch den gewünschten Trainingseffekt, damit ich in 3 Wochen zum Havanna Marathon halbwegs durchkomme.

Für Daniela einmal mehr eine schöne Platzierung als 3. In ihrer Altersklasse, bei einem schönen Lauf.

Die Charakterisierung des 15, langen Laufes, “leicht coupiert” ist etwas untertrieben. Es hat ein paar giftige Anstiege. Im Voralpengebiet hat man halt andere Maßstäbe.

16.- 22. Oktober 2006 Der Stadtlauf kam zu früh. Die Reizung am Muskelansatz ist zwar zurückgegangen. Für den Halbmarathon im vollen Tempo hat es leider nicht gereicht. Habe die ersten 7 Km in normalen Wettkampftempo laufen können. Später wurden die Schmerzen zu stark, um durchzuziehen. So bin ich im lockeren Trab ins Ziel gelaufen. Wurde dabei vom Großteil des Feldes überholt, von der Spitze sogar überrundet. Daniela ist noch eine Zeit mit mir gelaufen. Bis ich sie überzeugen konnte, ihr Tempo zu laufen. In Anbetracht der Trabpause und dem von ihr in der Vorwoche gelaufenen Napf Marathon, eine sehr gute Zeit, die vom 3. Gesamtrang und dem Alterklassensieg gekrönt wurde.

Haben die ganze Woche Deutschland bereist. Zu erst die Pfalz, wo wir für eine Nacht an der Weinstraße übernachtet haben. Weiter nach Weimar mit Familienbesuch, Zwiebelmarkt und Stadtlauf, sowie als Höhepunkt am Samstag Abend ein super Konzert von Wolf Maahn.

Von dort sind wir in den Thüringer Wald gefahren, wo wir in Oberhof bereits unser Quartier für den Rennsteiglauf buchen konnten und die Thüringer Waldluft genießen durften.

Letzte Station war Bayern, wo, dank der Bierkur, mein Oberschenkel fast vollständig wieder schmerzfrei wurde.

9.- 15. Oktober 2006 Nerven oder Muskeln? Egal, es tat Anfang der Woche noch immer weh. Mittwoch Therapie, Schonung. Ob das was gebracht hat, kann ab 14. Oktober unter www.weimarer-stadtlauf.de/ (Rangliste) nachgelesen werden.
2.-8.. Oktober 2006 Das war nun leider keine normale Woche. Eigentlich war die halbe Napf Marathon Strecke geplant. Meine Muckuhlären Probleme scheinen eher eine Nervenreizung im Gesäß zu sein. Habe auf Grund dessen das gesamte Wochenende pausiert. Hoffe es bessert, wenn wir kommenden Samstag den Weimarer Stadtlauf bestreiten wollen.

Am Sonntag war ich dennoch beim Napf Marathon. Als Fahrer, Betreuer und Fotograf. War ein genialer Tag. Denke, man kann das meinem Bilderalbum entnehmen.

25. September- 1. Oktober 2006 Eine Wettkampf freie Woche. Spüre muskulär noch die beiden kurzen Läufe an den vergangenen Wochenenden. Insgesamt eine “normale” Woche. Am Mittwoch mit ein paar Tempoeinlagen in Form von Steigerungsläufen.

Möchte an dieser Stelle auf die neue Rubrik auf meiner Musikseite hinweisen. Dort stelle ich meine Lieblingsmusik zum Laufen vor. Ein Mix aus sehr verschiedenen Musikrichtungen und Stilen. Ist beim Training mitunter eine schöne Motivationsspritze.

18.-24. September 2006 Am Samstag Willisauer Lauf. Sehr schöne Strecke über 12 Km. Raus aus Willisau geht es fast 4 Km leicht bergauf. Von Schleimatt zum Mettenberg geht es ordentlich hoch. Gut 100 Höhenmeter gilt es insgesamt zu bewältigen. Konnte mich, trotz schwererer Strecke, gegenüber dem Rothrister Lauf vor einer Woche verbessern. Die 10 Meilen in Rothrist bin ich freilich auch aus dem Training raus gelaufen. Diese Woche hingegen habe ich mir am Donnerstag einen Ruhetag gegönnt.
11.-17. September 2006 Montag, meine 16 Km Waldrunde steht auf dem Programm. Kurz nach dem Start beim Entfeldener Bad, ein Stich in den Hinterkopf, knapp oberhalb des Halses. Eine Wespe! Sofort denke ich an Berichte von Wespenstichen aus der jüngsten Vergangenheit. Allergische Schwellungen, Notaufnahme. Ist nicht unlängst ein Mensch an so einem Stich gestorben?

Für einen Moment bleibe ich stehen, taste die Einstichstelle ab. Zurück ins Bad? Roman, der diensthabende Bademeister sollte geschult sein in Wiederbelebung.

Bin ich ein Weichei? Natürlich laufe ich weiter! Ständig damit rechnend, dass Sinne und Funktionen nacheinander abgestellt werden durch die Schwellung in Hals und Hirn. Den Geruchssinn könnte ich temporär entbehren, Tastsinn auch. Gehör? Dann hätte ich lediglich den MP3-Player umsonst dabei.

Wie ich über meine möglichen Leiden nachdenke, habe ich bereits die ersten Hundert Höhenmeter bewältigt.

Wird man mich in Runner`s World und Spiridon erwähnen, wenn der Insektenstich meine Todesursache war? “Jogger an Wespenstich gestorben!”

Die Wunde ist immer noch gleich, wie vor 10 Km. Lediglich der Schmerz ist spürbar.

Keine Atemnot, kein Sinnesverlust.

Glück gehabt.

PS.: Leider kann ich mein Vorhaben für die Woche, kein Bier zu trinken, nicht einhalten. Schließlich muss das Insektengift ausgeschwemmt werden.

4.-10. September 2006 "Big-Ost-Allgäu-Run", sowie die Besichtiging der Napf-Marathon-Strecke.

Bis Freitag waren wir bei meinem Bruder und Rita zu Besuch. Dort haben wir zwischen Bad Wörishofen, Mindelheim und Kaufbeuren ein Teil des Ostallgäus zu Fuß erlaufen. Um diesen großen Radius bewältigen zu können, hat uns Rita mit ihrem Luxusgefährt irgendwo ausgesetzt und wir sind dann auf verschiedenen, aber reizvollen Wegen zu ihrem Wohnort Warmisried zurückgelaufen.

Am Sonntag sind wir mit Cecil und Jürg nach Trubschachen gefahren, um von dort den Napf zu erlaufen. Genau die Strecke, die am 8. Oktober die erste Hälfte des Napf- Marathon sein wird. Zwischenzeitig ist aus unserem Quartett eine 7-köpfige Laufgruppe geworden.

28. August - 3. September 2006 Man trifft im Wald gelegentlich seltsame Gestalten.

Vor wenigen Jahren, an einem kalten Februartag, die Wege waren teils noch schneebedeckt, begegnete mir ein Mann, der mit nichts weiter bekleidet war, als einer weißen Unterhose. Barfuss , versteht sich. Es hätte nicht viel gefehlt, da hätte ich bei nächster Gelegenheit die Polizei angerufen, um auf den entflohenen Psychiatrie- Patienten aufmerksam zu machen. Wie sich herausstellte war das für ihn durchaus keine ungewöhnliche Kleidung. Ich traf ihn später häufiger im Wald. Immer nur mit kurzer Hose und barfuss.

Am Montag überholte ich einen Läufer. Wenn man dazu sagen kann. Denn er trug joggend einen weißen Regenschirm.

Wird das nach Nordic-Walking ein neuer Trend?

21.-27. August 2006 Am Mittwoch Abend haben wir am Emmenlauf teilgenommen. Das gab mir Gelegenheit, nach den beiden desastösen Niederlagen über die Ultradistanz (Biel und Swiss Alpine), die familieninterne Rangfolge wieder zu korrigieren (Zeiten und Platzierung siehe Laufseite). Die Strecke über 10,58 Km war topfeben und führte den Emmendamm entlang. Ein Teil läuft man auf dem berühmt berüchtigten Ho-Chi-Min Pfad des Bieler 100 Km Laufes. Nach dem Hochwasser im Vorjahr, die die Austragung des Emmenlaufes seinerzeit nicht zuließ, ist der Pfad zu einem komfortablen Weg ausgebaut worden. Schöne Veranstaltung zu ungewohnter Zeit, an einem Mittwoch Abend.

Rangliste

14.-20. August 2006 Die Woche haben wir Ferien in Silvaplana (Engadin) gemacht. Leider war das Wetter nur am Dienstag so gut, um in die Berge zu gehen. Haben da aber auch gleich eine ordentliche Runde gemacht.

Von Silvaplana über St. Moritz nach Pontresina, das Rosegtal entlang, hinauf auf die Fuorca Sorley auf 2755 Metern. Von Dort am Hahnensee entlang zurück nach Silvaplana. Gerade im Abstieg sehr schöne Ausblicke über die Hochebene vom Maloja Pass bis St. Moritz. Gut 5 Stunden haben wir dafür gebraucht.

Das Gebiet zwischen Silvaplana und St. Moritz ist sicher eines der besten zum Laufen. Wahlweise kann man es entlang der Seen rollen lassen oder in den Bergen Reize setzen.

Aber auch die reichlich vorhandenen Läufer sind anders als üblich. Grüßen scheint beispielsweise dort nicht üblich zu sein. Nur etwa 20% der uns begegneten Läufer erwiderten unseren Gruß.

Natürlich färbt das Schickimicki von St. Moritz auch auf die Läuferschaft ab. Am Morgen sahen wir eine Dame bei Temperaturen, wo eine Jacke eine lange Hose und evtl. noch Handschuhe angebracht wären. Sie trug ihre braune Haut zur Schau, bauchfrei, versteht sich mit obligatorischen MP3 Player. Blickfang war freilich ihre opulente Oberweite (Weihnachtsgeschenk?), die beim joggen jedoch hinderlich schien. Sie trabte am St. Moritzer See entlang, wo die Bote von Alinghi lagen. Für die sind wir Fußvolk. Zu grüßen schließt sich grundsätzlich aus.

Selbstverständlich sieht man auch richtige Läufer. Zwei farbige Sportfreunde sahen wir in unglaublichem Tempo laufen, die Füße kaum den Boden berührend. Der Umfang der Oberschenkel entsprach schätzungsweise dem meiner Waden. Die Windhunde waren natürlich zu schnell zum grüßen.

Die Bilder der Woche.

7.-13. August 2006 Am Dienstag habe ich meine Rütihofrunde gemacht. Von Oberentfelden am Golfplatz vorbei nach Muhen . Von dort die Straße zum Rütihof, nach Gränichen am Fertigbetonwerk entlang wieder rauf zum Rütihof auf der anderen Zufahrtsstraße.

Auf dem Rückweg Richtung Muhen sah ich einen Fuchs. Ein stattliches Exemplar. Er hatte sich wohl den Bauch ordentlich mit feinem Aas vollgeschlagen und sich später im Wald zur Ruhe gelegt. Jedenfalls hatte er keinerlei Eile, als er mich sah, das Weite zu suchen. Möglich, dass er mich an meinem markanten Geruch wiedererkannte, der, wenn ich das Laufshirt den zweiten Tag trage, eine würzige Note entfaltet. Erst als ich 5 Meter vor ihm stand, lief er langsam in den Wald, um mich von dort aus zu beobachten.

31. Juli- 6. August 2006 Ab der 2. Wochenhälfte ging es schon ganz gut mit Laufen, wenn man bedenkt, den Swiss Alpine Marathon, einen der härtesten Bergultras, gelaufen zu sein.

Am Sonntag waren auf unserer 2 ½-stündigen Runde einige neue Gesichter dabei. Neben Daniela, Simone, Jürg und mir waren Marco Tschannen, Ljubomir Milivojevic ( beide 100er Laüfer) und Savo Jovanovic dabei. Leider war das Wetter nicht fototauglich. Hat glaube trotzdem allen Spaß gemacht.

24.-30. Juli 2006 Offensichtlich hatte meine Musikauswahl nicht die erhoffte Wirkung. Die familieninterne Wertung beim Swiss Alpine konnte Daniela einmal mehr für sich entscheiden. Über 20 Minuten war sie vor mir im Ziel! Dafür musste ich auf der Heimreise die Koffer tragen ;)

Nach dem Regen am Vorabend waren die Wege streckenweise schwer zu begehen. Auf dem hochalpinen Pfad war der Weg eher ein Bachbett.

Mit unseren Zeiten sind wir zufrieden. Daniela ist zwar 4 Minuten über ihrer Bestzeit geblieben. Die Streckenänderung am Anfang, wo es statt der Straße entlang nach Davos gleich ins Gelände geht und die aufgeweichten Wege unterwegs erklären den geringen Zeitverlust.

Ich konnte mich um über 20 Minuten gegenüber dem Vorjahr verbessern. Für mich als bescheidener Bergläufer eine ordentliche Zeit, platziert im ersten Drittel.

17.-23. Juli 2006 Zwei Wochen vor dem Swiss Alpine Marathon darf man schon mal den Wochenumfang reduzieren. Das Training ist gemacht. So kann ich mir Gedanken über Ausrüstung und Verpflegung für die 78,5 Km machen.

Die Musikauswahl für dem MP3-Player ist so ein Thema. Es ist eigentlich einfach- “Telegraph Road”, Dire Straits, als Endlosschleife. Vielleicht noch „Speedway At Nazareth“, Mark Knopfler. Der Song hat mir beim Bieler Hunderter das Leben gerettet. Ramstein hat sich auch bewärt zu Laufen. Aber nur zum Laufen. Ansonsten ist das nur Lärm.

Ich sehe schon, das wird eine Auswahl voller Stilbrüche. Sting, AC/DC, Falco, Stefan Stoppok und so weiter. Zwischen den Liedern höre ich dann die Vögel.

Daniela gebe ich Schlafmusik auf die Ohren. Vieleicht gelingt es mir so, vor ihr im Ziel zu sein?

10.-16. Juli 2006 An dieser Woche ist zu erkennen, wie wenig der blaue Balken in meiner Laufstatistik aussagekräftig ist. Er gibt etwa 130 Wochenkilometer an. Die haben es aber in sich gehabt.

Am Freitag sind wir von Kandersteg aus mit Armin, Ueli, Res über den Lötschenpass nach Goppenstein gelaufen. Zum Wandern werden dafür fast 10 Stunden angegeben. Da, wo es ging sind wir gejoggt. Haben einen Traumtag erwischt, auch wenn es gegen Ende etwas geregnet hatte. Kompliment Res und Armin! Bei ihrem Trainingszustand sind sie sehr gut über den Berg gekommen.

Samstag und Sonntag bin ich mit Daniela auf der Bettmeralp gewesen und von dort aus unter anderem am Aletschgletscher vorbeigelaufen. Haben super Wetter in einer beeindruckenden Landschaft geniessen können (Siehe auch Bilder!).

Selbst bei unserem guten Trainingszustand merken wir, dass Training in den “richtigen” Bergen nicht vergleichbar ist, mit dem was wir unten im Flachland machen.

3.-9.Juli 2006 Ein letztes mal zum Thema Doping-Ullrich. Scheinbar geht es ihm nicht mehr um seine Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit. Sonst hätte er dem von seinem Team angebotenen DNA-Test mit ruhigem Gewissen machen können und seine super Form bei der Tour unter Beweis stellen können. Das wäre die sauberste Lösung für ihn, wenn er ein ruhiges Gewissen hätte.

Am vergangenen Wochenende haben wir uns für den Swiss Alpine angemeldet. Hatte ursprünglich nicht vor, dort nochmals zu laufen. Nun aber doch! Jedoch ohne zeitliche Ambitionen.

Am Sonntag haben wir ein neues Gesicht bei unserem Training dabei gehabt. Neben Simone (erstes längeres Training für Napf Marathon), Jürg, Daniela und mir war Beatrice Egger dabei.

26. Juni - 2.Juli 2006 Freitag: Fußball bestimmt zur Zeit die Welt. Trotzdem gab es heute eine Meldung, die wohl einer der größten Dopingfälle zu werden droht.

Kurz vor der Tour de France werden duzende Fahrer wegen Dopingverdachtes suspendiert. Jan Ullrich ist einer der prominentesten. Nach dem Karierende Lance Armstrongs schien er als ganz heißer Favorit auf den Toursieg und schien bei der Tour de Suisse in der Form dafür.

Nun steht er als Wiederholungstäter da. Wem kann man da noch trauen?

Seine Homepage www.janullrich.de war Freitag Nachmittag nicht zu erreichen. Am Samstag war sie wieder aufgeschaltet. "Ich habe mit der Sache nichts zu tun", war nun zu lesen. Ullrich weiss selber, was er gemacht oder nicht gemacht hat.

19.-25. Juni 2006 Sind am Wochenende in Lauterbrunnen gewesen. Von dort aus sind wir die 2. Hälfte des Jungfrau Marathon abgelaufen und auch wieder zurück . Nachdem ich zwei mal den Jungfrau Marathon gelaufen bin und jedes mal das Bergpanorama in Wolken war, konnte ich erstmals die eindrückliche Bergkulisse aus der Nähe bewundern und sicher auch mehr geniessen, als bei einem Wettkampf.

Die weiteren Bergtouren haben uns dann noch Muskelkater in den Oberschenkeln beschert, vom Bergablaufen.

In Lauterbrunnen ist der Staubbachfall zu bewundern. Goethe ist bei seiner Durchreise zum Gedicht "Gesang der Geister über den Wassern" inspiriert worden. Als in Weimar geborener gehört das zum Algemeinwissen.

Nebenbei:
Wie oben erwähnt, haben wir eine Teilstrecke des Jungfrau Marathon abgelaufen. Der Lauf wurde durch Heinz Schild ins Leben gerufen und gilt als der schönste Marathon der Welt. Als wir von unsere Bergtour nach Hause kamen war ein Brief von Vreni und Heinz Schild in der Post, Glückwünsche zu Daniela`s 100 Km Lauf. Zufälle gibt es...

12.-18. Juni 2006 Vierundzwanzig Stunden nach dem 100 Km Lauf hatte ich schon wieder einen normalen Ruhepuls (51)! Die Muskulatur braucht länger zum regenerieren. Lockeres und im Umfang reduziertes Training fordern Körper und Vernunft.

Hatten -natürlich vor allem Daniela- viele Glückwünsche für den überstandenen Hunderter und Danielas super Platzierung bekommen, für die wir uns an dieser Stelle bedanken möchten.

Die Berichterstattung in der lokalen Presse war dürftig. Außer für Fußball findet sich derzeit kaum Platz für Randsportarten in der Zeitung.

5.-11. Juni 2006 Ist nicht so nett von der eigenen Frau geschlagen zu werden. Mit den 11 Minuten, die sie mir auf den letzten gut 20 Km beim Bieler Hunderter abgenommen hat, kann ich aber leben. Sehr gut sogar!

Siehe Bericht Peter + Daniela und Bilder.

29. Mai - 4. Juni 2006
Die vorletzte Woche vor dem Hunderter. Die Spannung steigt. 
Waren froh, dass Herr Knopfler in der Nähe war und uns am Freitag für einige Zeit Ablenkung verschaffen konnte. 
Am Sonntag haben wir dann noch ein letztes Training über 2 Stunden gemacht, in großer Besetzung. 
Die letzte Woche vor Biel wird dann nur noch regenerativ trainiert. 
Am Freitag, 22 Uhr  lassen wir dann den Knüppel aus dem Sack...

22.-28. Mai 2006 Am Montag habe ich schon kaum was von dem 50 Km Lauf gespürt. Ein gutes Zeichen. So konnte ich die Woche noch einige Kilometer machen:

Montag 16 Km GA 2

Dienstag 22 Km GA 2

Mittwoch 11,5 Km GA 1

Donnerstag 16 Km GA1

Freitag 13 Km REG+ 21 Km GA 2; 400HD

Samstag 18 Km GA2; 500HD (Beide Tage in Lenk. Siehe auch Bilder)

Sonntag 27 Km

Mir dieser Woche ist das Haupttraining für den in knapp 2 Wochen stattfindenden 100 Km Lauf abgeschlossen.

15.-21. Mai 2006 Die Woche stand ganz im Zeichen des 50 Km Laufes im Emmental. Es war die letzte Veranstaltung. Trotz tadelloser Organisation und sehr schöner Landschaft sind die Teilnehmerzahlen rückläufig. Selbst bei der letzten Veranstaltung konnte der Trend nicht aufgehalten werden. So verschwindet einer der schönsten Läufe in der Schweiz.

Bin mit Vorjahressiegerin Daniela gelaufen, die keinerlei Ambitionen hegte, den Titel zu verteidigen. Zu nahe ist der Bieler Hunderter. Die Regeneration von 3 Wochen wäre zu kurz, wenn man den 50ger voll gehen würde. Es ist auch so schon riskant genug.

Wir sind, anfangs noch mit Cecil, die ersten flachen 10 Km (45:42 min) gut vorwärts gekommen. Doch schnell machten sich bei Daniela Magenprobleme bemerkbar, die ihr in der Steigung schon Kraft aus den Beinen nahm. Cecil zog davon. Auch Lorenz Nyffenegger, der offensichtlich auch nicht voll anging, einige Kilometer mit uns lief, wurde unser Tempo zu langsam. Daniela überlegte auf der Mänziwilegg, etwa der Streckenhälfte auszusteigen .Cecil hatte dort schon fast 10 Minuten Vorsprung. Die Entscheidung im Rennen zu bleiben schien riskant. Doch auf der 2. Hälfte lief es bei Daniela immer besser. Selbst auf der langen Graden, dem Bahndamm entlang ( nach Km 45) konnten wir gegen den starken Wind noch mal richtig Tempo machen.

Bald war auch Cecil wieder in Sichtweite, die ihren knappen Vorsprung noch ins Ziel retten konnte, nachdem sie von Uli gehört hatte, dass wir kurz hinter ihr waren und noch letzte Kräfte mobilisieren konnte.

Das war der letzte ganz lange Lauf vor Biel. Noch knapp 3 Wochen!

Siehe auch Bilder

8.-14. Mai 2006 Nachtrag zum Hamburg Marathon. Hatte berichtet, dass Ex Radprofi Rolf Aldag dort laufen wollte. Er hatte von einer Zielzeit 2:45 gesprochen, was mir sehr optimistisch schien. Er hatte jedoch schon Testläufe über 10 Km und Halbmarathon bestritten. So war die Zeit, rechnerisch, realistisch. Letztendlich ins er in 2:42:54 gelaufen! Respekt! “Es war brutal schwer”, meinte der mehrmalige Tour de France Fahrer. “Auf dem Rad kannst du es schon mal rollen lassen”, war weiter zu hören.

Dagegen findet sich Hajo Schumacher nicht in der Rangliste. Aber wer ist Hajo Schumacher? Hier!

Jetzt stehe auch ich in der Startliste für den Bieler Hunderter. Hab keine Ahnung, wie ich 100 Kilometer am Stück weit laufen soll.

1.-7. Mai 2006 Die Woche haben wir uns für den Hunderter angemeldet. Daniela, als Starläuferin, hat ihre Einladung bestätigt, ich den Einzahlungsschein abgegeben.

Samstag: Buchsilauf in Herzoenbuchssee. Kleine, angenehme Veranstaltung. 44 min für 10.8 Km sind auch bei 80 Höhenmetern nicht doll. Habe den Lauf aber auch aus dem vollen Training, sowie nach dem Schaffen bestritten. Die Wege unterwegs hatten stellenweise Chross-Charakter.

24.-30. April 2006 Diese Woche Laufferien auf Sardinien. Haben gut trainieren können. Den erheblichen Kilometerumfang konnten wir, dank guter Regeneration, sehr gut verkraften. Sind zumeist vor dem Frühstück schon eine Stunde locker gelaufen und haben dann mittags in der Gruppe noch trainiert. Die Gruppe, geleitet von Martin von Känel, mit Bruno Vogel, Roger Fritschi, Werner Pachinger, Markus Zaugg, Daniela und mir, war gut besetzt. So war das gemeinschaftliche Training recht anspruchsvoll. Die beiden längeren Läufe (27+ 38 Km) haben Daniela, Markus und ich separat bestritten.

Insgesamt eine sehr gute Woche.

Bilder hier!

18.-23. April 2006 Eine Meldung dieser Tage: Lance Armstrong will Marathon laufen.

Udo Bölts (“Quäl dich, du Sau”) ist uns beim lenzjährigen Bienwald Marathon entgegengelaufen. Er legte die Strecke seinerzeit in 2:53:19 zurück.

Rolf Aldag,, T-Mobile, ebenfalls Tour de France, will am kommenden Sonntag den Hamburg Marathon laufen.

Nun auch Lance. "Es ist etwas, um die Lücke in meinem Leben auszufüllen, die nach meinem Ende als Radprofi entstanden ist", sagte Armstrong.

Es ist wieder erstaunlich welchen Zielen sich Sportler stellen, die schon eines der härtesten Radrennen bestanden, im Fall Armstrong sogar über Jahre dominiert haben.

Zurück zu den Wurzeln?!

Ebenfalls beim Hamburg Marathon am Start: Hajo Schumacher, Jahrgang 1964 aus Berlin.

Demnächst mehr zu diesem Thema...

10.-17. April 2006 So ganz locker ging es die Woche immer noch nicht. Den Osterlauf habe ich dann auch wegen einer aufkommenden Erkältung ausgelassen. Am Ostersonntag dafür mit Daniela einen "langen" durch den Jura. Auf der Höhe teils schöne Fernsicht. Mancherorts große Bärlauchfelder.
3.-9. April 2006 Der Marathon lag mir die ganze Woche noch in den Beinen. Anfang der Woche war regeneratives Training angesagt. Samstag bei ein paar Steigerungen fehlte die Spritzigkeit und das längere Sonntagstraining (30 Km) fiel gegen Ende alles andere als leicht. Hoffe, das bessert nächste Woche, wenn ich am Samstag den GP Fricktal laufen will. Freilich ohne Ambitionen, aus dem Training heraus.

Habe doch noch die verloren geglaubten Bilder von der Speicherkarte retten können. Sind auf der Bilderseite, Weinstraße Teil 2+3, zu sehen.

22.März- 2. April 2006 Marathon Deutsche Weinstraße am Sonntag. In 3:07 habe ich die 42.195 Km mit 495 Höhenmetern in einer passablen Zeit bewältigt. Erschwerend war der kräftige Wind, der auf der ersten Hälfte von vorne blies. Hatte, da sich das Feld, der alleine startenden Marathon Feld, sehr auseinander gezogen hatte, kaum Gelegenheit Windschatten zu laufen. Die dort verlorene Zeit ist auf dem Rückweg kaum aufzuholen. Hatte bereits vor der Streckenhälfte in der Wade muskuläre Probleme, was der Abstoßbewegung nicht unbedingt förderlich war.

Als Stammgast habe ich, bei allen 5 Austragungen über die volle Distanz gelaufen, eine Jacke bekommen. Jetzt gehöre ich zum Inventar!

Da dieses Jahr die Mandelblüte noch nicht zu sehen war, muss ich ja sowieso in 2 Jahren wiederkommen!

Eigentlich hatte einige schöne Fotos vom Lauf und dem Drumherum. Leider hat die Speicherkarte ihren Geist aufgegeben. (siehe auch Sonderseite)

Sonstiges:

Vergangenen Sonntag wurden die Uhren auf Sommerzeit gestellt. Was bedeutet, dass ich 3:20 Uhr, normaler Zeit, zur Arbeit mit dem Rad aufbrechen. Genau so hat der Fuchs geschaut, den ich in Suhr beim Spittel gesehen habe. Er sah verwundert aus, mitten in der Nacht jemanden Fahrrad fahrend zu sehen. Den Füchsen hat ja auch niemand gesagt, dass die Uhr verstellt wird.

Die Füchse haben es ohnehin nicht leicht zur Zeit.

Ein jeder Vogel stirbt irgendwann einmal. Er fällt vom Himmel oder von einem Baum und ist tot. Wenn er ein paar Tage so liegt, so leicht verwest, ist er eine Delikatesse für den gemeinen Fuchs.

Nicht so im Frühjahr 2006. Der Vogel liegt noch kaum, da wird er schon von Menschenhand in einen Plastiksack gestopft und später auf Vogelgrippe untersucht. Eine neue Seuche, die die Menschheit ausrotten könnte! Federvieh wird tonnenweise vergast, zum Wohle des Menschen.

Zur Zeit sterben aber immer noch mehr Menschen im Straßenverkehr, an den Folgen des Rauchens oder anderen Zivilvisitationskrankheiten.

Arme Füchse.

20.-26. März 2006 114 Wochenkilometer sehen nicht nach Ruhe aus. Nach 2 Wochen, mit jeweils mehr als 140 Km, ist das aber schon reduzierter Umfang. Nach dem sonntäglichen Training , 2.10 Stunden, 23.5 Km, sogar mit dem Gefühl kaum was gemacht zu haben. Die nächste Woche ist aber dann doch Ruhe angesagt, mit 2 lauffreien Tagen (Mittwoch und Freitag) und einem halbstündigen regenerativen Läufchen in den Bockenheimern Weinbergen.

Kaum ist der Schnee geschmolzen, kommen die Frösche. Habe zwischen Oberentfelden und Suhr mehrere, sich paarende Frösche gesehen. Sie hingen bewegungslos aufeinander.

Man muss aber nicht alles nachmachen....

13.-19. März 2006 Die Woche nochmals ordentlich Kilometer gemacht. Am Sonntag dann das letzte lange Training vor dem Weinstraßen Marathon in 2 Wochen. Mit Daniela, Cecil, Roland und Jürg (Teil) sind wir 3.10 h unterwegs gewesen. Das erste mal mit dem Gefühl, dass der Frühling kommt. Dennoch immer noch mit Mütze und Handschuhen.

Die nächste Woche brauchen wir keine Bäume mehr ausreißen, langsam die Kraft für den Marathon kommen lassen.

Nebenbei: Habe in Suhr ein, etwa 10 jähriges Kind gesehen, was mit einem elektrisch betriebenen 3-Rad unterwegs war. Wohlgemerkt kein Krankenfahrstuhl, sondern ein Elektromobil für ein gesundes Kind, das den Schulweg damit zurücklegen kann! Die Eltern des Kindes gehören gefoltert! Einem Kind in dem Alter bereits die paar Meter Schulweg zu sparen, finde ich gelinde gesagt unverantwortlich.

6.-12. März 2006 In anderen Jahren gab es Mitte März Tage, an denen man ohne weiteres in kurzen Hosen laufen konnte. Im Jahr 2006 ist zu dieser Zeit tiefster Winter. Macht nicht immer Spaß, bei solchem Wetter im Freien zu trainieren, zumal der Wald, nach den ergiebigen Schneefällen praktisch unbegehbar ist. Wir warten auf den Frühling!!!
27. Februar-5. März 2006 Der Reusslauf lag uns noch die ganze Woche in den Beinen. Dazu kam am Ende der Woche noch ein ordentlicher Wintereinbruch dazu. Am Samstag bei uns im Flachland fast ein Meter Neuschnee. Unser langes Sonntagstraining mussten wir auf halbwegs geräumten Straßen zurücklegen. Von Oberentfelden über Unterentfelden,Aarau, Suhr, Gränichen, Teufental, Kulm, Böhler, Wannenhof,Rütihof,Muhen und zurück nach Oberentfelden. War teilweise beschwehrlich. Einige Straßen waren sogar gesperrt, wegen unter der Schneelast umgeknickten Bäumen. Letzlich hat es fast noch Spass gemacht. Siehe auch Bilder.

Insgesamt 122 Wochenkilometer

20. -26. Februar 2006 Am Samstag sind wir die 10.5 Km beim Bremgarter Reusslauf gelaufen. Für Daniela war es, auf ungewohnter Kurzstrecke, die schnellste jemals gelaufene Zeit (4:11 min/km). Damit kann sie sehr zufrieden sein, zumal bei ihrem Langstreckentraining.

Ich bin erstmals seit langer Zeit unter einem 4er Schnitt geblieben.

Wir haben beide den Lauf aus dem vollen Training bestritten, also ohne Ruhetag. Die erste Standortbestimmung in der neuen Laufsaison ist vielversprechend.

Es gab wieder einen Teilnehmerrekord, wobei die Veranstaltung mit der Infrastruktur bald an ihre Grenzen stößt. Zwei Verpflegungsstände auf der kurzen Strecke und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, sind Luxus. Dafür hat es im Zielbereich bei großem Ansturm Schlangen bei der “Tränke” gegeben. Rundherum eine gelungene Veranstaltung.

13. -19. Februar 2006 Mein 3-Wocherythmus hätte eigentlich eine ruhige Woche bedeutet. Durch das sonntägliche, knapp dreistündige Training mit Daniela, sind es mit 109 Km etwas mehr geworden. Dafür ist in der kommenden Woche mit dem Reusslauf etwas weniger Umfang angesagt.

Sonstiges: Der Regen auf dem teilweise gefrorenen Böden hat das Wasser oftmals nicht ablaufen lassen. Auf den Feldern stand vielerorts das Wasser und manche Bäche hatten erhöhten Wasserstand. Offensichtlich war auch das Trainingsgelände des FC Aarau davon betroffen. Sie sind auf den Hartplatz im Schütztenrain ausgewichen. Natürlich wäre es den Profisportlern unzumutbar gewesen, in die Nachbargemeinde zu joggen. Das wäre eine gut halbstündige Aufwärmrunde gewesen. Stattdessen wurden sie mit Bussen gebracht.

Da ich zu Fuß vorbei kam, konnte ich ein paar Minuten dem Training zuschauen. Schwer zu sagen, was Inhalt der Übungsstunde war. Was ich sah, waren 2 Dutzend Herren, die nahezu bewegungslos auf dem Platz standen. So lange stehen bis der erste umfällt?

Bin nicht sonderlich bewandert in der Trainingslehre des Fußballsports, glaube mich aber zu erinnern, dass selbst Fußball was mit Bewegung zu tun hat.

6. -12. Februar 2006 Am Montag fand ich auf der Straße eine Bauchtasche. Darin eine gefüllte Geldbörse, sowie Papiere und Bankkarten. Der Besitzer hatte Freude seine Tasche komplett wieder zu erhalten. Und für mich war es zum Montag die erste gute Tat. Da brauchte ich auch kein schlechtes Gewissen zu haben, abends einen Vertreter für Naturheilprodukte nicht ins Haus zu lassen.
Im geplanten 3-Wochenrythmus war das die Woche mit dem größten Umfang. Nach einer leichten Durststrecke Mittwoch und Donnerstag, ging es Ende der Woche immer besser. Vor allem beim Dreistünder am Samstag (Bilder) hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Nach gut 140 Km kann ich es nächste Woche etwas ruhiger angehen.
30. Januar- 5. Februar 2006 Trotz aufkommender Erkältung konnte ich die Woche mein Pensum von 120 Km absolvieren. Fünfmal bin ich noch regenerativ ausschwimmen gewesen. Viermal den Arbeitsweg mit dem Rad absolviert.

Immer schlechtere Luft, nach langem Hochdruckwetter. Feistaub sagt man heutzutage. Früher war es Smog. Am Wochenende hat man sich dann in der Schweiz auf ein Tempolimit 80 Km/h auf den Autobahnen durchgerungen. Das bringt freilich kaum etwas, höchstens ein ruhiges Gewissen für die Autofahrer. In Umfragen wurde die Regierung zum Handeln aufgerufen. Konsequentes Handeln wäre ein Fahrverbot! In Italien geht so was.

Daniela hat die Einladung für den Bieler Hunderter bekommen. Für ihre top ten Platzierung hat sie den Start gratis. Schöne Motivationsspritze bei nicht gerade motivierendem Wetter.

23.- 29. Januar 2006 Diese Woche mit ein paar anderen Trainingsinhalten. Bergintervalle (Dienstag), Laufschule (Mittwoch) und Ruhetag (Freitag). Sonntag noch einen kurzen, langen Lauf mit Daniela zum Wannehof, ca. 25 Km. Ergibt gut 100 Wochenkilometer.

Sonstiges: Am Freitag ist Jürg, trotz seines desolaten Zustandes, weiter gelaufen als ich. Vermutlich muss ich seine Anmeldung zum Halbmarathon an der Weinstraße auf die volle Distanz ummelden?

16.- 22. Januar 2006
  • Montag 18 Km flach mit Steigerungen
  • Dienstag 19 Km 400 HD zügig
  • Mittwoch 15Km regeneratives Altherrentempo
  • Donnerstag  16 Km Ga 2 - endlich wieder auf halbwegs begehbaren Waldwegen. Auf dem Diestelberg noch Roland getroffen beim heimlichen Training.
  • Freitag 15 km flach mit Tempoeinlagen
  • Samstag 18 Km Wald
  • Sonntag mit Daniela Kölliken, Safenwil, Walterswil,Engelberg, Dulliken, Schönenwerd, Aarau und auf dem Planetenweg zurück nach Entfelden. Genau 3 Stunden. Dabei haben wir auf dem Engelberg gesehen, dass das Restaurant wieder renoviert wird und ab April geöffnet sein soll.
Sonstiges: Am Sonntag Nachmittag haben wir bei Jürg  Krankenbesuch gemacht. Schön zu sehen, wie es schnell wieder aufwärts geht. Die Weinstraße ruft!!!
9.- 15. Januar 2006 Ganze Woche Hochnebel mit immer schlechterer Luft und im Wald sehr glatten, vereisten Wegen.
Sonntag mit Daniela, Cecil und Hanspeter von Entfelden nch Suhr, Kulm, Wannenhof, Rütihof Muhen.
Sonstiges: Doping spielt offensichtlich auch im Freizeitsport eine Große Rolle. Letzthin war von jedem fünften Hobbyathleten in diesem Zusammenhang zu lesen. Interessant, wenn man manche Zeiten vergleicht. Einem ambitionierten Läufer im fünften Lebensjahrzehnt traut man selten einen Verbesserung von 20 sec./Km, etwa beim Halbmarathon zu. Respekt, wenn diese Leistungsexplosion ausschließlich dem Training resultiert!
Anderes Thema: Unsere Linkseite   habe ich letzthin um unsere Nahrungsergänzungen erweitert...
2.- 8. Januar 2006 Montag mit Daniela Suhr, Gränichen, Kulm, Wannenhof, Rütihof, Muhen.
Dienstag- Freitag Grundlagentraining.
Sonntag. Mit Daniela und Cecil- Suhr, Schafisheim, Seon, Teufental, Wannenhof, Rütihof, Muhen. Gut 33 Km.
138 Wochenkilometer. Guter Jahreseinstand, auch, wenn das lange Sonntagtraining hart war.

26. Dezember 05- 1. Januar 2006
Die Erkältung war zwar anfangs Woche noch spührbar. Ging aber schon besser.
Montag mit Daniela, Cecil und Simone nach  Suhr, Gränichen, Teufental, Wannenhof, Rütihof nach Muhen und zurück nach Entfelden. Teilweise im Schneegestöber. Trotzdem schöner Lauf am 2. Weihnachtsfeiertag. Kein Wunder als einziger Mann mit 3 Frauen...

19. -25. Dezember 05 Eigentlich sollte die Woche der Knüppel aus dem Sack kommen. Stattdessen habe ich mir eine saftige Erkältung zugezogen. Am Dienstag fing es mit leichten Halsschmerzen an. Habe dann trotzdem mein Testlauf durchgezogen. Rütihofrunde, 19 Km, 400 m HD. Das ist meine Referenzstrecke, auf der ich gelegentlich die Zeit nehme. Zusammen mit dem Durchschnittspuls kann ich gut meine Form vergleichen. Habe prompt eine neue Bestzeit aufgestellt, jedoch mit deutlich zu hohem Puls. Nach dem Lauf und einem Bad habe ich dann gemerkt, wo der hohe Puls herkam. Kurz nach 7 Uhr lag ich im Bett mit meinem alten Wollschal um den Hals und dem Gefühl sterben zu müssen.  Den Rest der Woche war ich dann krank. Erst am Weihnachtswochenende war wieder normales Laufen möglich.
12. -18. Dezember 05 Regenerationswoche.
Letzte Woche  "Blümlitraining", mit gut 60 Wochenkilometern. Ab Montag geht es wieder Aufwärts mit dem Umfang!
Am Samstag war ich schwimmen im Entfeldener Schwimmbad.  Gehe dort mehrmals in der Woche nach dem Laufen ausschwimmen.
Der Schwimmkurs hat sein vorweihnachtliches Training absolviert. 10 Km! Etwa 3 Stunden und 20 Minuten waren sie im Wasser. Eine super Leistung, die die 7 Schwimmer da abgeliefert haben. Bin gerade dazu gekommen, wie sie den letzten Kilometer begonnen hatten. Der langsamste war immer noch schneller als ich und das, obwohl ich die extragroßen Paddels hatte!
Kompliment! 
5. -11. Dezember 05
Regenerationswoche.
Weiß nicht, ob man bei 70 gelaufene Wochekilometer noch von einer Regerationswoche reden kann. Unter der Woche war es jedoch wirklich locker. Am Sonntag sind wir  jedoch bei Hanspeter Bolliger zum Training eingeladen gewesen und das hat nun mal 3 Stunden gedauert. Bei dem leckeren Brunch (Danke Michelle!) im Anschluss kann man dann doch wieder von Regeneration sprechen.
28. November- 4. Dezember 05
Regenerationswoche.
Nur an 3 Tagen gelaufen. Insgeamt gut 50 km. Dazu kommt noch etwas schwimmen und Rad fahren (zur Arbeit und zurück).  Mache ich zwar sonst auch, aber nur zum Ausgleich.
21. - 27. November 05 Die letzte Woche begann mit einem Ruhetag. Wir haben 2 Nächte im Krügerpark übernachtet. Die wilden Tiere sind ein Erlebnis, welches man aus dem Jeep sicherer genießen kann.
In Hazyview haben wir unsere Ferien ausklingen lassen, um am Freitag zurück in die Schweiz zu fliegen.
Am Sonntag noch eine Runde von gut 2 Stunden auf den Rütihof. Neben Jürg und uns beiden, war auch Simone erstmals dabei.   
14. -20. November 05 Die zweite Ferienwoche in Südafrika führte uns entlang der Garden Route über die Stationen Hermanaus, Wildernes,  Knysna, Port Elisabeth und Tzaneen. Kein „Training“ im eigentlichen Sinne, sondern laufend erleben.
7. - 13. November 05 Montag  ca. 19 Km am Strand von Kapstadt.  Viel Kapstädter führen ihre Hunde am Strand aus. Kampfhund sind offensichtlich sehr beliebt. Daniela fragte auf dem Rückweg, ob der Hund, der alleine am Strand lag, zu niemandem gehöre. Beim Näherkommen stellte sich der Hund als Robbe heraus und bescherte mir mit meinem ersten Foto in Südafrika gleich ein schönes Motiv mit dem Tafelberg im Hintergrund.
Bis Freitag lockeres Training zumeist am Strand.
Samstag Winelands Marathon in Stellenbosch. Start 5.30 Uhr am Morgen. Nicht nur wegen der möglichen Hitze der zeitige Beginn. Auch, weil die Streckenführung über nicht gesperrte Hauptstraßen geht. Wir als einzige Ausländer im Läuferfeld sind schon vor dem Start begrüßt  und unterwegs häufig angesprochen worden. Bemerkenswert die Verpflegung in kurzen Intervallen (3-5 km). Das Wasser wurde in sehr praktischen kleinen Plastiksäcken gereicht. Eine Ecke aufgebissen, kann man den gesamten Inhalt verlustfrei trinken. Im Gegensatz zu den bei uns üblichen Bechern sehr praktisch. Die Strecke ist ziemlich anspruchsvoll, mit einigen nahrhaften Steigungen. Nach knapp 3 ½ Stunden wurden wir stimmungsvoll im Ziel empfangen. Ein schönes Erlebnis! Da wir ohne Ambitionen den Lauf genießen wollten, blieb mir unterwegs noch Zeit für ein paar Schnappschüsse. Daniela wurde 11. Frau. 
30. Oktober-
6. November 05

Montag- Freitag normales Training im Grundlagenausdauerbereich.
Samstag mit Daniela und Jürg Suhr, Gränichen, Teufenthal, Wannenhof, Rütihof, Muhen Entfelden. Etwa 2:20 h. Abends Flug nach Südafrika in die Ferien, Sonntag regerativer Lauf in Kapstadt.
24.-30. Oktober 05
  • Montag: 16 Km Standard Waldrunde
  • Dienstag: Rütihofrunde in neuer Bestzeit. Allerdings auch mit 2 Schlägen höherem Puls im Durchschnitt. Mal sehen, ob mich der Testlauf auch platt macht, für den Wettkampf am Samstag, wie die Fußballer (siehe unten).
  • Mittwoch: 15 Km flach in gemütlichem Tempo und prächtigem Oktoberwetter.
  • Donnerstag: Ruhetag! Erstaunlich, wie viel Zeit man hat, ohne Training. Kann man einiges erledigen, wofür man sonst keine Zeit hat.
  • Freitag 6,5 Km regenrerativ mit 3 Steigerungen.
  • Samstag: Herbstlauf Burgdorf gut1:04 für die 15,2 Km mit einigen Höhenmetern. Lief nicht schlecht. Schöne ,anspruchsvolle Strecke bei fabelhaftem Herbstwetter. Daniela sehr guter 3. Alterklassenplatz
  • Sonntag 2:50 h, gut 30 Km
17.-23. Oktober 05
Die Müdigkeit kam dann doch. Habe am Montag nur eine Stunde gemacht. Am Dienstag lief es dann auf meiner Rütihofrunde  (19 Km/ 400 HD.) schon wieder ganz gut. Rest der Woche normales Programm, ohne Bäume auszureissen. Sonntag im ersten Regen seit 2 Wochen mit Daniela eine schöne Runde Suhr, Teufental, Wannenhof, Rütihof, Muhen gemacht. Das ging ganz gut. Den Lausanne Marathon, den wir in Betracht gezogen hatte, habe wir vernünftiger weise gestrichen.
Woche 8.-16. Oktober 05
Ferienwoche mit Weimarer Stadtlauf am 8. Oktober. Der Halbmarathon lief gut, mit passabler Zeit und Plazierung. Sind dann noch bis Dienstag in Weimar  geblieben und habe dort schöne Ecken abgelaufen und einiges erlebt. Sonntag u.A. durch den Park Belvedere, Montag eine größere Runde um den Ettersberg, ca. 31 Km lang. Weimar ist immer eine Reise wert, davon abgesehen, dass es meine Heimatstadt ist und meine Eltern noch dort wohnen.
Dienstag - Donnerstag  nach Tschechien, Marienbad. Schöne Gegend zum Laufen. Aber fast zu viele alte Leute, wie das halt in Kurorten so üblich ist. Den Rest der Woche haben wir in Warmisried, Bayern bei meinem Bruder Michael und Rita verbracht, wo wir unser Lieblings- Trainingsgebiet in Deutschland wieder mal besucht haben. Ich komme natürlich auch wegen des guten Irseeer Bieres immer wieder gerne!
Nachdem wir schon öfters dort gelaufen sind, schaffen wir es immer wieder neue Ecken zu erkunden. Die Woche ist, dank auch der Regeneration in den Ferien gut gelaufen, auch in anbetracht des Wettkampfes.
 
Nebenbei: Die Deutsche Fußballnational Mannschaft mußte sich einem Leistungstest unterziehen, bei dem sie ein paar Kilometer auf Zeit liefen und anschließend noch ein paar Sprints absolvierten. Es wurde sich beschwert, man würde die Spieler zu sehr belasten.
Der Test war am Dienstag, das nächste Spiel am darauffolgenden Samstag. Genug Zeit für einen jungen Berufssportler sich zu erholen, meine ich.
Ansonsten können sie ja mal mit Daniela Urlaub machen...
Montag bis Sonntag 156 Km...



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Donnerstag, 20. Oktober 2011

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